Kubicki über Lauterbach: «Er kann das Haus nicht führen»

Berlin (dpa) – Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) scharf kritisiert und Schwäche bei der Leitung seines Ressorts vorgeworfen.

«Ich gehe, ehrlich gesagt, nicht davon aus, dass Karl Lauterbach als Gesundheitsminister die ganze Legislaturperiode im Amt bleibt», sagte Kubicki der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten». «Die SPD ist doch selbst komplett genervt von Lauterbach. Wenn Sie sich bei Mitarbeitern seines Hauses umhören, ist die Frustration nicht mehr zu toppen. Die Leute fragen, welchen Twitterkanal sie denn nutzen müssten, um zu wissen, was der Minister will.» Weiterlesen

Weniger Geburten durch Belastungen der Pandemie

Berlin/Wiesbaden (dpa) – Die späte Impfempfehlung für Schwangere und die Belastungen der Corona-Pandemie haben 2022 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) zu einem Rückgang der Geburten geführt. Von Januar bis August seien nach vorläufigen Zahlen etwa acht Prozent weniger Kinder geboren worden als im selben Zeitraum 2021, teilte Destatis am Freitag in Berlin mit.

Laut Olga Pötzsch, Referentin von Destatis, gibt es drei Faktoren, die den Rückgang erklären könnten. Zum einen sei die Corona-Impfung am Anfang priorisiert worden – junge, gesunde Menschen hätten sich dadurch nicht impfen lassen können. «Und es gab sehr lange Zeit keine explizite Empfehlung der Stiko für Schwangere und Stillende», sagte Pötzsch. Diese habe die Stiko, also die Ständige Impfkommission, erst im September 2021 gegeben. «Und man kann vermuten, dass Paare, die sich ein Kind wünschten, tatsächlich das abwarten wollten, sich erstmal vielleicht impfen lassen wollten.» Weiterlesen

«Plateau» bei Corona – andere Atemwegserkrankungen legen zu

Berlin (dpa) – Die Corona-Inzidenz stagniert – und andere Atemwegserkrankungen legen zu. «Der Infektionsdruck ist im Herbst in allen Altersgruppen generell hoch, da auch die Verbreitung von akuten Atemwegsinfektionen durch den häufigeren und längeren Aufenthalt in Innenräumen schlechter zu verhindern ist», schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem gestern Abend veröffentlichten Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie.

Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben, heißt es. In der Woche zuvor war die Corona-Inzidenz im gleichen Zeitraum noch um 17 Prozent gesunken. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Menschen mit einer schweren akuten Atemwegsinfektion und COVID-19 ging ebenfalls nicht weiter zurück. Weiterlesen

Klinikalltag trotz Krieg: Ukrainische Ärzte lernen in Berlin

Von Mona Wenisch, dpa

Berlin (dpa) – Behutsam wickelt der Arzt den Verband um den Kopf des Patienten. Eine Kollegin hält den Schlauch fest, der in die Nase des Mannes führt, eine andere kümmert sich um die verbrannten Füße und Hände. Der OP-Saal im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) ist an diesem Morgen voll. Zwischen all den deutschen Ärztinnen und Ärzten steht Olexander Jazkowyna – ein ukrainischer Chirurg.

Gemeinsam mit seiner Kollegin Julia Huk ist der 29-Jährige im November mit dem Bus aus der Zentralukraine nach Berlin gekommen. Für zwei Wochen sind sie in Deutschland, um mehr über die Behandlung schwerer Brandverletzungen zu lernen. Wissen, das sie mitten im Krieg gut gebrauchen können. Weiterlesen

Bundestag soll Gesetzespaket zu Krankenhäusern beschließen

Berlin (dpa) – Die Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland soll nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) stärker von wirtschaftlichem Druck gelöst werden. Der Bundestag soll dazu heute ein erstes Gesetzespaket mit Regelungen beschließen, die unter anderem mehr Geld für Kinderkliniken und Entlastungen für die angespannte Lage in der Pflege bringen sollen. Für Patientinnen und Patienten sollen unnötige Klinikübernachtungen wegfallen können.

