Landwirtschaftskammer prämiert Weine aus Rheinhessen

Mainz (dpa/lrs) – Bechtolsheim, Ockenheim, Bechtheim – Weingüter aus diesen und anderen rheinhessischen Winzergemeinden sind am Freitag mit Ehrenpreisen ausgezeichnet worden. Bei der Verleihung der Preise in Mainz wies der Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Norbert Schindler, auf «extreme Witterungsverhältnisse» in diesem Jahr hin, die aber von den Reben mit ihrer tiefen Verwurzelung «allerbestens überstanden» worden seien. Weiterlesen

Nur wenige Weingüter bereiten sich auf Eiswein vor

Bad Kreuznach (dpa/lrs) – Winzerinnen und Winzer in Rheinland-Pfalz haben wenig Hoffnung auf Eiswein in diesem Winterhalbjahr. Lediglich 35 Betriebe haben Flächen dafür angemeldet, wie die Landwirtschaftskammer am Dienstag in Bad Kreuznach mitteilte. Im Winterhalbjahr 2021/22 waren es noch 152 Winzerinnen und Winzer.

Als mögliche Gründe für den Rückgang nannte Weinbaureferent Benjamin Petry die frühe Lese und die nasse Witterung im Herbst. «Da nur gesunde Trauben für den Eiswein verwendet werden, sind wohl viele Winzerinnen und Winzer nicht davon überzeugt, nach dem durchwachsenen Herbst noch gesunde Trauben ernten zu können.» Weiterlesen

Weinbauministerin lehnt EU-Pläne für weniger Pestizide ab

Nierstein (dpa/lrs) – Die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Daniela Schmitt hat sich gegen Pläne der EU gewandt, den Einsatz von Pestiziden bis 2030 zu halbieren. Sie lehne ein pauschales Verbot ab, sagte die FDP-Politikerin am Freitag bei einem Gespräch mit Winzerinnen und Winzern in Nierstein.

«Ich setze auf differenzierte, standortangepasste Lösungen, Kooperationen, den technischen Fortschritt und moderne Züchtung wie beispielsweise das Digital Farming oder Genome Editing», sagte Schmitt. Pflanzenschutzmittel seien im Wein- und Obstbau aber weiter erforderlich. Weiterlesen

Ahr-Winzer mit Lese sehr zufrieden

Bad Neuenahr-Ahrweiler (dpa/lrs) – Im Anbaugebiet an der Ahr sind die Winzer mit der abgeschlossenen Weinlese zufrieden. In diesem Jahr liege die Erntemenge bei rund 43.000 Hektolitern (4,3 Mio Liter), teilte der Weinbauverband Ahr am Freitag mit. Das waren etwa 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. «Das ist ein hervorragendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass bedingt durch die Flutkatastrophe aus dem Sommer 2021 nach wie vor mindestens 40 Hektar Ertragsfläche gegenüber früheren Erntejahren fehlen», sagte Weinbaupräsident Hubert Pauly. Weiterlesen

Mosel-Steillagen sind Paradies für Bienen und Schmetterlinge

Bernkastel-Kues (dpa/lrs) – Wo an den Steillagen an der Mosel Wein gedeiht, fühlen sich auch Bienen und Schmetterlinge wohl. An den Hängen fanden Wissenschaftler allein 170 Wildbienenarten sowie fast 60 Falterarten. Ein Teil von ihnen gelte als gefährdet, teilten die beteiligten Forschungsinstitute am Dienstag mit. Weiterlesen

Moselwinzer trotz kleinerer Ernte zufrieden

Bernkastel-Kues (dpa/lrs) – Nach der der extremen Trockenheit im Sommer haben die Moselwinzer in diesem Herbst eine kleinere Ernte eingefahren. Die geschätzte Erntemenge liege bei rund 688.000 Hektolitern: Dies seien sieben Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, teilte der Verein Moselwein am Donnerstag in Bernkastel-Kues mit. Der im September einsetzende Regen sei für die an Mosel, Saar und Ruwer wichtigste Rebsorte Riesling zu spät gekommen. Dennoch seien die Winzer insgesamt zufrieden. Weiterlesen

Weinernte besser ausgefallen als zunächst erwartet

Bodenheim (dpa) – Nach ergiebigen Regenfällen im September ist die Weinernte in diesem Jahr besser ausgefallen als zum Auftakt der Lese erwartet. Das Deutsche Weininstitut (DWI) erwartet nach einer Schätzung vom Dienstag einen Mostertrag von bundesweit rund neun Millionen Hektoliter. Dies wären sechs Prozent mehr als 2021 und auch zwei Prozent über dem zehnjährigen Mittel.

