Zwei Kinder in Hanau vermutlich getötet – Fahndung läuft

Kriminalität
Von Christine Schultze und Isabell Scheuplein, dpa

Hanau (dpa) – Zwei Kinder sind in Hanau vermutlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft vom Mittwoch gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus.

Es gebe Anhaltspunkte für einen familiären Hintergrund der Tat, nähere Angaben dazu machte die Sprecherin nicht. Die Ermittler fahndeten zunächst erfolglos nach einem Verdächtigen. Nähere Angaben zu dem Mann und zur Frage, in welchem Verhältnis er zu den toten Kindern – einem Mädchen und einem Jungen – stehen könnte, wurden zunächst nicht bekannt. Weiterlesen

Kindesmissbrauch: EU-Kommission stellt Gesetzentwurf vor

Brüssel (dpa) – Wer Fotos und Videos von sexuellem Missbrauch von Kindern im Netz teilt, soll nach dem Willen der EU-Kommission künftig einfacher gefasst werden.

Wie aus einem am Mittwoch vorgestellten Gesetzentwurf hervorgeht, könnten Anbieter wie Google oder Facebook verpflichtet werden, ihre Dienste mithilfe von Software nach entsprechenden Darstellungen zu durchsuchen. Zudem soll ein EU-Zentrum eingerichtet werden, das unter anderem entsprechende Technologie bereitstellen soll. «Wir werden euch finden», sagte die EU-Innenkommissarin Ylva Johansson an Straftäter gerichtet. Weiterlesen

Tag der Familie 2022: Familie ist alles – und noch mehr

Unter dem Motto „Familie ist alles – und noch mehr“ sind die Lokalen Bündnisse für Familie im ganzen Land eingeladen, jedes Jahr rund um den Internationalen Tag der Familie am 15. Mai auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Das Land Rheinland-Pfalz stellt die Aktivitäten in diesem Jahr unter das Motto: „Mehr Familie. In die Zukunft – Fertig los!“ Weiterlesen

Kinder- oder Datenschutz: Was tun gegen Kinderpornografie?

Internet
Von Michel Winde, dpa

Brüssel (dpa) – Fotos missbrauchter Kinder fluten Teile des Netzes. Die Zahl erfasster Darstellungen sexuellen Missbrauchs in Deutschland nahm 2021 im Jahresvergleich um mehr als 100 Prozent auf knapp 40.000 zu.

«Europa ist mittlerweile zu einem Drehkreuz für den Handel mit Missbrauchsdarstellungen geworden», sagt die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, der Deutschen Presse-Agentur. Wenn man sich den Anstieg der Fälle ansehe, stelle sich die Frage, «ob wir den gigantischen Mengen, die im Internet angeboten werden, überhaupt noch etwas entgegensetzen können». Weiterlesen

Überforderung in der Pflege: Wenn Angehörige Hilfe brauchen

Gesellschaft
Von Nicole Schippers, dpa

Kassel/Berlin (dpa) – Vier von fünf Pflegebedürftigen in Deutschland werden laut Statistischem Bundesamt zu Hause versorgt, meist durch pflegende Angehörige. Diese sind nicht selten überlastet. Es kann zu Konflikten bis hin zu Gewalt kommen.

In Kassel wurde gerade ein 71-Jähriger zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er aus Überforderung seine schwerkranke pflegebedürftige Ehefrau mit einem Kissen erstickt hatte. «Die Belastung für pflegende Angehörige kann generell sehr hoch werden und dann auch zu solchen Situationen führen», sagt Ludwig Frölich, Vorstandsvorsitzender des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Hessen. Weiterlesen

Fünfjähriges Mädchen sexuell bedrängt: Polizei sucht Täter

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Ein unbekannter Täter soll ein fünf Jahre altes Mädchen auf einem Spielplatz in Kaiserslautern sexuell bedrängt haben. Der Mann habe körperliche Gewalt gegen das Kind angewandt und sexuelle Handlungen an sich vorgenommen, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Tat ereignete sich den Angaben zufolge bereits am 24. April. Weiterlesen

Prozess gegen Eltern nach Tod ihrer vierjährigen Tochter

Verden (dpa) – Nach dem Tod ihrer vierjährigen Tochter hat am Donnerstag vor dem Landgericht Verden (Niedersachsen) der Prozess gegen eine 37-Jährige und einen 36-Jährigen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Eltern Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen vor.

