Trotz 9-Euro-Ticket: Auto bleibt selten stehen

Verkehr
Von Matthias Arnold und Christof Rührmair, dpa

 Berlin/München (dpa) – Entlastung der Verbraucher, Beitrag zur Verkehrswende, Image-Booster für Busse und Bahnen: Die Erwartungen an das 9-Euro-Ticket im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind riesig.

Etwas mehr als zwei Monate nach dem Start des bundesweit gültigen Tickets wertet Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) das Projekt bereits als Erfolg. Dabei läuft die wissenschaftliche Auswertung noch. Und erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Sonderfahrkarte zwar durchaus Wirkung zeigt, aber kaum alle Hoffnungen und Ziele erfüllen kann. Weiterlesen

Kritik an Lindners Äußerung zu «Gratismentalität»

Berlin (dpa) – Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands hat in der Diskussion um das 9-Euro-Ticket Finanzminister Christian Lindner (FDP) kritisiert. «Menschen wissen nicht, wie sie über den Monat kommen sollen, Menschen sind verzweifelt, und dann von „Gratismentalität“ zu sprechen, ist eine Frechheit», sagte Ulrich Schneider am Montag in der Sendung «Frühstart» von RTL/ntv. Weiterlesen

9-Euro-Ticket-Nachfolger: Lindner sieht keine Finanzmittel

Berlin (dpa) – Gut drei Wochen vor dem Auslaufen des günstigen 9-Euro-Tickets ringen Bund und Länder über ein mögliches Folgeangebot des Billig-Fahrscheins. Besonders umstritten ist nach wie vor die Finanzierung einer Anschluss-Lösung. Bayern pocht darauf, dass der Bund allein die Kosten für das Nachfolgeangebot im Nah- und Regionalverkehr übernimmt. Andere Länder signalisierten die Bereitschaft zur Mitfinanzierung. Finanzminister Christian Lindner sieht aber keinen Spielraum für zusätzliche Mittel des Bundes. Weiterlesen

Wer finanziert die 9-Euro-Ticket-Nachfolge?

Berlin (dpa) – Gut drei Wochen vor dem Auslaufen des günstigen 9-Euro-Tickets ist zwischen Bund und Ländern eine Debatte über die Kostenteilung für einen möglichen Nachfolger des Billig-Fahrscheins entbrannt. Bayern pocht darauf, dass der Bund allein die Kosten für ein Nachfolgeangebot im Nah- und Regionalverkehr übernimmt. Andere Länder signalisierten dagegen die Bereitschaft zur Mitfinanzierung.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag, «in dieser außergewöhnlichen Situation muss der Bund für weitere Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger sorgen – und zwar ausschließlich der Bund». Schließlich zahlten die Länder bereits für etliche Entlastungsmaßnahmen des Bundes mit, «obwohl sie diese nicht angestoßen haben». Weiterlesen

Bahn-Pünktlichkeit im Fernverkehr erneut unter 60 Prozent

Berlin (dpa) – Wer im Juli mit der Deutschen Bahn unterwegs gewesen ist, hat erneut starke Nerven gebraucht: Zum zweiten Mal in Folge waren im vergangenen Monat weniger als 60 Prozent der Fernzüge pünktlich unterwegs, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Lediglich 59,9 Prozent der Fahrten kamen demnach zur vorgesehenen Zeit ans Ziel. Im Vormonat war mit 58 Prozent der schlechteste Wert seit 2010 erreicht worden. Damit ist der deutliche Abwärtstrend seit Jahresbeginn zwar vorerst gestoppt. Vom einst ausgerufenen und längst kassierten Pünktlichkeitsziel von durchschnittlich 80 Prozent im laufenden Jahr ist das Unternehmen aber weit entfernt. Weiterlesen

Bahn: Deutlich mehr Fahrgäste im Nahverkehr

Wiesbaden (dpa) – Im zweiten Quartal dieses Jahres ist die Zahl der Fahrgäste im Eisenbahnnahverkehr deutlich gestiegen. Lockerungen der Corona-Maßnahmen sowie das im Juni eingeführte 9-Euro-Ticket ließen die Zahl der Fahrgäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74 Prozent steigen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag auf Basis automatisch erhobener Nutzerdaten der Verkehrsunternehmen berichtete. Auch im Vergleich zum Jahresauftaktquartal ist die Zahl der Fahrgäste um 46 Prozent gewachsen. Weiterlesen