Tagesbehandlungen

Bestimmte Klinikuntersuchungen sollen künftig auch als Tagesbehandlung ohne Übernachtung möglich sein. Das soll zugleich mehr Kapazitäten beim knappen Pflegepersonal tagsüber schaffen, wenn Nachtschichten nicht mehr besetzt werden müssen. Deswegen soll nun geändert werden, dass Abrechnungen bestimmter stationärer Leistungen für Krankenhäuser bisher nur mit Übernachtung möglich sind. Weiterlesen

Brand in Dialyse-Praxis: Vier Personen im Krankenhaus

Pirmasens (dpa/lrs) – Eine in einem Container untergebrachte Dialyse-Praxis in Pirmasens ist in Brand geraten. Warum das Feuer am Donnerstagvormittag nahe eines Medizinzentrums ausgebrochen ist, war zunächst unklar, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr löschte kurz darauf den Brand. Im Sammelcontainer waren demnach Handtücher gelagert. Vier Personen seien mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Inzidenz im Saarland wieder leicht gesunken

Saarbrücken (dpa/lrs) – Die Corona-Inzidenz im Saarland ist im Wochenvergleich wieder leicht gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der registrierten Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am Donnerstag bei 212,2 – nach 216,6 in der Vorwoche.

Die Gesamtzahl der bestätigten Krankheitsfälle seit Beginn der Pandemie betrug laut RKI am Donnerstag 469.873 (Vorwoche 467.808). Die Zahl der Todesfälle durch oder mit einer Corona-Erkrankung stieg auf 1972 (plus 12). Weiterlesen

Freie Betten in Kinderkliniken verzweifelt gesucht, System am Limit

Von Christina Sticht, dpa

Hamburg (dpa) – Überbelegte Patientenzimmer, tagelanger Aufenthalt in der Notaufnahme, Verlegung von kranken Babys in mehr als 100 Kilometer entfernte Krankenhäuser: Die aktuelle Welle von Atemwegsinfekten bringt Kinderkliniken in Deutschland an ihre Grenzen. Von einer «katastrophalen Lage» auf den Kinder-Intensivstationen spricht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi).

Wenn ein gerade reanimierter Säugling in einer eigentlich voll belegte Kinderklinik aufgenommen werde, müsse dort ein Dreijähriger den dritten Tag in Folge auf seine dringend notwendige Herzoperation warten.

Immer weniger Kinderklinik-Betten

Die Ärztevereinigung will heute in Hamburg neueste Zahlen und Erkenntnisse aus einer aktuellen Umfrage unter Kinderkliniken vorstellen. Den Medizinern zufolge ist jedes Jahr ab Herbst mit einer Welle von Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) zu rechnen. Allerdings stehen insgesamt immer weniger Kinderklinik-Betten zur Verfügung, wie Divi-Generalsekretär Florian Hoffmann gestern im ZDF-«Morgenmagazin» erläuterte. Wegen des Mangels an Pflegepersonal könne zudem ein großer Teil der Betten auf den Stationen gar nicht betrieben werden. Weiterlesen

Mann entzieht sich mehrmals vergeblich Polizeikontrolle

Speyer (dpa/lrs) – Ein betrunkener Mann hat mehrmals vergeblich versucht, in Speyer einer Polizeikontrolle zu entkommen. Beamte hatten den 46 Jahre alten Mann in der Nacht zum Mittwoch überprüfen wollen, weil er mit einer Stirnlampe in ein geparktes Auto leuchtete, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Obwohl sie ihm ihre Dienstausweise zeigten, glaubte der Mann nicht, dass zivile Polizisten vor ihm standen. Bei seinem ersten Versuch, sich der Kontrolle zu entziehen, wurde er gefesselt und durchsucht. Dabei fanden die Beamten zu dem Auto passende Schlüssel. Weiterlesen

Corona beeinträchtigt Weiterbildung in Rheinland-Pfalz

Bad Ems (dpa/lrs) – In der Corona-Pandemie haben Menschen in Rheinland-Pfalz deutlich seltener Weiterbildungen in Anspruch genommen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems am Mittwoch mitteilte, meldeten die öffentlich anerkannten Weiterbildungsanbieter, zu denen etwa die Volkshochschulen zählen, im vergangenen Jahr rund 200.000 Teilnehmende. Das waren demnach gut 50.000 Teilnehmende weniger als im Jahr zuvor. Damit habe sich ihre Zahl um 20 Prozent verringert. Bei den Hochschulen stieg die Zahl der Gasthörerinnen und Hörer dagegen um 13 Prozent leicht an. Weiterlesen

Umfrage: Mehr Nichtsportler an Saar, Main und Rhein

Saarbrücken (dpa) – 20 Prozent der Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland bewegen sich einer Erhebung zufolge täglich nur etwa 15 Minuten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Im Bundesschnitt sind es den Angaben zufolge 12 Prozent der Befragten, die sich maximal eine Viertelstunde im Alltag bewegen. 36 Prozent der Menschen an Saar, Main und Rhein kommen demnach auf eine Dauer von 30 bis 60 Minuten. Weiterlesen

Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Eifelzeitung E-Paper Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen