Als Müller Rot sah: Franzose Turpin pfeift Bayern gegen Man City

Der Franzose Clément Turpin wird das Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Manchester City leiten. Für den 40 Jahre alten Schiedsrichter ist das Viertelfinal-Rückspiel an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in der Allianz Arena schon die achte Königsklassenpartie mit Beteiligung des FC Bayern. Positiv für den deutschen Fußball-Rekordmeister: Es gab bei fünf Siegen noch keine Niederlage, wenn Turpin pfiff. In dieser Saison gab es zum Start der Gruppenphase ein 2:0 der Münchner bei Inter Mailand. Weiterlesen

Fußball-Feiertag am Betzenberg: «Alle zufrieden» beim FCK

Florian Reis, dpa

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Der große Fußball-Feiertag, den die Profis des 1. FC Kaiserslautern am Abend gegen den Hamburger SV krönten, begann in der Pfalz schon in den Mittagsstunden. Tausende Fans versammelten sich in der Stadt, der Fanmarsch zum Fritz-Walter-Stadion war beeindruckend. In Kaiserslautern herrschte nach einigen schwierigen Jahren und vielen Krisen mal wieder Bundesliga-Feeling.

«Was vor dem Spiel in der Stadt los war, haben wir natürlich über die sozialen Medien mitbekommen. Es war ein ganz besonderer Abend, in einer besonderen Atmosphäre. Daran denkst du nach dem Karriereende noch zurück», sagte Kaiserslauterns Torwart Andreas Luthe nach dem Spiel. Im Mittelpunkt stand natürlich das 2:0 (0:0) gegen den Aufstiegsanwärter aus Hamburg, das Terrence Boyd (71. Minute) und Aaron Opoku (85.) in der Schlussphase herausschossen.

Zum Anpfiff begrüßten die FCK-Anhänger im mit 49 327 Zuschauern ausverkauften Fritz-Walter-Stadion ihr Team einer großen Choreographie über zwei Tribünen. Geehrt wurden unter anderen die Vereinslegenden Horst Eckel und Fritz Walter. «Die Choreographie unserer Fans war Weltklasse. Dann die Stimmung im Stadion. Beide Fanlager haben dazu beigetragen», sagte FCK-Trainer Dirk Schuster, der begeistert von diesem Fußballabend war.

Angetrieben von der Atmosphäre bot seine Mannschaft dann die beste Rückrundenleistung. Der 55-Jährige hatte sich taktisch etwas einfallen lassen, Top-Torjäger Boyd zum ersten Mal in dieser Saison auf die Bank gesetzt und im Angriff die Dreierreihe Kenny Prince Redondo, Ben Zolinski und Nicolas de Préville aufgeboten. Nach der Pause bewies Schuster dann ein glückliches Händchen.

Boyd war sechs Minuten im Spiel, als er nach Vorlage von Kapitän Jean Zimmer zum 1:0 traf und so noch mehr Euphorie freisetzte. «Der Trainer hatte mir schon vorher gesagt, dass ich heute nicht von Anfang an spiele. Das akzeptierst und respektierst du. Ich bin ja keine 17 mehr. Da brauchst du nicht schmollen und die Welt geht nicht unter. Dann geht es darum, wie du das kanalisiert und wie du die Wut im Bauch auf den Platz mitnimmst», sagte Boyd nach dem Schlusspfiff zu seinen Gedanken. «Und dann hatte ich heute vielleicht auch mehr Gierigkeit und Galligkeit, die ich letzte Woche nicht hatte. Und ich hatte auch wieder Glück, dann gehen die Dinger wieder rein.»

Noch schneller als Boyd schoss in der Schlussphase Opoku, der im vergangenen Sommer aus Hamburg nach Kaiserslautern gewechselt war, den Ball ins gegnerische Tor. Nur 32 Sekunden nach seiner Einwechslung vollendete der 24-Jährige mit seinem ersten Ballkontakt einen Konter zur Entscheidung. «Kann man so machen, würde ich sagen», sagte Opoku schmunzelnd. «Der Fußball schreibt jede Woche seine eigene Geschichte. Ich kann es nicht wirklich in Worte fassen, was das für ein Gefühl ist. Wer heute im Stadion war, hat gesehen, was mit diesem unglaublichen Support hier möglich ist.»

Trotz des großartigen Abends für die Roten Teufel dachte Trainer Schuster bereits an das nächste Spiel. Am kommenden Sonntag geht es zu Abstiegskandidat SSV Jahn Regensburg. «Alle, die sich mit dem FCK identifizieren, können zufrieden nach Hause gehen. Wir werden trotzdem weiter hart arbeiten, um in Regensburg nächste Woche die Messlatte zu erreichen, die wir heute im körperlichen Bereich gelegt haben», sagte der Coach.

Weiterlesen

Polizei kontrolliert Gladbach-Fans auf Anreise: Kritik

Ginsheim-Gustavsburg (dpa) – Vor dem Bundesligaspiel von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach in Frankfurt sind Fans der Gäste im Bahnhof Mainz-Gustavsburg von der Polizei kontrolliert worden. Seit etwa 16.30 Uhr stellten die Beamten die Identität einiger Fans aus einem Zug in Richtung Frankfurt fest, wie der Sprecher der Bundespolizeidirektion Koblenz, der vor Ort am Einsatz beteiligt war, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die «Fanhilfe Mönchengladbach» kritisierte die Maßnahmen in den sozialen Medien.

Grund für die polizeilichen Maßnahmen sei ein Vorfall im Bonner Raum, bei dem die Polizei aufgrund von schwerer Körperverletzung, Körperverletzung und Landfriedensbruch ermittele. Weitere Details zu diesem Vorfall gab die Bundespolizei zunächst nicht bekannt.
Fans der Gladbacher, die erst in Mainz in den Zug gestiegen waren, und andere Reisende wurden den Angaben zufolge «vor Ort entlassen». Fans, die vorher zugestiegen seien, seien «auf gefährliche Gegenstände hin abgetastet» worden, erklärte der Sprecher. Weiterlesen

Ärger über nicht genehmigte Kölner Choreo

Köln (dpa) – Der 1. FC Köln hat eine Choreografie seiner Fans vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FSV Mainz 05 kritisiert. Diese sei nicht genehmigt gewesen, sagte Geschäftsführer Christian Keller am Samstag nach dem 1:1. «Das Motiv der Choreo war eigentlich pillepalle. Aber in Verbindung mit den Vorfällen in Nizza, die vielen noch im Hinterkopf sind, war sie unpassend. Deshalb haben wir sie nicht genehmigt. Alles was nicht genehmigt ist, gehört auch nicht ins Stadion.» Weiterlesen

Vorsprung schmilzt: Elversberg verliert 0:1 in Osnabrück

Osnabrück (dpa/lrs) – Fußball-Drittligist SV Elversberg hat einen kleinen Rückschlag im Aufstiegskampf erlitten. Die Saarländer verloren am Samstag beim VfL Osnabrück mit 0:1 (0:0) und verpassten es, sich noch weiter an der Tabellenspitze abzusetzen. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Wehen Wiesbaden beträgt bei einem Spiel weniger nur noch vier Punkte. Ba-Muaka Simakala erzielte in der 79. Minute den Siegtreffer für die nun wieder im Aufstiegskampf mitmischenden Hausherren. Weiterlesen

Topspiele für Saarland-Clubs in der 3. Liga

Saarbrücken/Osnabrück (dpa/lrs) – Der 1. FC Saarbrücken kann im direkten Duell an Dynamo Dresden vorbeiziehen, die SV Elversberg einen riesigen Schritt in Richtung Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga machen: Für die beiden Drittligisten aus dem Saarland stehen an diesem Wochenende wegweisende Partien auf dem Programm. Der FCS eröffnet am Freitagabend (19.00 Uhr) den 32. Spieltag mit einem Heimspiel gegen Dresden. Das Stadion ist bereits ausverkauft, es werden mehr als 15.000 Zuschauer erwartet. Weiterlesen

«Mannschaft brennt»: Kaiserslautern freut sich auf den HSV

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Sieben Spieltage vor Saisonende wartet auf Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern noch einmal ein ganz großes Highlight. Die Pfälzer empfangen am Samstag (20.30 Uhr/Sky/Sport1) im mit 49.327 Zuschauern seit Wochen ausverkauften Fritz-Walter-Stadion Aufstiegsaspirant Hamburger SV. «Bei uns herrscht eine große Vorfreude auf das Spiel. Die Mannschaft brennt. Es ist etwas Außergewöhnliches, wenn mit dem HSV ein gefühlter Bundesligist zur Prime Time hierherkommt und die Hütte ausverkauft ist», sagte FCK-Trainer Dirk Schuster am Donnerstag. «Ich glaube, dass der HSV hier hochkonzentriert auftreten wird. Wir sind aber gewillt, ihnen am Samstag einen heißen Tanz zu bieten.» Weiterlesen

Mainzer «Puzzle» für Svensson: Ingvartsen droht Ausfall

Mainz (dpa) – Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 muss am Wochenende um einen Einsatz von Offensivspieler Marcus Ingvartsen bangen. «Personell hat Marcus nicht trainieren können, es gibt aber schon Hoffnung. Er ist selbst sehr positiv. Er hat sich eine leichte Zerrung geholt im Spiel gegen Bremen. Es ist seit dem Spiel schon besser geworden. Sonst sind alle dabei», sagte Cheftrainer Bo Svensson in der Pressekonferenz am Donnerstag. Die Rheinhessen gastieren am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum 28. Bundesliga-Spieltag beim 1. FC Köln. Weiterlesen

Brasilien tanzt DFB-Frauen aus: 1:2 im WM-Test

Ulrike John, dpa

Die Fußball-Welt schläft nicht: Das deutsche Frauen-Nationalteam bekommt gegen Brasilien deutlich zu spüren, dass die Konkurrenz im Sommer bei der WM gewachsen ist.

Die deutschen Fußballerinnen schauten sich beim Abklatschen recht ratlos an. 100 Tage vor dem WM-Anpfiff hat die DFB-Auswahl gegen Brasilien eine ernüchternde Lehrstunde erlebt. Die Vize-Europameisterinnen verloren am Dienstagabend in Nürnberg gegen die Südamerika-Meisterinnen hochverdient mit 1:2 (0:2). Vor 32 587 Zuschauern trafen Tamires (11. Minute) und Ari Borges (37.) für die deutlich spielfreudigere Seleção. Jule Brand (90.+2) erzielte spät den deutschen Treffer – zu spät.

«Wenn wir so spielen, kommen wir bei der WM nicht weit», sagte Lena Oberdorf nach der Partie, in der die in der 64. Minute eingewechselte Mittelfeldspielerin Melanie Leupolz nur ein halbes Jahr nach der Geburt ihres Sohnes ihr DFB-Comeback gefeiert hatte. Vor der Partie im Max-Morlock-Stadion war die frühere Ex-Kapitänin Dzsenifer Marozsan verabschiedet worden.

Die Spielmacherin von Olympique Lyon, die vor dem Anpfiff mit glänzenden Augen dem Publikum winkte, bestritt als Joker ihr 112. und letztes Länderspiel. Nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr ist das Knie der 30-Jährigen nicht mehr so belastbar, deshalb hatte sie ihren Rücktritt aus dem Nationalteam angekündigt.

Die 28 Jahre alte Leupolz vom FC Chelsea ist neben der heutigen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und Torhüterin Almuth Schult eine der wenigen aktiven Mütter in der Historie des deutschen Teams. Beim drittletzten Test vor der Weltmeisterschaft vom 20. Juli bis 20. August in Australien und Neuseeland, wo Deutschland in der Vorrunde auf Marokko, Kolumbien und Südkorea trifft, hatten die Gastgeberinnen von Beginn an große Mühe mit den flinken und ballsicheren Brasilianerinnen der schwedischen Trainerin Pia Sundhage.