Dazu trugen nach Angaben der DWI-Experten vor allem die Niederschläge im vergangenen Monat bei. «Sie haben die reifen Trauben nach dem extrem trockenen Sommer noch einmal prall werden lassen.» Für die Arbeit der Winzerinnen und Winzer bedeutete der Regen aber oftmals zusätzliche und erschwerte Arbeit in den Weinbergen. Weiterlesen

Experten beanstanden 2021 fast jeden elften Wein

Koblenz (dpa/lrs) – Vorsätzliche Täuschungen und versehentlich falsche Kennzeichnungen: Experten haben 2021 bei der Untersuchung von Weinen in Rheinland-Pfalz fast jede elfte Probe beanstandet. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz teilte am Mittwoch mit: «Um die Verbraucher und die redlich arbeitenden Winzer vor den schwarzen Schafen der Branche zu schützen, haben die Weinkontrolleure des LUA im vergangenen Jahr 4698 Kontrollen in Weinbaubetrieben durchgeführt.» Zusammen mit zusätzlichen Weinen aus Geschäften hätten Laborfachleute insgesamt 3881 Proben untersucht. 9,3 Prozent aller Proben seien beanstandet worden. Gründe dafür seien wohl Nachlässigkeit oder das komplexe Regelwerk, aber auch vorsätzliches Handeln von Produzenten gewesen. Weiterlesen

Weinlese im Bremer Weinberg am „Erdener Treppchen“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Fruchtbare Kooperation zwischen Mosel und Weser

„Unser Weinbau blickt auf eine lange Tradition zurück und hat nicht zuletzt an der Mosel eine einzigartige Kulturlandschaft geprägt, die eine ausgezeichnete Visitenkarte für unsere Weinkultur in Rheinland-Pfalz ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der diesjährigen Weinlese im Bremer Weinberg am „Erdener Treppchen“ in Erden an der Mosel. Weiterlesen

Weinlese in Deutschland zum größten Teil beendet

Mainz (dpa/lrs) – Rund sieben Wochen nach Beginn der Traubenlese ist die Ernte für den 2022er Wein zum größten Teil im Fass. «Riesling-Trauben hängen noch zum Teil an den Reben, auch Rotweinsorten wie Merlot und Cabernet – aber ansonsten ist alles durch», sagte der Präsident des Weinbauverbands im größten deutschen Anbaugebiet Rheinhessen, Ingo Steitz.

Weiter südlich ist die Ernte teilweise schon vollständig beendet. «Wir sind seit dem 29. September fertig», sagte der Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Weinbiet Manufaktur in Neustadt an der Weinstraße, Bastian Klohr. «Das ging ratzfatz. Wir haben früh angefangen und dann Gas gegeben.» Mit dem bisher absehbaren Ergebnis ist die Genossenschaft durchaus zufrieden: «Die Menge ist sicher unter den Erwartungen geblieben, aber die Qualität ist sehr gut.» Das sei deutlich zu erkennen bei Weinen, die schon fertig vergoren seien, sagte der Winzer. Weiterlesen

Katrin Lang aus Baden ist 74. Deutsche Weinkönigin!

Das Publikum hat entschieden. Das neue Weinmajestäten-Trio mit der 74. Deutschen Weinkönigin Katrin Lang aus Baden (Mitte) und den Deutschen Weinprinzessinnen Luise Böhme aus dem Weinanbaugebiet Saale-Unstrut (li) und Juliane Schäfer aus Rheinhessen (re)

Neustadt/Pfalz. In einer äußerst spannenden Wahlgala haben Jury und Zuschauer am 30. September Katrin Lang aus Baden zur 74. Deutschen Weinkönigin gewählt. Sie wird unterstützt von den beiden Deutschen Weinprinzessinnen Luise Böhme aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut und Juliane Schäfer aus Rheinhessen.

Nachdem die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule, die Entscheidung vor den über 700 Zuschauern in Neustadt an der Weinstraße verkündete, gab es im Saalbau kein Halten mehr.

Katrin Lang aus Erbringen in Baden und die beiden neu gewählten Weinprinzessinnen Luise Böhme aus Laucha aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut und Juliane Schäfer aus Flonheim in Rheinhessen waren sichtlich gerührt, als sie unter lautstarkem Applaus von ihren Vorgängerinnen gekrönt wurden. “Ich bin völlig überwältigt und kann mein Glück noch gar nicht richtig fassen“, jubelte die 23-jährige Katrin Lang. Die höchste deutsche Weinkrone geht damit zum zweiten Mal in Folge nach Baden.

Publikum entscheidet erstmals mit

Die Wahl der 74. Deutschen Weinkönigin haben in diesem Jahr erstmals auch alle Zuschauerinnen und Zuschauer mit entschieden. Das Publikum konnte aus dem Saalbau und vor den Bildschirmen online abstimmen. Zuvor hatte die 70-köpfige Jury drei Kandidatinnen nach mehreren spannenden Spielrunden aus den fünf Finalistinnen ausgewählt.

Die Winzerin und Oenologin Katrin Lang überzeugte schließlich mit ihrem ebenso souveränen wie sympathischen Auftreten, fundiertem Fachwissen und großer Redegewandtheit.

„Mit den neu gewählten Deutschen Majestäten haben wir ein starkes Team das unsere heimischen Weine weltweit überzeugend repräsentieren wird“, erklärte Reule. Auf die drei Weinfachfrauen warten in den nächsten zwölf Monaten nun über 300 Termine im In- und Ausland.

Aus Sicht der DWI-Chefin haben sich alle fünf Finalistinnen großartig auf der Bühne präsentiert und ihre Weinkompetenz überzeugend unter Beweis gestellt. „Es war sicherlich keine leichte Entscheidung für die Jury und das Publikum“, vermutete Reule. Sehr zufrieden zeigte sie sich auch mit dem Ablauf der Publikumsabstimmung, die von nun ab fester Bestandteil der Wahl zur Deutschen Weinkönigin sein wird.

Starke Bühnenpräsenz und authentisches Auftreten

Nachdem die Finalistinnen bereits in der Vorentscheidung ihre umfangreichen Weinkenntnisse unter Beweis gestellt hatten, ging es im finalen Teil der Wahl auch um ihre Persönlichkeit, Spontanität und Bühnenpräsenz. So mussten sie spontane Reden halten oder im Wettstreit mit dem Präsidenten der Deutschen Sommelierunion Peer Holm in kurzer Zeit möglichst viele Weinfachfragen beantworten. Kreativität war bei dem Spiel gefragt, das den „Montagsmalern“ nachempfunden wurde. Beim Zeichnen und Erkennen von Weinbegriffen dominierten die Finalistinnen souverän gegenüber den fünf Jungwinzern. Eine große Herausforderung für alle Kandidatinnen war auch in diesem Jahr wieder die verdeckte Weinprobe. Innerhalb von 30 Sekunden hatten alle drei Finalistinnen nicht nur die richtige Rebsorte, sondern auch das entsprechende Anbaugebiet richtig bestimmt.

Die letzten Aufgaben entscheiden

Nachdem die Jury in der Zwischenabstimmung gegen 22 Uhr das neue Weinmajestäten-Trio gewählt hatte, galt es für die Fachfrauen zum Schluss noch einmal, das Publikum durch eine persönliche Rede zu für sich zu gewinnen. Darin sollten sie erläutern, wem sie ihren Sieg widmen würden, wenn sie zur Deutschen Weinkönigin gewählt würden. Katrin Lang überzeugte hier vor allem durch ihre Natürlichkeit und mit viel Emotion.

SWR-Moderator Holger Wienpahl führte in bewährter Weise durch den Wahlabend, der durch drei Show-Acts bereichert wurde. Neben der prominenten Band Marquess begeisterten Chris Stark und die Varieté-Künstler der Familie Petrosyan sowie der Sänger und Schaupieler Oli P. das Publikum.

 

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