Berliner Initiative fordert Enteignung von Energiekonzernen

Berlin (dpa) – Die Initiative «Deutsche Wohnen & Co. enteignen» in Berlin fordert nun auch die Vergesellschaftung von Energiekonzernen. Während der Senat die schnelle Umsetzung des Volksentscheids über eine Enteignung großer Wohnungsunternehmen blockiere, belaste die Energiekrise Mieterinnen und Mieter zusätzlich, teilte die Initiative am Montag mit. Auf den Tag genau vor einem Jahr war sie mit dem von ihr angestoßenen Volksentscheid zu Enteignungen in der Wohnungsbranche in Berlin erfolgreich. Bei der Abstimmung parallel zur Abgeordnetenhauswahl votierten gut 59 Prozent der Wählerinnen und Wähler dafür. «Auch Energiekonzerne müssen vergesellschaftet werden», so Initiativensprecher Kalle Kunkel. Weiterlesen

Hasso Plattner eröffnet neues Minsk-Kunsthaus

Potsdam (dpa) – DDR-Kunst im ehemaligen Terrassenrestaurant: Nach zwei Jahren Umbauzeit ist am Samstag das neue Kunsthaus «Das Minsk» von der Stiftung des Kunstmäzens und Unternehmers Hasso Plattner eröffnet worden.

Werke aus der ehemaligen DDR, die Teil der Kunstsammlung Hasso Plattner sind, werden dort ebenso gezeigt wie Gegenwartskunst. Die 3200 Einlasstickets für das Eröffnungswochenende waren schnell vergriffen. Weiterlesen

Bund und Länder: 400.000 neue Wohnungen bleiben das Ziel

Stuttgart (dpa) – Trotz dunkler Vorzeichen in der Baubranche wollen Bund und Länder am Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr festhalten. «Das Ziel ist das Ziel. Und das Ziel ist ja keine politische Erfindung, sondern abgeleitet vom Bedarf», sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) am Freitag nach der zweitägigen Bauministerkonferenz in Stuttgart. Zuvor hatten Vertreter von Industrie und Gewerkschaften Zweifel an den Plänen angemeldet.

Es sei klar, dass es mit dem Fachkräftemangel, steigenden Zinsen und den Materialengpässen nicht einfacher werde, sagte Geywitz weiter. Die Anstrengungen müssten nun intensiviert werden. Während es zuletzt zwar deutlich weniger Bauanträge für Einfamilienhäuser gegeben habe, sei aber auch ein Anstieg der Anträge bei Mehrfamilienhäusern verzeichnet worden. Dazu komme ein Bauüberhang von 847.000 Wohnungen – das sind Wohnungen, die genehmigt, aber noch nicht fertig sind. Weiterlesen

Baumarktbetreiber Hornbach gestaltet Arbeitszeit flexibler

Bornheim (dpa) – Der Baumarktbetreiber Hornbach lässt seinen Beschäftigten künftig mehr Freiheit bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit. «Zum kommenden Kalenderjahr können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland die eigene Arbeitszeit reduzieren, umverteilen oder aufstocken», teilte das Unternehmen in Bornheim (Pfalz) am Donnerstag mit. Das Mitglied der Geschäftsleitung, Jochen Braun, sprach von einer «Arbeitszeit nach Maß», die es den Beschäftigten ermögliche, berufliche Rahmenbedingungen mit ihrer jeweiligen Situation in Einklang zu bringen.

Dem Unternehmen zufolge umfasst das Modell mehrere Bausteine. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Arbeitszeit reduzieren, indem sie zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld in bis zu 20 zusätzliche Tage Freizeit für das Kalenderjahr umwandeln. Sie können zudem befristet oder unbefristet in Teilzeit arbeiten. Auf Wunsch könne die jährliche Gehaltserhöhung eingesetzt werden, schrittweise die Stundenzahl zu reduzieren, hieß es. Weiterlesen

Gericht: Dorfmusikanten dürfen nicht im Wohngebiet bauen

Neustadt (dpa/lrs) – Ein Gericht hat den Dorfmusikanten von Lingenfeld im Kreis Germersheim den Bau ihres Vereinsheims in einem Wohngebiet verboten. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die Fenster und Türen während der Proben geschlossen gehalten würden, teilte das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße am Montag seine Urteile mit (Az. 4 K 1122/21.NW, 4 K 1123/21.NW, 4 K 1124/21.NW). Zudem sei es den Musikern auch nicht zumutbar, im Sommer bei Außentemperaturen von über 30 Grad mit bis zu 52 Menschen in einem knapp 100 Quadratmeter großen Raum ohne Sauerstoffversorgung Blasinstrumente zu spielen. Die bereits erteilte Baugenehmigung sei daher rechtswidrig. Weiterlesen

Kanzleramts-Bau wird 177 Millionen Euro teurer als geplant

Erweiterung
Von Michael Fischer, dpa

Berlin (dpa) – Der geplante Erweiterungsbau des Kanzleramts wird nach einer neuen Schätzung etwa 177 Millionen Euro mehr kosten als ursprünglich geplant. Nach Angaben aus Regierungskreisen vom Donnerstag werden für den Sandsteinbau mit etwa 400 Büros inzwischen 777 Millionen Euro inklusive einer «Risikovorsorge» für weitere Kostensteigerungen veranschlagt. Bei der Entscheidung für den Neubau 2019 seien es noch 600 Millionen Euro gewesen.

