Wie Kampfjets der Ukraine helfen würden

Von Carsten Hoffmann, Andreas Stein und Ulf Mauder, dpa

Moskau/Berlin (dpa) – Für die Befreiung ihrer von Russland besetzten Gebiete setzt die Ukraine nicht nur auf Kampfpanzer aus Deutschland, den USA und anderen Staaten. Zur Unterstützung einer geplanten Offensive fordert sie auch Kampfjets vom Westen. Für Russland würde das, wie es in Moskau heißt, «nichts Gutes» bedeuten. Zu den möglichen Lieferungen einige Fragen und Antworten:

Welche Typen von Kampfflugzeugen will die Ukraine?

Die Ukraine hat im Gegensatz zu der klaren Forderung bei Kampfpanzern keine einheitliche Linie, wenn es um die Kampfjets geht. Vizeaußenminister Andrij Melnyk erwähnte faktisch alle bekannten Flugzeugtypen wie die US-amerikanischen F-16, F-35, die europäischen Entwicklungen des Eurofighters und der Tornados, die französischen Rafale und schwedische Gripen. Vor allem aber dürfte es um die F-16 gehen.

Die USA haben umfangreiche und überzählige Bestände an älteren Kampfflugzeugen – inklusive eines großen Flugzeug-Schrottplatzes auf der Luftwaffenbasis Davis-Monthan in Arizona, wo Militärmaschinen ausgeschlachtet werden. Bei den älteren Flugzeugtypen wie F-15 oder F-16 sowie F-10 («Warzenschwein») könnte es wohl möglich sein, die Instandsetzung auf dem freien Markt einzukaufen. Ersatzteile sind in großer Zahl vorhanden. Grundvoraussetzung ist die Ausbildung.

Wie begründet die Ukraine ihre Forderung nach Kampfjets?

Kriegsziel der Ukraine ist die komplette Befreiung des von Russland besetzten Staatsgebiets – einschließlich der bereits 2014 annektierten Halbinsel Krim. Für einen effektiven Vormarsch der demnächst von westlichen Kampfpanzern gestärkten Bodentruppen müssen diese idealerweise von der Luftwaffe unterstützt werden. Aufgrund der weiter funktionierenden ukrainischen Flugabwehr setzt Russland eigene Jets nur begrenzt in Frontnähe für Bombardements ein.

Im Krieg gelingt es beiden Seiten immer wieder, gegnerische Flugzeuge abzuschießen. Berichte über direkte Luftkämpfe zwischen ukrainischen und russischen Kampfjets gab es nur in den ersten Kriegstagen. Westliche Jets könnten hier vor allem Lücken schließen helfen. Doch die Rückerlangung der Lufthoheit wäre auch nach der Lieferung Dutzender Kampfjets aus dem Westen nicht zu erwarten. Das wäre nur möglich, wenn die russischen Flugabwehrsysteme komplett ausgeschaltet werden.

Womit kämpfte die ukrainische Luftwaffe bisher?

Vor dem Krieg hatte die Ukraine den Londoner Analysten des International Institute for Strategic Studies zufolge etwa 110 einsatzfähige Kampfflugzeuge. 70 davon Jagdflugzeuge des sowjetischen Typs Mig-29 und Suchoi 27. Dazu noch 45 Suchoi 25 und 24 zur Bekämpfung von Bodenzielen. Während des Krieges soll Kiew den Waffenanalysten der Investigativgruppe Oryx zufolge weitere 18 Suchoi 25 aus verschiedenen Quellen erhalten haben. Polen lieferte zudem Medienberichten nach bereits Mig-29 in Einzelteilen, und auch die Bundesregierung steuerte Mig-29-Ersatzteile bei. Das russische Militär will dabei bereits mehr als das Dreifache aller real vorhandenen ukrainischen Flugzeuge abgeschossen haben.

Die westlichen Unterstützer der Ukraine haben inzwischen umfangreiche und schwere Waffen für den Kampf am Boden und zur Flugverteidigung geschickt. Abwehrsysteme wie Patriot und Iris-T wirken überaus effektiv gegen feindliche Flugzeuge, Raketen und Drohnen und dies 24 Stunden am Tag – und schützen doch nur auf einen gewissen Umkreis des eigenen Standortes. Anders Kampfflugzeuge, die zum Schutz großer Regionen geeignet sind, wenn auch nur für beispielsweise eineinhalb Stunden pro Flug.

Was bedeutet eine mögliche Lieferung für den Kriegsverlauf?

