Allianz erhöht Verzinsung von Lebensversicherungen

Stuttgart (dpa) – Die Allianz Leben erhöht die Verzinsung von Lebensversicherungen im kommenden Jahr. Bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen steigt die laufende Verzinsung 2023 im Schnitt auf 2,5 Prozent nach zuletzt 2,3 Prozent, wie der Branchenprimus am Montag in Stuttgart mitteilte.

Beim neueren Modell mit abgespeckter Garantie geht es von 2,4 Prozent auf 2,6 Prozent nach oben. Allianz Leben-Vorstandschefin Katja de la Viña sprach von einem deutlichen Signal in einer Zeit, «in der viele Menschen ihre Zukunftsvorsorge grundsätzlich verbessern wollen».

Die laufende Verzinsung setzt sich zusammen aus der Überschussbeteiligung, über deren Höhe die Versicherer je nach Wirtschaftslage und Erfolg ihrer Anlagestrategie entscheiden, und dem vom Bundesfinanzministerium festgelegten Garantiezins. Dieser liegt seit Anfang 2022 für neue Verträge bei 0,25 Prozent. Ältere Policen werfen hier teilweise noch deutlich mehr ab. Die laufende Verzinsung bezieht sich nur auf den Sparanteil unter anderem nach Abzug von Abschluss- und Vertriebskosten. Weiterlesen

Trendwende in Trippelschritten bei Lebensversicherungen

Von Friederike Marx, dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Die jahrelange Zinstalfahrt bei Lebensversicherungen scheint beendet. Bis der Altervorsorgeklassiker in der Breite wieder deutlich mehr abwirft, wird es Branchenexperten zufolge trotz gestiegener Zinsen am Kapitalmarkt aber noch eine Weile dauern. «Der Abwärtstrend bei der laufenden Verzinsung privater Rentenversicherungen dürfte vorbei sein», erwartet Lars Heermann von der Ratingagentur Assekurata. «Die Mehrheit der Lebensversicherer dürfte die laufende Verzinsung allerdings erst einmal stabil halten und abwarten.» Branchenprimus Allianz Leben setzt allerdings ein Signal nach oben.

Leichte Erhöhung des Garantiezinses

Assekurata rechnet bei klassischen privaten Rentenversicherungen im Schnitt mit einer leichten Erhöhung der laufenden Verzinsung aus Garantiezins und Überschussbeteiligung von derzeit 2 Prozent auf etwa 2,10 Prozent im kommenden Jahr. Bei neueren Lebensversicherungsprodukten mit abgespeckter Garantie, die inzwischen fast ausschließlich angeboten werden, könnte es Heermann zufolge etwas mehr sein. Er geht von einem Anstieg von aktuell 2,05 Prozent auf durchschnittlich etwa 2,20 Prozent aus. «Das sind keine Riesensprünge, aber es ist zumindest eine Trendumkehr nach der sinkenden Verzinsung der vergangenen Jahre.» Auch in den kommenden Jahren hält der Experte eine Erhöhung der laufenden Verzinsung im großen Stil zunächst für unwahrscheinlich. Weiterlesen

Weiter Finanzstreit ums 49-Euro-Ticket

Frankfurt/Main/Berlin (dpa) – Um die Finanzierung des geplanten 49-Euro-Tickets für den Nahverkehr in ganz Deutschland schwelt weiter Streit. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warnte vor einer Reduzierung des Angebots an Zügen und Bussen, sollte es nicht ausreichend vom Bund gegenfinanziert werden.

«Was nicht passieren darf, ist, dass man Verkehrsleistungen abbestellt, das wäre der klimapolitische Totalschaden in unserem Land», sagte EVG-Chef Martin Burkert der Deutschen Presse-Agentur. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) machte vorerst keine weiteren Zusagen. Er warb trotz teils noch offener Finanzfragen für einen Start des neuen Angebots.

