Nach Tod von 39 Migranten in Lkw: 19 Verdächtige angeklagt

Paris (dpa) – Dreieinhalb Jahre nach dem Tod von 39 Migranten in einem Lastwagen in Großbritannien hat die Pariser Staatsanwaltschaft Anklage gegen 19 Tatverdächtige erhoben. Die heute zwischen 21 und 58 Jahre alten Männer sollen Teil eines großen Netzwerks gewesen sein und wegen illegaler Schleusung und teils auch wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt werden, wie die Staatsanwaltschaft gestern Abend der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Die Angeklagten werden verdächtigt, das Elend der Auswanderer ausgenutzt und von ihnen exorbitante Summen für ihre Schleusung von Asien nach Europa verlangt zu haben.

Am 23. Oktober 2019 waren in einem Kühllaster in einem Ort in Essex nahe London 39 Leichen entdeckt worden, 31 Männer und acht Frauen. Ein Schiff hatte den Container zuvor von Belgien nach England gebracht. Die in dem Container erstickten Opfer stammten aus Vietnam. Der Fall sorgte für internationales Aufsehen. Weiterlesen

Autofahrerin mit knapp 2,7 Promille unterwegs

Neustadt an der Weinstraße (dpa/lrs) – Mit knapp 2,7 Promille ist eine betrunkene Autofahrerin in Neustadt an der Weinstraße von der Polizei aus dem Verkehr gezogen worden. Die 53-Jährige geriet am Donnerstag laut Polizeiangaben immer wieder über die Mittellinie in den Gegenverkehr auf einer Bundesstraße. Zudem fuhr sie sehr langsam und schaltete dauerhaft die Nebelschlussleuchte ein – obwohl es nicht nötig war. Sie musste ihren Führerschein abgeben.

Massenschlägerei zwischen Jugendlichen: 16-Jähriger verletzt

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Mehrere Jugendliche haben sich auf dem Betzenberg in Kaiserslautern eine Massenschlägerei geliefert. Dabei sei mindestens einer von ihnen leicht verletzt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der 16-Jährige sei bei der Auseinandersetzung am Mittwochnachmittag von mehreren Menschen geschlagen oder getreten worden. Weiterlesen

Baugeräte geklaut abtransportiert: Zwei Männer in U-Haft

Mainz (dpa/lrs) – Kriminelle haben drei Bagger und einen Radlader im Wert von etwa 200.000 Euro vom Gelände einer Fachfirma in Rheinhessen gestohlen. Die Staatsanwaltschaft Mainz ermittelt nun gegen zwei Männer wegen schweren Bandendiebstahls, wie das Polizeipräsidium Mainz am Donnerstag mitteilte. Die Baumaschinen waren demnach bereits Mitte April in einer nächtlichen Aktion gestohlen worden. Über Ortungssysteme seien die Fahrzeuge daraufhin in Zusammenarbeit mit dem Hersteller entdeckt worden. Eines davon habe in wenigen Hunderten Metern Distanz zum Tatort auf einem Feldweg gestanden. Weiterlesen

Pflegerin vernachlässigt und bestiehlt ihre Patientin

Neustadt/Weinstraße (dpa/lrs) – Rund drei Tage soll in Neustadt an der Weinstraße eine Pflegerin eine pflegebedürftige Frau unversorgt und allein in ihrer Wohnung zurückgelassen haben. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, soll die 27 Jahre alte Frau zudem Bargeld gestohlen haben. Polizisten hatten die pflegebedürftige Frau bereits im März dehydriert in ihrer Wohnung gefunden. Die genaueren Hintergründe, das Motiv und die Umstände der Tat seien noch unklar, hieß es. Die Ermittlungen laufen.