Mehr noch als zur Überwachung und dem Schutz gegen Angriffe können Kampfflugzeuge als sogenannte Luftnahunterstützung in Kämpfe am Boden eingreifen. Und mehr noch: Sie ermöglichen es, die Kraftquellen («center of gravity») des Gegners anzugreifen. Die Ukraine wäre befähigt, Nachschubwege, Aufmarschgebiete, Treibstofflager und strategische Ziele Russlands zu zerstören. Spätestens da – so befürchten einige – wird politisch gefährlich, was im Sinne der Selbstverteidigung nicht verboten scheint.

Russland würde die Lieferung von Kampfjets als weiteren großen Schritt sehen für die von Moskau ohnehin seit langem behauptete direkte Beteiligung des Westens an dem Konflikt in der Ukraine. Der für Rüstungsfragen zuständige russische Diplomat Konstantin Gawrilow sagte im russischen Staatsfernsehen, dass die Jets das Kampfgebiet geografisch vergrößern würden. Das bedeute «nichts Gutes» für Russland, sei aber auch keine Katastrophe.

Wie spiegelt sich die Forderung in der Debatte in Deutschland?

Mehrere Länder, darunter die USA und Polen, schließen die Lieferung von Kampfjets an die Ukraine nicht aus. In der Bundesregierung will man dieses Signal nicht setzen. Weder als Vorhaben noch als Option akzeptieren derzeit Politiker der Ampel-Koalition diesen Schritt, ganz vorn Kanzler Olaf Scholz (SPD). Aber auch die Vorkämpfer der Leopard-Lieferung, die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und der Grüne Anton Hofreiter, machten deutlich, dass sie gegen eine Lieferung von Kampfjets sind.

Wie würde Russland auf die Lieferung von Kampfjets reagieren?

Russland hat zwar schon jetzt keine Luftüberlegenheit über der Ukraine – allerdings auch seine Kampfjet-Verbände noch nicht im vollen Umfang im Einsatz. Das russische Staatsfernsehen zeigt fast täglich voller Stolz die zerstörerische Kraft russischer Raketen, die von Flugzeugen abgeschossen werden. Der General und Militärpilot Wladimir Popow sagte in einem Interview der Moskauer Zeitung «MK», dass Russland die Kampfjets mit Luft-Luft-Raketen abschießen würde. Wenn das nicht gelinge, müssten sie auf den Luftwaffenstützpunkten durch Hochpräzisionswaffen zerstört werden.

Dabei wies auch das Verteidigungsministerium in Moskau zuletzt Angaben des Westens zurück, Russland könnten die Raketen und die Munition ausgehen. Von ihren Zielen der Besetzung der vier ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson will Russlands Machtführung nicht ablassen. Kremlchef Wladimir Putin hat immer wieder betont, dass die Atommacht Russland ihre Interessen mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln durchsetzen werde.

Prinzessin Amalia reist erstmals offiziell in die Karibik

Den Haag/Bonaire (dpa) – Die niederländische Kronprinzessin Amalia (19) ist zu ihrer ersten offiziellen Auslandsreise aufgebrochen. Gemeinsam mit ihren Eltern, König Willem-Alexander und Königin Máxima, besucht sie den karibischen Teil des Königreiches. Am Freitag wurden sie zunächst auf der Insel Bonaire erwartet, wie der Palast mitteilte.

Seit ihrem 18. Geburtstag übernimmt Amalia immer mehr offizielle Aufgaben – und dazu gehört auch die traditionelle Kennenlern-Tour in der Karibik. Die Oranjes besuchen sechs Inseln in zwei Wochen: Bonaire, Aruba, Curaçao, Sint-Maarten, Sint-Eustatius und Saba. Die Inselbewohner sind große Anhänger des Königshauses. Weiterlesen

Niederlande: Wem gehört das «Gold der Krim»?

Den Haag (dpa) – Im jahrelangen juristischen Tauziehen um den rund 2000 Jahre alten Goldschatz aus vier Museen der Krim steht nun eine endgültige Entscheidung zugunsten der Ukraine an. Der Generalstaatsanwalt der Niederlande empfahl dem höchsten Gericht des Landes am Freitag in Den Haag, den Kulturschatz der Skythen endgültig der Ukraine zuzusprechen.

