17 Jahre Haft: Neffe von Parkhaus-Millionärin frei

München (dpa) – Nach fast 17 Jahren im Gefängnis ist ein wegen Mordes an einer Münchner Parkhaus-Millionärin verurteilter Mann nun wieder in Freiheit. Er sei am Montag entlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft München I mit. Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet.

Die reiche Witwe war im Mai 2006 in ihrer Wohnung erschlagen worden. Wenig später wurde ihr Neffe festgenommen und 2008 verurteilt. Der damals 33-Jährige hatte seine Schuld stets bestritten und sich als Justizopfer gesehen. Sein dritter Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens liegt gerade bei der Augsburger Staatsanwaltschaft.

Der Fall hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt, auch weil Familie und Freunde versuchten, die Unschuld des Verurteilten zu beweisen. Nun soll die Geschichte verfilmt werden. Die Dokumentation «Der Parkhausmord» im True-Crime-Format werde gerade gedreht, teilten der Bezahlsender Sky und die Produktionsfirma Bavaria Fiction mit. Weiterlesen

Jugendlicher attackiert Mann mit Messer

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Möglicherweise aus Eifersucht soll ein 16-Jähriger in Kaiserslautern einen Mann mit einem Messer angegriffen und verletzt haben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll der Jugendliche am frühen Samstagmorgen gewaltsam in die Wohnung eines 34 Jahre alten Mannes im Zentrum der pfälzischen Stadt eingedrungen sein. Dort habe sich auch die Partnerin des Jugendlichen aufgehalten. Der 16-Jährige habe den älteren Mann mit einem Messer an mehreren Stellen verletzt und sei geflüchtet, hieß es. Weiterlesen

Nach Massenschlägerei mutmaßliche Beteiligte vorgeladen

Gerolstein (dpa/lrs) – Nach einer Massenschlägerei vor einer Stadthalle in Gerolstein hat die Polizei 40 bis 50 mutmaßliche Beteiligte vorgeladen und sichtet nun Videomaterial. Wie die Beamten am Montag mitteilten, kann erst danach entschieden werden, gegen wen ein Verfahren eingeleitet wird und wer Zeuge ist. Ermittelt werde wegen wechselseitiger Körperverletzung und dem Verdacht auf Körperverletzung von Polizeikräften. Weiterlesen

Polizei: Rettungswagen mit Stahlkugeln beschossen

Saarbrücken (dpa/lrs) – Unbekannte haben einen Rettungswagen in Saarbrücken der Polizei zufolge mit zwei Stahlkugeln beschossen. Der Wagen sei seitlich getroffen worden, als er vor einer roten Ampel stand, teilten die Behörden in der saarländischen Landeshauptstadt am Montag mit. Weil die Kugeln mit acht Millimeter Durchmesser die Scheibe bei dem Vorfall am Sonntag nicht durchschlagen hätten, sei niemand verletzt worden, hieß es. Es sei Sachschaden entstanden. Die Munition wurde sichergestellt. Wegen der Durchschlagkraft der Kugeln gehen die Ermittler davon aus, dass die Geschosse mit einer Schleuder abgefeuert wurden. Die Polizei sucht nach Zeugen und Hinweisen.

Italien: Konsequenzen nach Gewalt gegen Psychiaterin

Pisa (dpa) – Nach dem Angriff auf eine Psychiaterin in Italien debattiert das Land über Gewalt gegen Gesundheitspersonal. Der Fall um die Frau, die lebensgefährlich verletzt und letztlich für hirntot erklärt wurde, sorgt in dem Mittelmeerland für großes Aufsehen.