Mutmaßlicher mehrfacher Brandstifter gefasst

Saarbrücken/Mayen (dpa/lrs) – Wegen Brandstiftung und versuchten Mordes in zwei Fällen ist ein 19-Jähriger am Mittwoch in Mayen (Landkreis Mayen-Koblenz) verhaftet worden. Wie die Landespolizei Saarland am Donnerstag mitteilte, soll er im März und April dieses Jahres zwei Brände in Sankt Ingbert (Saarpfalz-Kreis) gelegt und die Bewohner der betroffenen Häuser so in Lebensgefahr gebracht haben. Weiterlesen

Flüchtiger Mafia-Boss der ‘Ndrangheta in Genua gefasst

Genau (dpa) – Die italienischen Carabinieri haben in Genua den jahrelang flüchtigen Mafia-Boss Pasquale Bonavota festgenommen. Spezialeinheiten fassten den 49-Jährigen nach langen Ermittlungen in der norditalienischen Stadt, wie die Carabinieri mitteilten.

Der Mafioso der kalabrischen ‘Ndrangheta wurde seit 2018 gesucht. Er zählte zu den meistgesuchten italienischen Kriminellen und wurde zusammen mit anderen Mafia-Größen auf einer Liste der gefährlichsten flüchtigen Personen des Innenministeriums geführt. Weiterlesen

24-Jähriger erhält Höchststrafe wegen Doppelmordes

Hannover (dpa) – Nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaares im niedersächsischen Wennigsen ist ein 24-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen zweifachen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Hannover stellte am Donnerstag auch die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der angeklagte Iraker bestreitet die Tat. Seine Verteidigerinnen, die einen Freispruch gefordert hatten, wollen das Urteil anfechten. Weiterlesen

Angriff auf Jugendliche in Tram: Geld- und Bewährungsstrafen

Berlin (dpa/bb) – Nach einer Attacke auf eine Jugendliche in Berlin sind vier der sechs Angeklagten verurteilt worden. Mit acht Monaten Haft auf Bewährung erging gegen eine 34-Jährige die höchste Strafe. Sie habe die damals 17-Jährige rassistisch beleidigt, geschlagen und getreten, hieß es am Donnerstag im Urteil des Amtsgerichts Tiergarten. Rassistische Beleidigungen aus der Gruppe heraus seien allerdings im Prozess nicht nachgewiesen worden, sagte die Vorsitzende Richterin.

Gegen eine 55-Jährige ergingen wegen gefährlicher Körperverletzung sechs Monate Haft auf Bewährung, ein 45-Jähriger erhielt wegen Beihilfe ebenfalls eine sechsmonatige Bewährungsstrafe. Ein 43-Jähriger wurde zu einer Geldstrafe von 2200 Euro (40 Tagessätze zu je 55 Euro) wegen Bedrohung und Beleidigung verurteilt. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen. Weiterlesen

Mord an Firmenchefin – lebenslange Haft für Paar

Tübingen (dpa) – Zu lebenslangen Haftstrafen hat das Landgericht Tübingen ein Paar wegen des Mordes an einer Unternehmerin verurteilt. Durch die Tat sollten unter anderem veruntreute Gelder vertuscht werden, wie der Richter am Donnerstag mitteilte. Die Angeklagte arbeitet in der Firma des Opfers und gab ihrem Lebensgefährten, der den Mord ausführte, wichtige Hinweise. So schickte sie ihrem Partner laut Urteil Adresse, Aufenthaltsort und ein Foto ihrer Chefin. Weiterlesen

Amoktat: Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Waffenbehörde

Hamburg (dpa) – Nach der Amoktat mit acht Toten bei einer Versammlung der Zeugen Jehovas in Hamburg wird gegen einen Mitarbeiter der Waffenbehörde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der Mann soll Informationen über den psychischen Zustand des späteren Todesschützen innerhalb der Behörde nicht korrekt weitergeleitet haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Auch gegen drei Mitglieder eines im Schießverein des späteren Amokläufers tätigen Prüfungsausschusses werde ermittelt.

Gegen den Mitarbeiter der Waffenbehörde bestünden Anhaltspunkte für den Verdacht der fahrlässigen Tötung in sechs Fällen sowie der fahrlässigen Körperverletzung im Amt in 14 Fällen, teilte die Sprecherin mit. Weiterlesen

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