Expedition in der Antarktis: «Polar Preet» feiert Rekorde

London (dpa) – Drei Wochen nach dem Ende ihres Antarktis-Abenteuers kann die britische Extremsportlerin Preet Chandi offiziell ihre Rekorde feiern. Das Guinness-Buch der Rekorde kürte «Polar Preets» Reise zur längsten unbegleiteten One-Way-Ski-Expedition einer Frau, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Den Rekord für eine solche unbegleitete Expedition hielt bisher die Deutsche Anja Blacha, die 1381 Kilometer schaffte. Chandi knackte auch den Rekord unabhängig vom Geschlecht, wie die Experten vom Guinness-Buch feststellten – ihr Landsmann Henry Worsley hatte 1459,8 Kilometer zurückgelegt. Bei ähnlichen Expeditionen, die als Rundtour angelegt waren, hält der Norweger Aleksander Gamme den Rekord. Weiterlesen

DLRG-Mitgliederzahlen in Rheinland-Pfalz deutlich gestiegen

Mainz (dpa/lrs) – Bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist die Zahl der Mitglieder in Rheinland-Pfalz deutlich gestiegen. 2022 betrug das Plus im Vergleich zum Vorjahr 6,3 Prozent, wie der Verein in Bad Nenndorf am Donnerstag mitteilte. Die Mitgliederzahl von nahezu 32.440 Menschen lag leicht unter dem Vor-Corona-Niveau, 2019 hatten knapp 32.580 Menschen der DLRG angehört. Bundesweit werden etwas mehr Mitglieder als vor der Pandemie verzeichnet, die aktuelle Zahl von fast 580.000 Menschen ist ein neuer Rekord.

Zoo in Prag freut sich über Schuppentier-Nachwuchs

Prag (dpa) – Der Zoologische Garten in Prag freut sich über Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Ohrenschuppentieren. Dem Säugetierbaby gehe es einen Tag nach der Geburt gut, sagte ein Sprecher des Tiergartens am Freitag. Der ostasiatische Exot wiegt nur 135 Gramm und erinnert mit seinem Aussehen an einen Tannenzapfen. Nach Angaben von Zoodirektor Miroslav Bobek ist es der erste Nachwuchs dieser Art in einem europäischen Tiergarten.

Die ersten Tage im Leben des neugeborenen Tieres gelten als kritisch. Es sei noch zu früh, das Geschlecht festzustellen, hieß es. Die Schuppentiere sind vom Aussterben bedroht, weil ihr Fleisch in Asien als Luxusgericht verzehrt und ihre Schuppen in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden. Weiterlesen

Fahrrad-Hersteller und Händler mit vollen Lagern

Frankfurt/Göttingen (dpa) – Nach dem Corona-Boom richtet sich die deutsche Fahrrad-Branche auf eine Normalisierung ihres Geschäfts ein. Kurzfristig gebe es bei den Herstellern volle Lager, sagte der Sprecher des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV), Reiner Kolberg, am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz.

In der zweiten Jahreshälfte 2022 habe es wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten eine deutliche Zurückhaltung bei den Kunden gegeben, die ihre Kaufentscheidungen aufgeschoben hätten. Die Zeit der extremen Sondereffekte aus den Corona-Jahren sei vorbei, berichtete Kolberg. Man komme jetzt wieder in die Normalität, sehe aber keine Rezession, sondern eine langfristig weiterhin stabile Nachfrage. Genaue Absatzzahlen für das Gesamtjahr will der Verband erst im März vorlegen. Im ersten Halbjahr 2022 wurden dem ZIV zufolge in Deutschland rund 1,38 Millionen Fahrräder montiert. Davon waren rund 800.000 E-Bikes. Weiterlesen

Skilift am Erbeskopf steht ab Donnerstag wieder still

Thalfang (dpa/lrs) – Nach dem Anstieg der Temperaturen wird der Liftbetrieb am Erbeskopf am Donnerstag vorerst wieder eingestellt. «Wir machen eine Pause und schauen, ob wir später noch mal starten können», sagte die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Thalfang und Vorsitzende des Zweckverbandes Erbeskopf, Vera Höfner, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Man hoffe auf erneuten Naturschnee. «Es könnte noch passieren, dass wir über die Karnevalszeit noch mal Betrieb anbieten können.» Weiterlesen

Expedition: Britin solo durch die Antarktis

London (dpa) – Ihr Ziel einer Antarktis-Durchquerung hat die britische Extremsportlerin Preet Chandi zwar knapp verfehlt, auf ihre Leistung ist die Armeeangehörige aber dennoch stolz. «Mental war es schwierig zu wissen, dass ich nicht genügend Zeit haben werde für die Durchquerung», sagte die 33-Jährige, wie die BBC am Dienstag berichtete. «Aber bei der Expedition ging es darum, meine Grenzen auszureizen und andere zu inspirieren, dasselbe zu tun. Wie hätte ich nicht weitermachen können?» Weiterlesen

Peter Maffay wird zur Playmobil-Figur

Nürnberg (dpa) – Rocksänger Peter Maffay gibt es jetzt als Playmobil-Figur. Er bekam die kleine Spielfigur aus Kunststoff am Dienstag auf der weltgrößten Spielwarenmesse in Nürnberg überreicht. Er sei sich noch nicht sicher, ob er diese seiner kleinen Tochter zum Spielen geben werde, sagte der 73-Jährige. «Das muss ich mir noch genau überlegen.» Immerhin sei er stolz auf die kleine Statue mit Lederjacke und Gitarre, die ihm nachempfunden sei. Sie ist nach Angaben des Herstellers allerdings ein Unikat. Weiterlesen

Wie sollen Kinder schwimmen lernen?

Von Thomas Strünkelnberg, dpa

Bad Nenndorf (dpa) – Im Grunde ist es einfach: Weniger Schwimmbäder bedeuten weniger Schwimmunterricht – und weniger sichere Schwimmer. In der Corona-Pandemie gab es zeitweise überhaupt keinen Schwimmunterricht. Die Folge: Der Anteil der Nichtschwimmer unter den Grundschülerinnen und Grundschülern in Deutschland hat sich einer neuen Forsa-Umfrage zufolge binnen fünf Jahren verdoppelt.

Im vergangenen Jahr hätten 20 Prozent der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren nicht schwimmen können – fünf Jahre zuvor seien es 10 Prozent gewesen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Bad Nenndorf mit. «Der Unterschied ist gravierend, aber angesichts der Entwicklungen in den vergangenen zwei bis drei Jahren auch wenig überraschend», sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Sie mahnte: «Wie Jungen und Mädchen lesen, schreiben und rechnen lernen, so müssen sie auch schwimmen lernen. Wir müssen dahin kommen, dass jedes Kind am Ende der Grundschule sicher schwimmen kann.»

Das Seepferdchen allein reicht nicht

Die DLRG, nach eigenen Angaben Deutschlands größter privater Anbieter in der Schwimmausbildung, hatte die repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Die bislang letzte vergleichbare Studie gab es 2017. Im August 2022 wurden bundesweit 2000 Menschen ab 14 Jahren befragt. Dabei ging es unter anderem darum, ob sie sich als Nichtschwimmer, unsichere Schwimmer oder sichere Schwimmer einschätzen.

Mit 57 Prozent ist der Anteil der Kinder, die von ihren Eltern als sichere Schwimmer eingestuft werden, im vergangenen Jahr beinahe gleichgeblieben – 2017 waren es 59 Prozent, 2010 sogar 64 Prozent. Dabei steigt der Anteil der angeblich sicheren Schwimmer mit dem Alter: 26 Prozent der Eltern von Sechsjährigen gaben an, ihr Kind schwimme schon sicher. Bei den Zehnjährigen waren es 83 Prozent. Nur: Aus DLRG-Sicht fällt vielen Eltern diese Einschätzung schwer. «Mütter und Väter sind noch allzu oft der Meinung, ihr Kind kann schwimmen, wenn es das Seepferdchen hat», sagte Christian Landsberg, Leiter Ausbildung im DLRG-Präsidium. «Da sind sie jedoch auf dem Holzweg.»

Denn das Seepferdchen bescheinige das Beherrschen wichtiger Grundlagen, sicher schwimmen könne erst, wer den Freischwimmer, also das Bronze-Abzeichen, abgelegt habe, erklärte Landsberg. Allerdings hätten 21 Prozent der Kinder, die nach Einschätzung der Eltern sicher oder zumindest unsicher schwimmen können, kein einziges Abzeichen absolviert. Die DLRG geht davon aus, dass sechs von zehn Kindern oder 58 Prozent am Ende der Grundschulzeit keine sicheren Schwimmer sind.

Schwimmfähigkeit ist ans Einkommen gekoppelt

Die Umfrage ergab: Mehr als jedes zweite Kind (54 Prozent) zwischen sechs und zehn Jahren hat das Seepferdchen, 2017 waren es 69 Prozent. Den Freischwimmer haben 24 Prozent der Kinder absolviert, 13 Prozent können Silber und drei Prozent Gold nachweisen. Unter den Kindern ab zehn Jahren haben 42 Prozent den Freischwimmer absolviert, 24 Prozent haben Silber und acht Prozent Gold. Über sich selbst sagte die Hälfte der Befragten, gut oder sehr gut schwimmen zu können. Von den Menschen mit Hauptschulabschluss beurteilten sich nur 35 Prozent als gute Schwimmer, von den Menschen mit Migrationshintergrund 38 Prozent – und von den Älteren über 60 nur 37 Prozent.