Wissing sagte der «Welt am Sonntag»: «Niemand weiß heute exakt, was die Einführung des 49-Euro-Tickets im nächsten Jahr genau kosten wird.» Das werde man erst 2024 wissen. «Dann wollen wir ohnehin über das Ticket und die weitere Entwicklung mit den Ländern reden.» Deshalb sollten sich jetzt «alle an die Arbeit machen» und einen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz für eine Einführung zügig umsetzen. Das «Deutschlandticket» für Busse und Bahnen im Nahverkehr mit einem Einführungspreis von 49 Euro im Monat soll im neuen Jahr kommen und an die beliebten 9-Euro-Tickets aus dem Sommer anknüpfen. Der Starttermin ist noch offen, die Länder streben den 1. April an. Weiterlesen

Auch bei den Weihnachtsgeschenken wird dieses Jahr gespart

Stuttgart (dpa) – Angesichts der hohen Inflation und knapper Kassen wollen viele Menschen in diesem Jahr einer Umfrage zufolge auch an den Weihnachtsgeschenken sparen.

«Vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern geht es aktuell vor allem darum, irgendwie über die Runden zu kommen. Schenklaune will da nicht so richtig aufkommen», fasste der EY-Handelsexperte Michael Renz das Ergebnis einer im November durchgeführten repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung unter mehr als 1000 Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland zusammen. Weiterlesen

Dezember: Abschlag für Gas und Wärme übernimmt der Staat

Berlin (dpa) – Gas- und Fernwärmekunden müssen im Dezember keinen Abschlag zahlen. Die Kosten übernimmt der Bund. Doch wie funktioniert das? Müssen Verbraucherinnen und Verbraucher etwas unternehmen, um von der Soforthilfe zu profitieren? Ein Überblick.

Wer bekommt die Soforthilfe?

Die Maßnahme soll vor allem Privathaushalte und sowie kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Jahresverbrauch bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden entlasten. Anspruch haben aber auch Sozial-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Was müssen Verbraucher tun, um die Soforthilfe zu bekommen?

Die Entlastungen für Gas und Wärme sollen automatisch beim Kunden landen. Die Versorger errechneten die Entlastungen nach den gesetzlichen Vorgaben und gäben sie an ihre Kunden weiter, heißt es beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Wenn Verbraucher und Verbraucherinnen ihrem Gaslieferanten etwa eine Einzugsermächtigung erteilt haben, müssen sie nichts weiter tun. Weiterlesen

Ex-EZB-Präsident: Inflation wieder unter Kontrolle bringen

Konjunktur
Interview: Jörn Bender und Friederike Marx, dpa

Frankfurt/Paris (dpa) – Der ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sieht die anhaltend hohe Inflation im Euroraum mit Sorge.

«Ich bin besorgt. Die Inflation muss unbedingt wieder unter Kontrolle gebracht werden», sagte Trichet der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. «Wir haben in den 1970er Jahren eine Phase erlebt, in der wir die Kontrolle über die Inflation verloren haben. Wir wissen, was es kostet, die Kontrolle über die Inflation zu verlieren. Das müssen wir vermeiden.»

Trichet, der von 1. November 2003 bis 31. Oktober 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) war und am 20. Dezember seinen 80. Geburtstag feiert, mahnte: «Es ist von entscheidender Bedeutung, eine katastrophale Entfesselung des Inflationsdrucks in Europa wie auch in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zu verhindern.» Trichet betonte: «Die Inflation ist nicht vorübergehend.» Daher sei Wachsamkeit der Zentralbank notwendiger denn je. Weiterlesen

Spritpreise bleiben auf Talfahrt

München (dpa) – Die Spritpreise setzen ihre Talfahrt fort. Diesel verbilligte sich die sechste Woche in Folge, Superbenzin der Sorte E10 die dritte, wie aus Zahlen des ADAC vom Mittwoch hervorgeht. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags kostete E10 demnach 1,739 Euro pro Liter, das sind 4,6 Cent weniger als sieben Tage zuvor. Der Dieselpreis sank um 5,6 Cent auf 1,843 Euro pro Liter.