In der Regel folgen die Richter des Hohen Rates der Empfehlung. Die wertvollen Kulturgüter waren in die Frontlinie des Konflikts von Russland und der Ukraine geraten. Weiterlesen

Niederlande: Höchstes Gericht soll «Gold der Krim» Ukraine zusprechen

Im jahrelangen juristischen Tauziehen um den rund 2000 Jahre alten Goldschatz aus vier Museen der Krim steht nun eine endgültige Entscheidung zugunsten der Ukraine an. Der Generalstaatsanwalt der Niederlande empfahl dem höchsten Gericht des Landes am Freitag in Den Haag, den Kulturschatz der Skythen endgültig der Ukraine zuzusprechen. In der Regel folgen die Richter des Hohen Rates der Empfehlung. Die wertvollen Kulturgüter waren in die Frontlinie des Konflikts von Russland und der Ukraine geraten.

Zuvor hatten Amsterdamer Gerichte in zwei Instanzen bereits ebenfalls die kostbaren Kulturgüter der Ukraine zugesprochen. Daraufhin hatten die Museen der Krim den Hohen Rat angerufen. Das Urteil wird für September erwartet. Weiterlesen

Pakistan führt erste Buslinien für Frauen ein

Islamabad (dpa) – In der pakistanischen Millionenmetropole Karachi sollen künftig die ersten reinen Frauenbusse des Landes durch die Straßen rollen. «Wir starten mit zehn Fahrzeugen, die durch die verkehrsreichsten Ecken Karachis fahren, einer Metropole mit mehr als 20 Millionen Einwohnern», sagte Fida Hussain Baladi, Sprecher der örtlichen Verkehrsbehörde, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Künftig solle die Zahl der pinkbemalten Busse aber steigen und dann fast die gesamte Stadt abdecken. «Die Idee dahinter ist, Frauen und Mädchen einen sicheren Transport für den Weg zu den Büros, Schulen oder Universitäten bereitzustellen», sagte Baladi. Außer den Fahrgästen werde auch das Buspersonal weiblich sein – mit Ausnahme des Busfahrers. Weiterlesen

Hohe Öl- und Gaspreise bringen Chevron Rekordgewinn

San Ramon (dpa) – Die hohen Preise für Öl und Erdgas haben dem US-Konzern Chevron 2022 den höchsten Gewinn seiner Geschichte beschert. Der Überschuss lag mit rund 35,5 Milliarden US-Dollar (32,6 Mrd Euro) mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr, wie der Öl- und Gaskonzern am Freitag im kalifornischen San Ramon mitteilte.

Im vierten Quartal schwächte sich der Anstieg jedoch deutlich ab: Mit knapp 6,4 Milliarden Dollar blieb nur noch gut ein Viertel mehr bei Chevron hängen als im Vorjahreszeitraum. Im vorbörslichen US-Handel ging es für die Aktie um rund ein Prozent abwärts. Weiterlesen

Gasexplosion in einem Wohnhaus in Kattowitz

Warschau (dpa) – Bei einer Gasexplosion in einem dreistöckigen Wohnhaus im polnischen Kattowitz sind mehrere Menschen verletzt worden. Sieben Menschen, darunter drei Kinder, seien von den Rettern geborgen worden oder hätten das Gebäude mit eigener Kraft verlassen, sagte eine Sprecherin der örtlichen Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Sie würden medizinisch versorgt.

Die Rettungskräfte vermuten eine weitere Person unter den Trümmern des eingestürzten Hauses, die Bergungsarbeiten dauern an. Weiterlesen

Neujahrsempfang der Stadt Traben-Trarbach

Traben-Trarbach. In diesem Jahr konnte endlich wieder zum Neujahrsempfang der Stadt live geladen werden. Am Sonntag dem 15. Januar begrüßte Stadtbürgermeister Patrice Langer herzlich und erfreut die zahlreichen Mitbürgerinnen und Mitbürger im Bürgersaal der Stadt. Er berichtete im Verlauf, welche Projekte im vergangenen Jahr bearbeitet, initiiert und für k2023 vorgesehen sind.

Zum Punkt Finanzen äußerte er sich von eindeutig positiven Zahlen, einem ausgeglichenen Ergebnis- und Finanzhaushaltes. Die freie Finanzspritze der Stadt beträgt erfreuliche 210.277 Euro. Durch den Fleiß der heimischen Betriebe ist der Gewerbesteueranteil im Haushalt enorm gestiegen. Durch die Neubewertung des städtischen Waldes hat sich das Eigenkapitel erhöht. Die Einführung der Zweitwohnsteuer bringt ein weiteres Plus. Die Einwohnerzahlen sind gestiegen, was den Haushalt positiv beeinflusst. Die VG-Umlage wurde 33.0 % gesenkt. (Im Jahr 2014 lag sie noch bei 38,5 %). Auch die Kreisumlage wurde um 3 % gesenkt (von 47,2 % auf 44,2 %). In der VG ist die Stadt Traben-Trarbach der größte VG-Umlagezahler mit 37,42 %. Die Kassenkredite belaufen sich auf fast 2,3 Mio. €. Im Jahr 2024 soll eine Entschuldung von ca. 37 % durch das Land übernommen werden. „Wir werden sehen“, sagte Pat Langer.