Zug kracht an Bahnübergang in Lkw – Fahrer stirbt

Rastede (dpa) – Ein Lasterfahrer ist bei einem Unfall mit einer Bahn in Rastede im Landkreis Ammerland gestorben. Der Zug habe den Lkw am Mittwochmittag an einem Bahnübergang erfasst, sagte ein Polizeisprecher.

Der 52 Jahre alte Lkw-Fahrer sei durch die Wucht des Aufpralls aus seinem Fahrzeug geschleudert worden. Trotz mehrerer Wiederbelebungsversuche starb der Mann noch an der Unfallstelle. Der Zug, bei dem es sich nach Angaben der Deutschen Bahn um eine NordWestBahn handelte, kam erst rund 200 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stillstand. Im Zug befanden sich nach Angaben der Feuerwehr rund 200 Fahrgäste. Etwa 50 von ihnen erlitten einen Schock. Sie wurden vor Ort versorgt. Weiterlesen

Wiederbelebung alter Bahnstrecken lohnt sich vielerorts

Berlin (dpa) – Die Wiederbelebung stillgelegter Bahnstrecken lohnt sich einer Studie zufolge in vielen ländlichen Regionen Deutschlands.

Die Hürden etwa für eine Genehmigung seien aber hoch, fand ein Forscherteam im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) heraus. Zu häufig werde nur mit dem direkten finanziellen Nutzen argumentiert, während die Effekte auf Bevölkerungsentwicklung, Umwelt und Gesellschaft unberücksichtigt blieben.

Der Studie zufolge, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, könnten mehr als drei Millionen Menschen durch die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken eine bessere Verbindung ins nächstgelegene regionale Zentrum bekommen. Positive Effekte gäbe es auf Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und Gesellschaft. Weiterlesen

Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Mainz und Alzey

Mainz (dpa/lrs) – Bahnreisende zwischen Mainz und Alzey müssen sich wegen Arbeiten an der Strecke bis mindestens Freitag auf Beeinträchtigungen einstellen. Während die Linie RE13 zunächst ganz ausfällt, fahren Züge der Linie RB31 im Stundentakt, wie eine Sprecherin des Verkehrsunternehmens Vlexx am Mittwoch mitteilte. In einzelnen Abschnitten werde die Geschwindigkeit der Züge sicherheitshalber reduziert, wodurch es zu Verspätungen komme. Es gibt den Angaben zufolge einen Bus-Notverkehr. Weiterlesen

Wissing: Studie zu Alternativtrasse liegt bald vor

Mainz (dpa) – Die seit längerem erwartete Machbarkeitsstudie für eine Alternativtrasse für Güterzüge im bahnlärmgeplagten Mittelrheintal soll nach Angaben von Bundesverkehrsminister Volker Wissing in Kürze vorliegen. «Die Studie soll noch im Sommer – Mitte August – den Ländern überstellt werden und im Anschluss auch veröffentlicht werden», sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Nach Auskunft seines Ministeriums steht die Arbeit an der Untersuchung vor dem Abschluss. Es geht um die Frage, ob der Bau eines gut 100 Kilometer langen Tunnelsystems durch Westerwald und Taunus für Güterzüge zur Entlastung des Welterbes Oberes Mittelrheintal realistisch ist. Und falls ja, bis wann. Weiterlesen

Künftig verbessertes Zugangebot im Korridor Mosel/Luxemburg

Koblenz (dpa/lrs) – Das Zugfahren für Reisende im Korridor Mosel/Luxemburg soll nach einem neuen Vergabeverfahren in Zukunft attraktiver werden. Das teilte am Dienstag der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord in Koblenz mit. So sollen künftig etwa 30 Fahrräder pro Fahrzeug transportiert werden können, zudem soll es größere Sitzabstände und Wlan geben. Weiterlesen

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