Noch Mitte Oktober war ein Liter Diesel rund 30 Cent teurer, E10 rund 20 Cent. Insbesondere in den letzten drei Wochen war es deutlich nach unten gegangen. Der ADAC führt die für Autofahrer erfreuliche Entwicklung vor allem auf die Entspannung am Rohölmarkt zurück. Aber auch der wieder etwas stärkere Euro und der wiedererstarkte Wettbewerb spielten eine Rolle, hieß es. Weiterlesen

Inflation verliert im November etwas an Tempo

Wiesbaden (dpa) – Die Inflation in Deutschland hat sich erstmals seit Juli wieder leicht abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Zuvor war die Jahresteuerungsrate drei Monate in Folge gestiegen und hatte im Oktober einen Wert von 10,4 Prozent erreicht. Volkswirte sehen in dem Rückgang keinen Grund zur Entwarnung.

Angeschoben wird die Inflation seit Monaten von Energie- und Lebensmittelpreisen. Energie kostete im November den vorläufigen Zahlen zufolge 38,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Oktober war ein Anstieg um 43 Prozent verzeichnet worden. Nahrungsmittel verteuerten sich im November um 21 Prozent. Gegenüber Oktober sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,5 Prozent. Weiterlesen

Wettbewerbszentrale kritisiert Tricks auf Vergleichsportalen

Bad Homburg (dpa) – Viele Verbraucher verlassen sich auf sie, aber Vergleichsportale arbeiten nach Einschätzung von Wettbewerbshütern längst nicht immer sauber. Die deutsche Wettbewerbszentrale berichtete am Dienstag, dass sie seit dem Frühjahr bei 64 beobachteten Portalen insgesamt 122 Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht festgestellt habe.

Am häufigsten würden wichtige Informationen über das Zustandekommen von Rankings und Kundenbewertungen weggelassen. Zudem werde häufig nicht dargestellt, welcher Anteil des Marktes abgedeckt wird. Weiterlesen

Umfrage: Der Preis wird auch beim Modekauf wichtiger

Einzelhandel
Von Erich Reimann, dpa

Köln (dpa) – In einer Welt, die sich in den vergangenen Jahren durch die Corona-Pandemie und den Ukrainekrieg dramatisch verändert hat, ist es vielleicht sogar eine gute Nachricht: Die modischen Vorlieben der Menschen in Deutschland sind noch die gleichen wie früher.

Bekleidung muss in den Augen der allermeisten Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem passen, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen und bequem sein, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Modeverbandes GermanFashion hervorgeht. Modetrends spielen dagegen beim Bekleidungskauf für die meisten eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.

«In einer Welt, die sich innerhalb von einem Jahr erneut dramatisch verändert hat und alle Menschen, privat wie beruflich, vor immer neue Herausforderungen stellt, zeigen sich die deutschen Mode-KonsumentInnen alles andere als dynamisch», fasste der Hauptgeschäftsführer von GermanFashion, Thomas Lange, das Ergebnis der Umfrage zusammen, für die mehr als 2000 Menschen Auskunft über ihr Einkaufsverhalten und den Inhalt ihres Kleiderschranks gaben. Weiterlesen

Weiterhin hohe Inflationsrate in Rheinland-Pfalz

Bad Ems (dpa/lrs) – Die Inflationsrate ist in Rheinland-Pfalz mit 9,8 Prozent auch im November auf hohem Niveau geblieben. Getrieben sei die Teuerungsrate weiterhin durch hohe Preise für Energie und Nahrungsmittel, teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems am Dienstag mit. Im Vergleich zu den Vormonaten blieb die Inflationsrate beinahe unverändert – im Oktober hatte sie 9,7 Prozent betragen, nach 9,8 Prozent im September.

Preistreibend waren dem Landesamt zufolge die Energiekosten mit Steigerungen von 36,1 Prozent innerhalb eines Jahres. Gegenüber November 2021 stiegen demnach insbesondere die Preise für Gas deutlich an (plus 75 Prozent inklusive Betriebskosten). Die Strompreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 30,8 Prozent. Die Preise für Heizöl legten im Vergleich zum November 2021 um 56,7 Prozent und die Kraftstoffpreise um 12,2 Prozent zu. Für Fernwärme mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 9,9 Prozent mehr bezahlen. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate bei 6,5 Prozent gelegen, hieß es. Weiterlesen

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