Im Haushaltsplan steht im Blick, den Neubau der Kita Rappelkiste, die Sanierung des Mittelmosel Museums, Ausbau der innerörtlichen Straßen mit Platzgestaltungen und Sanierung des Bauhofes. Wir werden unsere Stadt zukunftsorientiert gestalten und als Wohn-, Gewerbe- und Tourismus Standort weiter entwickeln, versicherte der Stadtbürgermeister zum Abschluss des Themas Finanzen.

Zum Thema Forst berichtete Pat Langer, dass seit März ein neuer Jagdpächter mit einem besseren Angebot das Revier betreut und dadurch die hohe Wilddichte der Vergangenheit angehört. Friedhöfe, Breitbandausbau FTTH, Hochwasser- und Starkregen Konzept, Steiger für Hotelfahrgastschiffe und Sportbootanleger wurden angesprochen.

Kautenbach ist im Aufwind, alle angebotenen Immobilien sind verkauft. Der Neubau der Kita Rappelkiste steht an, das Ausweichquartier ist fertig, die Kinder ziehen dort ein. Die Kita Schatzinsel erhält einen neuen Zaun. Die Jugendherberge wird bis 2024 mit 4,5 Mio. € saniert. Die Grevenburg und die Brückenschenke haben neue, junge Pächter – zu Ostern geht es los. Das Vereinshaus Schottstraße musste wegen dem bevorstehenden Abriss der Kita geräumt werden. Alle dort beheimateten Vereine haben eine neue Bleibe gefunden., Vom VFL wurde eine Bank und eine Tischgarnitur am Boule-Platz gespendet und aufgestellt.

Als sportliches Highlight ist zu verzeichnen, Noah Römer wurde mit seinem Rennboot Deutscher Juniorenmeister. Malu Dreyer würdigte bei einem Besuch am 01.09.2022 das Engagement von TTA. Die Tourist Info und das Dorfgemeinschaftshaus in Wolf konnte leider Corona bedingt nicht offiziell eingeweiht werden. An einem Tag der offenen Tür wurde dies nachgeholt und dem Engagement Wolfer Bürger gewürdigt.

Zum Abschluss seines Berichtes dankte Stadtbürgermeister Patrice Langer Allen, die ihre Heimatstadt tatkräftig unterstützten. Den „guten Geistern“ für die Vorbereitung und Unterstützung dieser Veranstaltung. Dem Stadtrat und Fraktionen, seinen Beigeordneten und der „Blaulichtfamilie“ für ihre Einsätze. Nach einigen Worten zur weltpolitischen Lage und der Hoffnung auf ein schnelles Ende des menschenverachtenden Krieges in der Ukraine und zur Pressekultur in den Medien wünschte Pat Langer allen ein gutes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2023.

Stadtweinkönigin Jana I. zeigte sich in ihrer Begrüßung erfreut, endlich wieder im Bürgersaal beim Neujahrsempfang dabei zu sein. In Ihrer Amtszeit habe sie wieder ein volles und tolles Programm, betonte sie. Jana I. beschrieb kurz das vergangene Jahr und hob besonders das Weinfest, den Jakobstag und den Wein-Nachts-Markt hervor. Zum Abschluss wünschte sie Allen ein sorgenfreies und glückliches Jahr 2023.

Danach war im Bürgersaal noch viel Gelegenheit bei einem guten Glas Wein Gedanken untereinander auszutauschen.Der komplette Neujahrsempfang ist auf dem städtischen Youtube-Kanal aufgezeichnet und einzusehen. (N.Nh)

 

Neuer Verteidigungsminister Pistorius besucht erstmals die Truppe

“Ich bin froh, bei der Truppe zu sein. Es ist ein gutes Gefühl, mit den Soldatinnen und Soldaten sprechen zu können. Das ist auch der Grund für diesen ersten Truppenbesuch – und ich kann sagen, es wird mit Sicherheit nicht der letzte sein. Verteidigungsminister Boris Pistorius am 26. Januar auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow

Sein Antrittsbesuch bei der Truppe führte den neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius auf den Truppenübungsplatz Altengrabow. Das Logistikbataillon 171 aus Burg übte dort mit seinen Handwaffen. Auch das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach schoss scharf – und zwar mit dem Schützenpanzer Puma. Weiterlesen

Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Eifelzeitung E-Paper Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen