Viele Kommunen rufen Bürger zum Wassersparen auf

Mainz/Simmern (dpa/lrs) – Angesichts der Trockenheit und eines hohen Trinkwasserverbrauchs rufen viele Kommunen in Rheinland-Pfalz ihre Bürger zum Wassersparen auf. So solle Trinkwasser nicht benutzt werden, um Pools aufzufüllen, Pflanzen oder Sportplätze zu bewässern oder Autos zu waschen, appelliert beispielsweise die Verbandsgemeinde Kirchberg im Hunsrück an ihre Bürger. Derartige allgemeine Aufrufe zum Wassersparen gibt es nach Angaben des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz in Mainz derzeit viele.

Noch gebe es bei der Wasserversorgung aber grundsätzlich keine Trinkwasser-Knappheit, sagte der Referent für Wasserwirtschaft beim Gemeinde- und Städtebund, Thomas Rätz, in Mainz. Eher von dem Problem betroffen seien Gemeinden in Mittelgebirgen. «Die Betroffenheit ist – ganz vereinfacht gesagt – desto höher, je oberflächennaher die Wassergewinnung ist.» Im Rheintal gebe es trotz niedrigen Wasserstands des Rheins keinen akuten Wassermangel.

Landesweit seien diesen Sommer bisher nur wenige Fälle angeordneter Einschränkungen bekannt, sagte Rätz. So habe zum Beispiel die Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen im Rhein-Hunsrück-Kreis Mitte Juli bereits Verbote erlassen: Um die Grundversorgung mit Trinkwasser sicherzustellen, dürfen demnach unter anderem keine Pools oder Planschbecken befüllt werden, keine Grünflächen gewässert oder Autos auf Privatgrundstücken gewaschen werden.

Verstöße gegen die Beschränkungen stellen laut Verbandsgemeinde eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einer Geldbuße geahndet werden. Der Gemeinde- und Städtebund im Land ruft zu einem sorgsamen Umgang mit Trinkwasser auf. «Alle sollten sich nochmals vergegenwärtigen, dass Trinkwasser eines der kostbarsten Güter für unserer tägliches Leben ist», sagte Rätz.

 

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