«Was uns in der Deutlichkeit überraschte, sind die Unterschiede nach Einkommen», meinte Vogt. Denn fast die Hälfte (49 Prozent) der Kinder aus Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2500 Euro kann der Umfrage zufolge nicht schwimmen – bei einem Haushaltsnettoeinkommen über 4000 Euro sind es zwölf Prozent. Vogt betonte: «Schwimmen zu können darf keine Frage des Geldes sein. Umso wichtiger ist es, dass jede Schule in die Lage versetzt wird, das Schwimmen angemessen zu unterrichten.»

Die Energiekrise erschwert die Ausbildung

Dafür sind allerdings Bäder nötig. Doch in der Energiekrise will nach einer unlängst veröffentlichten Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young knapp jede dritte Kommune in Deutschland Hallen- und Freibäder schließen oder den Betrieb einschränken, viele haben dies schon umgesetzt. Das merken auch die Ausbilder: Die abgesenkte Wassertemperatur erschwere die Ausbildung der Jüngsten, sagte Arne Grosser, DLRG-Schwimmausbilder aus Hannover. «Wir haben donnerstags für die Seepferdchen-Gruppe eine Stunde angesetzt, können die Zeit aber meist gar nicht voll ausnutzen. Die Kinder sind irgendwann durchgefroren und müssen früher raus. Da dauert es dann länger als üblich, das Kursziel zu erreichen.» Außerdem seien wegen der hohen Nachfrage 30 Kindern im Kurs – «deutlich mehr als wünschenswert».

Nach den Forsa-Zahlen haben 87 Prozent der Befragten ein erreichbares Schwimmbad in der näheren Umgebung. 2017 waren es 92 Prozent. Bei Menschen aus Orten mit weniger als 5000 Einwohnern waren es 78 Prozent – nach 90 Prozent vor fünf Jahren. «Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Trend bei der Bäderversorgung weiter in die falsche Richtung läuft», kritisierte Vogt.

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Nürburgring bekommt rund 100 Kameras für mehr Sicherheit

Nürburg (dpa/lrs) – Rund 100 hochauflösende Kameras will der Nürburgring für mehr Sicherheit an seiner legendären Nordschleife installieren. Elf Millionen Euro sollen in eine flächendeckende digitale Infrastruktur auch mit LED-Panels für Warnsignale investiert werden, wie die Rennstrecke in der Eifel am Montag mitteilte. In der Saison 2025 soll die neue lückenlose Überwachung der 21 Kilometer langen hügeligen Nordschleife mit 73 Kurven starten. Die Bauarbeiten an der fast 100 Jahre alten Asphaltschleife haben bereits begonnen. Die jüngere, fünf Kilometer lange Grand-Prix-Strecke ist schon mit digitaler Sicherheitstechnik ausgerüstet. Weiterlesen

Mehr als 600 Skifahrer zum Auftakt am Erbeskopf

Thalfang (dpa/lrs) – Am ersten Tag der Skisaison am Erbeskopf sind am Sonntag mehr als 600 Skifahrer gezählt worden. «Nach zwei Jahren Corona sind wir total begeistert über den Auftakt», sagte die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Thalfang und Vorsitzende des Zweckverbandes Erbeskopf, Vera Höfner, am Montag. Die Wintersportler seien teils aus dem weiteren Umkreis gekommen, darunter viele aus Rheinhessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland, sagt sie. Alles habe gut geklappt, es habe kein Verkehrschaos gegeben. Weiterlesen

Glätte und Schnee: Viele Unfälle und Skibetrieb

Mainz (dpa/lrs) – Schnee, Glätte und eisige Temperaturen: In Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist die Rückkehr des Winters am Wochenende deutlich zu spüren gewesen. Die Polizei verzeichnete viele Unfälle, teils gab es auch Schwerverletzte. In den meisten Fällen blieb es aber bei Sachschäden. Quer stehende Lastwagen und liegengebliebene Autos blockierten teilweise auch die Straßen.

Auch zu Beginn der neuen Woche sollten Autofahrer behutsam fahren: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt bis zum Montagvormittag vor Glätte, vor allem im Bergland. Im Verlauf des Tages bleibt es bei Höchstwerten zwischen zwei und fünf Grad meist trocken. Auch in der Nacht zum Dienstag könnte es noch einmal glatt werden.

Vor allem am Freitag und in der Nacht zum Samstag kam es häufiger zu Verkehrsproblemen in Rheinland-Pfalz und im Saarland. In der Nacht zum Sonntag entspannte sich die Lage auf den Straßen, die Polizeipräsidien berichteten am Sonntag von keinen größeren Vorkommnissen. Weiterlesen

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