Italiens Gesundheitsminister Orazio Schillaci schaltete sich heute nun auch ein und beklagte die zunehmende Zahl von Angriffen auf Beschäftigte im Gesundheitswesen. Der Fall der Psychiaterin mache ihn fassungslos – alle Arten von Gewalt seien zu verhindern, sagte er laut einer Mitteilung. Weiterlesen

80 gestohlene Goldfische zurück im heimischen Gartenteich

Waldkraiburg (dpa) – Nach dem Diebstahl von 80 Goldfischen aus einem Gartenteich in Oberbayern haben Unbekannte die Tiere wieder zurückgebracht. Wie die Polizei heute mitteilte, habe der Besitzer drei Tage nach der Entdeckung des Diebstahls in Waldkraiburg östlich von München festgestellt, dass alle Tiere wieder wohlbehalten im Teich schwammen. Wer sie gestohlen und zurückgebracht hat, blieb den Angaben zufolge zunächst unklar. Man nehme weiter «Hinweise auf den reumütigen Täter» entgegen, teilten die Beamten mit. Die Polizei ermittelte wegen Diebstahls und Landfriedensbruchs.

Jacke auf Oberleitung geworfen: ICE-Strecke gesperrt

Grabow (dpa) – Die Bundespolizei ermittelt gegen Jugendliche, die gestern den Zugverkehr auf der ICE-Schnellfahrstrecke in Grabow in Westmecklenburg gestoppt haben sollen. Ihnen wird gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung vorgeworfen, wie ein Sprecher der Bundespolizei heute in Rostock sagte.

Die Jungen im Alter von 13 bis 15 Jahren sollen von einer Brücke aus erst eine Jacke auf die Hochspannungsleitung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg geworfen haben. «Das ist lebensgefährlicher Unsinn», sagte der Polizeisprecher. Weiterlesen

Nach Bluttat in Fitnessstudio: Verdächtiger vor Haftrichter

Duisburg (dpa) – Sechs Tage nach der blutigen Attacke in einem Duisburger Fitnessstudio wird ein 26-jähriger Tatverdächtiger an diesem Montag einem Haftrichter vorgeführt. Der Tatvorwurf lautet unter anderem versuchter Mord. Bei dem Angriff am Dienstagabend waren vier Menschen mit einer Hieb- und Stichwaffe schwer verletzt worden – ein 21-Jähriger schwebte am Wochenende noch immer in Lebensgefahr.

Bislang ist der Syrer, der nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft im April 2016 einen Asylantrag in Deutschland gestellt hatte, polizeilich nicht in Erscheinung getreten. Weiterlesen

USA liefern Perus Ex-Präsidenten Toledo aus

Lima (dpa) – Der frühere peruanische Präsident Alejandro Toledo ist wegen Korruptionsvorwürfen aus den USA an sein Heimatland ausgeliefert worden. Die Polizei des südamerikanischen Landes veröffentlichte gestern auf Twitter ein Foto des 77-Jährigen am internationalen Flughafen der Hauptstadt Lima nach dessen Ankunft aus Los Angeles. Es zeigt Toledo umgeben von Polizeichef Jorge Ángulo und anderen Beamten. Nach einem Termin zur Identitätsbestätigung vor Gericht wurden 18 Monate Untersuchungshaft im Gefängnis angeordnet. Weiterlesen

Männer wollen Eierautomaten knacken: Fahrer verfolgt Täter

Steinfeld (dpa/lrs) – Ein Mann hat in Steinfeld (Landkreis Südliche Weinstraße) zwei Kriminelle verfolgt, die einen Eierautomaten aufbrechen wollten. Mit Akkuschraubern hatten die Männer im Alter von 22 und 31 Jahren laut Polizei versucht, das Schloss zu den Bargeldbeständen des Eierautomaten zu knacken. Eine Anwohnerin rief die Polizei. Kurzerhand folgte ihr 34-jähriger Freund den Männern im Auto und gab den Polizisten am Sonntagabend permanent deren Standort durch. Die Beamten stellten sie durch seine Hilfe kurze Zeit später.

Polizisten müssen bei Massenschlägerei schlichten

Gerolstein (dpa/lrs) – Rund 50 Menschen haben sich in der Nacht zum Sonntag vor einer Stadthalle in Gerolstein (Landkreis Vulkaneifel) eine Massenschlägerei geliefert. Mehr als 20 Beamte und Beamtinnen seien im Einsatz gewesen, um die Lage zu beruhigen, teilte die Polizei mit. In der Stadthalle habe es eine Benefizveranstaltung gegeben. Ein 24-Jähriger hatte demnach die Beamten gerufen, weil er auf der Tanzfläche der Halle geschlagen worden sei. Weiterlesen

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