Torhüterin Ann-Katrin Berger, die für Stammkeeperin Merle Frohms (Rückenprobleme) spielte, war beim 0:1 nicht nur machtlos, sondern musste sich auch noch länger behandeln lassen, weil sie in Gabi Nunes gerauscht war. Abwehrspielerin Sara Doorsoun hatte sich zuvor bei einem Steilpass verschätzt – Tamires drehte jubelnd ab. Beim 2:0 nach einer kurzen Ecke durch Ari Borges sah Berger ziemlich schlecht aus, als der Ball an allen vorbei ins Netz segelte. Danach führten die Brasilianerinnen, die bei der WM deutscher Achtelfinalgegner sein können, schon ein Tänzchen auf.

Vier Tage nach dem schmeichelhaften 1:0 in den Niederlanden musste Spielführerin Alexandra Popp zur Pause angeschlagen in der Kabine bleiben. Für die Wolfsburgerin kam die Münchnerin Sydney Lohmann. Auch mit der Zweikampfhärte und Athletik der Brasilianerinnen tat sich das Gastgeber-Team weiter schwer. Und nach vorne ging ganz wenig. Auch Lea Schüller vom FC Bayern, Deutschlands Fußballerin des Jahres, wurde kaum in Szene gesetzt.

Leupolz spielte nach ihrem Nasenbeinbruch in der Champions League mit einer Gesichtsmaske, sie konnte aber ebenso wenig wie Marozsan dem Spiel noch eine Wende geben. Der Schuss von Lohmann (84.) war eine der bis dahin wenigen gefährlichen Szenen. Brand staubte in der Nachspielzeit ab.

Die DFB-Auswahl trifft sich das nächste Mal am 20. Juni bei der ersten von zweien WM-Vorbereitungen in Herzogenaurach, geplant sind zwei Heim-Testspiele. Bis dahin hat Voss-Tecklenburg noch so einiges aufzuarbeiten.

Weiterlesen

Gute WM-Aussichten: Melanie Leupolz gibt als Mutter Comeback

Mittelfeldspielerin Melanie Leupolz hat ein halbes Jahr nach der Geburt ihres Sohnes ihr Comeback im deutschen Fußball-Nationalteam – und jetzt gute Aussichten auf eine WM-Nominierung. Die 28-Jährige vom FC Chelsea wurde am Dienstagabend in Nürnberg gegen Brasilien (1:2) in der 64. Minute eingewechselt – nach ihrem Nasenbeinbruch noch mit Maske.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg selbst war einst als Mutter im DFB-Team aktiv, inzwischen hat ihre Tochter Dina sie zur Oma gemacht. Torhüterin Almuth Schult (früher VfL Wolfsburg) gehörte im vergangenen Jahr als Zwillingsmutter zum EM-Kader und ist inzwischen wieder schwanger. Weiterlesen

Lierhaus zurück im Free-TV und beim DFB-Team

Köln (dpa) – Monica Lierhaus wird bei ihrem Comeback im Free-TV bei RTL auch von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft berichten.

Laut einer Mitteilung des Senders wird die 52-Jährige im Juni als Reporterin bei der Übertragung eines Länderspiels neben Moderator Florian König dabei sein. Gegner des DFB-Teams, der Ort und der genaue Zeitpunkt stehen offiziell noch nicht fest.

Einen weiteren großen Einsatz für RTL hat die Hamburgerin bei den Special Olympics in Berlin vom 17. bis 25. Juni. RTL ist Medienpartner der inklusiven Sportveranstaltung. Lierhaus wird RTL darüber hinaus auch als Inklusionsberaterin zur Verfügung stehen. Ihr Comeback hatte RTL-News-Geschäftsführer Stephan Schmitter im März in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» angekündigt. Weiterlesen

Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Eifelzeitung E-Paper Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen