RBB-Intendantin Schlesinger tritt zurück

Berlin (dpa) – Angesichts zahlreicher Vorwürfe ist Patricia Schlesinger als RBB-Intendantin zurückgetreten. Der Rundfunkrat des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) berät am Montag in einer Sondersitzung, wie es in dem öffentlich-rechtlichen Sender weitergehen soll. Schlesinger hatte sich vor einigen Tagen bereits vom ARD-Vorsitz zurückgezogen, danach gab es Rufe nach einem Rücktritt auch als RBB-Chefin. Derzeit läuft eine externe Untersuchung der Vorwürfe.

Schlesinger war seit 2016 Intendantin des RBB, der im ARD-Senderverbund eine der kleineren Anstalten ist. Ihre zweite Amtszeit begann im vergangenen Jahr und hätte eigentlich fünf Jahre bis 2026 gedauert. Weiterlesen

Ausreise gefährdeter Afghanen kommt langsamer voran

Berlin (dpa) – Deutschland hat seit dem Abzug der Nato-Kräfte aus Afghanistan vor rund einem Jahr insgesamt 23.614 ehemaligen afghanischen Ortskräften und Familienangehörigen die Aufnahme zugesichert. Tatsächlich eingereist sind bisher 17.556, berichtete die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Das Bamf bestätigte die Zahlen.

Bei geplanten Ausreisen weiterer Menschen gibt es derzeit allerdings Probleme: Diese werden nach Angaben der Bundesregierung von den militant-islamistischen Taliban behindert. Weiterlesen

Neue Chancen für die deutsche Solarindustrie

Energie
Von Andreas Heimann, dpa

Berlin (dpa) – Nach dem Willen der Bundesregierung soll der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am gesamten Stromverbrauch bis 2030 von derzeit knapp unter 50 auf mindestens 80 Prozent steigen. Gebraucht werden dafür nicht nur deutlich mehr Windräder, sondern auch deutlich mehr Solaranlagen.

Die Frage ist: Wo sollen die herkommen? Wirtschaftsminister Robert Habeck hält ein Comeback der Solarindustrie in Deutschland für machbar. Weiterlesen

Bus mit polnischen Pilgern verunglückt in Kroatien

Zagreb/Warschau/Sofia (dpa) – Beim schweren Unfall eines Busses aus Polen sind am Samstagmorgen in Kroatien mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere Personen erlitten Verletzungen, berichtete das kroatische Fernsehen unter Berufung auf Polizei und Rettungskräfte.

Nach polnischen Angaben handelte es sich bei den Verunglückten um Mitglieder einer Pilgergruppe. Sie hatten sich auf dem Weg zum katholischen Wallfahrstort Medjugorje im Südwesten von Bosnien-Herzegowina befunden.

Das Unglück ereignete sich auf einer Autobahn 60 Kilometer nördlich von Zagreb. Der Bus hatte zuvor die ungarisch-kroatische Grenze passiert. Die Unfallursache war zunächst unklar. Die Behörden gingen davon aus, dass der Fahrer hinter dem Steuer eingeschlafen war, hieß es in dem Fernsehbericht. Weiterlesen

SPD-Chefin: Schröder handelt im eigenen Interesse

Berlin (dpa) Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken hat Altkanzler Gerhard Schröder für seine Äußerungen über eine angebliche Verhandlungsbereitschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Krieg scharf kritisiert. «Gerhard Schröder agiert nicht als Ex-Kanzler, sondern als Geschäftsmann, und so sollten wir seine Äußerungen auch interpretieren», sagte Esken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Mit allem, was er tut und sagt, handelt er im eigenen Interesse und in dem seiner Geschäftspartner.»

Schröder steht seit langem wegen seiner Nähe zu Putin und zur russischen Öl- und Gaswirtschaft in der Kritik. Auch nach der russischen Invasion in die Ukraine im Februar hat er sich nach Auffassung auch vieler SPD-Genossen nicht ausreichend von Russland distanziert. Weiterlesen

Hochschulrektorenkonferenz: 21.000 Ukrainer wollen studieren

Berlin (dpa) – Rund 21.000 ukrainische Schulabgänger und Studierende wollen eine Hochschule in Deutschland besuchen. Das sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit Blick auf das bis Juni geäußerte Studieninteresse.

Hinzu kämen noch 10.000 Studierende, die aus der Ukraine geflohen seien, jedoch keine ukrainische Staatsbürgerschaft haben. Vor Beginn des Kriegs galt die Ukraine als beliebter Studienort, gerade für junge Menschen aus ärmeren Ländern. Weiterlesen

Koksdeals mit Luxuskarren – Reality-Protagonist angeklagt

Aachen (dpa) – Koksverstecke in Luxussportwagen, europaweiter Handel im Tonnenbereich, eine Scheinfirma für «Südfrüchte aus Südamerika» – fünf Männer sollen an Kokaindeals im großen Stil beteiligt gewesen sein und sind nun am Landgericht Aachen angeklagt worden.

Der mutmaßliche Drahtzieher unter diesen Angeklagten: Jürgen Albers (60), bekannt unter anderem als Mallorca-Auswanderer in der Fernsehsendung «Goodbye Deutschland». Wie ein Sprecher des Landgerichts Aachen am Freitag mitteilte, wird den Männern Handeltreiben mit Betäubungsmitteln vorgeworfen – darauf steht eine Freiheitsstrafe von maximal 15 Jahren. Weiterlesen

Tod von Ärztin Kellermayr: Behörden ermitteln wieder

Wels (dpa) – Nach dem Tod der von Corona-Impfgegnern bedrohten Ärztin Lisa-Maria Kellermayr haben auch die österreichischen Behörden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Die «inländische Gerichtsbarkeit» sei nach dem Suizid der 36-jährigen Hausärztin wieder gegeben, sagte der leitende Staatsanwalt Christian Hubmer am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der «Oberösterreichischen Nachrichten». Man arbeite auf der Suche nach Verfassern von Morddrohungen in sozialen Medien nun mit den deutschen Anklagebehörden zusammen. Die Generalstaatsanwaltschaft München und die Staatsanwaltschaft Berlin ermitteln auch in dem Fall. Weiterlesen

Birgit Schrowange kämpft mit Quotenproblemen

Berlin (dpa) – Die TV-Rückkehrerin Birgit Schrowange (64) kämpft auch bei ihrer neuen Sendung auf Sat.1 mit Quotenproblemen. Die Reportagereihe «Unser Mallorca – mit Birgit Schrowange» schalteten am Donnerstag ab 20.15 Uhr gerade einmal 620.000 Menschen (2,9 Prozent) ein.

Jedoch muss man zur Einordnung wissen, dass zumindest die absoluten Zuschauerzahlen in dieser Woche bei allen Fernsehsendern etwas niedriger liegen, da in sämtlichen Bundesländern Sommerferien sind. Bereits im Juni hatte sich aber ihre Reihe «Birgits starke Frauen» sehr schwer getan. Ende 2019 hatte sich die bekannte TV-Moderatorin nach 25 Jahren von der RTL-Sendung «Extra» verabschiedet, kürzlich dann aber ein Bildschirm-Comeback bei Sat.1 bekanntgegeben. Weiterlesen

Explosion in Lebach: Keine Verletzten

Lebach (dpa/lrs) – In einem Wohn- und Geschäftshaus im saarländischen Lebach hat es eine Explosion gegeben. Aus bislang unbekannten Gründen sei am Donnerstagabend ein Brand entstanden, der wiederum eine Druckwelle ausgelöst habe, teilte die Polizei am Freitag mit. Zwei Schaufensterscheiben zerbarsten demnach durch die Explosion, Glassplitter seien bis zu zehn Meter weit geflogen. Verletzt wurde bei der Detonation niemand. Eine Schadenshöhe konnten die Ermittler zunächst nicht nennen. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

RBB-Intendantin weiter unter Druck

Berlin (dpa) – Auch nach ihrem Rückzug vom ARD-Vorsitz steht RBB-Intendantin Patricia Schlesinger weiter unter Druck. Der Vorsitzende des Hauptausschusses im Brandenburger Landtag, Daniel Keller, fordert eine sofortige Klärung der Vorwürfe gegen die Chefin des öffentlich-rechtlichen Senders. «Jetzt ist es notwendig, dass der RBB unverzüglich mit absoluter Transparenz die Sachverhalte aufklärt», sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur.

Den Rückzug Schlesingers vom ARD-Vorsitz bezeichnete er als notwendigen Schritt, um weiteren Schaden vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk und der ARD abzuwenden. Wenn schon absehbar sei, dass ein Fehlverhalten vorliege, müsse die Intendantin bereits jetzt auch beim RBB Konsequenzen ziehen. Auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) dringt auf eine lückenlose Aufklärung. Weiterlesen

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