Das Kind kam mit einem sogenannten Wasserkopf zur Welt und hatte deshalb einen Shunt implantiert – ein Schlauchsystem mit zwischengeschaltetem Ventil. Nach dem Obduktionsergebnis führte im August 2019 ein Defekt am Shunt dazu, dass Hirnwasser nicht abfließen konnte. Die Eltern sollen ihrem Kind nicht die nötige medizinische Hilfe geholt haben. Das Mädchen starb. Laut Anklage hätten die Eltern in Scheeßel den Notarzt früher rufen müssen. Weiterlesen

Kindesmissbrauch – Zwölf Jahre Haft und Sicherungsverwahrung

Berlin (dpa) – Weil er als Kinderbetreuer 26 Jungen missbraucht hatte, ist ein 28-Jähriger zu insgesamt zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht ordnete am Donnerstag zudem eine anschließende Sicherungsverwahrung an.

95 sexuelle Übergriffe in der Zeit von Januar 2015 bis März 2020 sahen die Richter als erwiesen an. Der geständige Angeklagte wurde unter anderem des besonders schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in sieben Fällen, des schweren Missbrauchs in 50 Fällen und des Missbrauchs von Schutzbefohlenen schuldig gesprochen. Zudem habe der Mann in den meisten Fällen kinderpornografische Aufnahmen gefertigt, hieß es weiter im Urteil. Weiterlesen

Dreyer trifft Geflüchtete in Schule und Ortsgemeinde

Trier (dpa/lrs) – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) macht sich an diesem Freitag (ab 10.00 Uhr) ein Bild über die Aufnahme und Integration von ukrainischen Flüchtlingen. Zunächst besucht sie in Trier das Auguste-Viktoria-Gymnasium, das eine große Zahl von ukrainischen Schülerinnen und Schüler aufgenommen hat. Dreyer will sich mit Lehrern und Kindern austauschen und den Sprachförderunterricht besuchen. Weiterlesen

Viele Mütter in Rheinland-Pfalz arbeiten in Teilzeit

Bad Ems (dpa/lrs) – Ein Großteil der erwerbstätigen Mütter in Rheinland-Pfalz arbeitete im vergangenen Jahr in Teilzeit. Demnach befanden sich 2021 von den insgesamt fast 293.000 erwerbstätigen Müttern mit mindestens einem minderjährigen Kind 74 Prozent in einer Teilzeitbeschäftigung, wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz am Donnerstag erklärte. Mit 77 Prozent lag diese Quote bei Müttern, die in einer Partnerschaft leben, etwas höher. Alleinerziehende arbeiteten dagegen häufiger Vollzeit, ihr Anteil an den Teilzeitbeschäftigungen lag den Angaben zufolge bei 60 Prozent.

 

 

 

 

Tausende streiken für bessere Arbeitsbedingungen in Kitas

Mainz/Saarbrücken (dpa/lrs) – Rund 3100 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst haben am Mittwoch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ihre Arbeit ruhen lassen. Sie folgten einem bundesweiten Warnstreik-Aufruf der Gewerkschaft Verdi. Eine Verdi-Sprecherin sagte: «Wir sind zufrieden mit der Beteiligung, das war auf jeden Fall ein erfolgreicher Tag.»

In Rheinland-Pfalz legten Erzieher unter anderem in Koblenz, Ingelheim, Mainz, Ludwigshafen und Kaiserslautern ihre Arbeit nieder. In Ludwigshafen etwa blieben alle 36 städtischen Kitas dicht. In Mainz blieben mit 53 die meisten Kitas geschlossen, nur neun machten auf, davon sechs mit eingeschränkten Öffnungszeiten. In mehreren Städten gab es Demonstrationen, so gingen in Mainz laut Polizei um die 450 Menschen auf die Straße, in Ludwigshafen etwas mehr als 500. Weiterlesen

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