Damit wird der Neubau deutlich teurer als das eigentliche Kanzleramtsgebäude, das 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bezogen wurde. Im Bundeshaushalt waren damals ursprünglich 398,5 Millionen Mark veranschlagt worden, die tatsächlichen Kosten betrugen dann 513 Millionen Mark. Dies entspricht nach Regierungsangaben 542,9 Millionen Euro hochgerechnet auf den Preisstand Anfang 2022. Weiterlesen

Architekten wollen Sanierung von Gebäuden vor Neubau stellen

Mainz (dpa/lrs) – Die Architekten in Rheinland-Pfalz haben sich vorgenommen, den weiteren Flächenverbrauch so gering wie möglich zu halten. «Kluge Sanierung muss vor dem Neubau stehen, das ist das Gebot der Stunde», sagte der Präsident der Landesarchitektenkammer, Jochen Rind, am Mittwoch bei einem politischen Sommerfest der Kammer in Mainz. «In Kreisläufen denken, in Kreisläufen arbeiten, Müll vermeiden, das sagt sich leicht, aber wir müssen da ran gehen.» Weiterlesen

Wohnungsbau zunehmend unter Druck: Verband schlägt Alarm

Frankfurt/Main (dpa) – Stark steigende Baukosten, höhere Zinsen für Immobilienkredite und schlechtere Fördermöglichkeiten stellen dem Wohnungsverband BFW zufolge auch in Hessen und Rheinland-Pfalz immer mehr Bauprojekte in Frage. «Unsere Mitglieder stellen fest, dass deutlich mehr Kunden ihre Notartermine absagen müssen, weil die Banken ihren Haus- oder Wohnungskauf nicht mehr finanzieren», sagte Gerald Lipka, Geschäftsführer des Landesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland (BFW), am Dienstag. Bauprojekte würden immer öfter verworfen. Weiterlesen

Höhere Zinsen, teures Material – Viele Bauherren geben auf

Bau
Von Alexander Sturm, dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Kurzfristig abgesagte Grundsteinlegungen für Bauprojekte, geplante Mietwohnungen, die sich plötzlich nicht mehr rechnen oder Hausbauer, die wegen rapider Kostensteigerungen aufgeben müssen: Die neuen Zeiten am Immobilienmarkt machen sich in der deutschen Baubranche bemerkbar. Höhere Zinsen für Kredite, gestoppte Fördergelder des Bundes und teures Material belasten Bauherren schwer. Zwar sehen Experten etwas Besserung, doch das dürfte dauern. Weiterlesen

Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke ist 125 Jahre alt

Solingen (dpa) – Die Jubiläumsfeier für Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke hat begonnen. Die «Müngstener Brücke» zwischen Remscheid und Solingen in Nordrhein-Westfalen ist vor 125 Jahren in Betrieb genommen worden. Sie ist 107 Meter hoch und 465 Meter lang.

Die Brücke gilt als Meisterwerk der Stahlbaukunst zum Ende des 19.Jahrhunderts, Denkmal von nationaler Bedeutung und Deutschlands Antwort auf den Pariser Eiffelturm.

Derzeit läuft ein neuer Versuch, das Bauwerk – diesmal gemeinsam mit fünf weiteren Großbogenbrücken in Portugal, Italien und Frankreich – auf die Unesco-Welterbeliste zu setzen. Weiterlesen

Immobilien: Paris und München für Käufer am teuersten

München (dpa) – Die Mieten und Immobilienpreise in Deutschland werden nach Einschätzung der Unternehmensberatung Deloitte auch nächstes Jahr weiter steigen. Für Käufer sei München inzwischen die zweitteuerste Stadt in Europa, nach Paris und vor London. Laut Deloitte ist die «Neubautätigkeit in Deutschland weiterhin eher unterdurchschnittlich im europäischen Vergleich».

Für die am Freitag veröffentlichte Branchenstudie hatten die Experten die Daten aus 68 ausgewählten Großstädten in 23 europäischen Ländern verglichen. Real Estate Leader Michael Müller sagte, europaweit seien die Preise für Bauleistungen gestiegen. Gestörte Lieferketten und knappes Baumaterial erhöhten die Risiken in der Planung und Abwicklung von Bauvorhaben. Personalmangel und die allgemeine Inflation trieben die Baupreise weiter. Steigende Zinsen könnten die Nachfrage und den Preisanstieg aber bremsen. Weiterlesen

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