Mainz (dpa/lrs) – Angesichts steigender Baukosten hat Rheinland-Pfalz die Förderung für den sozialen Wohnungsbau aufgestockt. «Wir haben die Förderkonditionen für die soziale Wohnraumförderung noch einmal deutlich verbessert und reagieren damit auf aktuelle Entwicklungen», sagte Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen (SPD) nach Beratungen des 2015 gegründeten Bündnisses für bezahlbares Wohnen am Freitag in Mainz. Neben der Baukostensteigerung nannte sie auch die Anforderungen beim klimagerechten Bauen. Weiterlesen
Beherbergungskonzept für die Gemeinde Sylt erstmals vorgestellt
Viele Sylter empfinden ihre Insel als zu voll. Dass an diesem subjektiven Gefühl etwas dran ist, untermauert ein aktuelles Beherbergungskonzept für die Gemeinde Sylt. Dies wird wohl Folgen für das Bauen auf der Insel haben.
Westerland (dpa/lno) – Zu voll, zu laut, zu viele Ferienwohnungen – was viele Sylter seit Jahren beklagen, haben sie nun schwarz auf weiß: In der Gemeinde Sylt gibt es zu viel zweckentfremdeten Wohnraum. Zu diesem Schluss kommt ein am Dienstagabend in Westerland erstmals öffentlich vorgestelltes Beherbergungskonzept, das die Lübecker Cima Beratung + Management GmbH im Auftrag der Gemeinde erstellt hat. Die Menge der Wohnungen, die durch Ferienwohnungen und auch Nebenwohnsitze dem Markt entzogen werden, sei immens hoch, heißt es in dem Gutachten. Die Folge seien ungewollte städtebauliche Effekte, zu denen vor allem der zunehmende Mangel an bezahlbarem Dauerwohnraum und Verkehrsbelastungen zählen. Weiterlesen
Geywitz hält an Neubau-Ziel für Wohnungen fest
Berlin (dpa) – Bauministerin Klara Geywitz hält trotz Problemen in der Baubranche an ihrem Ziel fest, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen.
Das zu erreichen, sei durch Lieferengpässe und explodierte Preise für Baustoffe und Energie zwar noch deutlich ambitionierter geworden, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Berlin. Zugleich aber würden die Wohnungen noch viel dringender gebraucht. Die Bauwirtschaft dagegen hält das Ziel inzwischen für «illusorisch», wie zum Auftakt eines Bündnisses für bezahlbares Wohnen deutlich wurde. Weiterlesen
Baubranche unter Kostendruck
Berlin (dpa) – Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten, die nicht zuletzt am Krieg in der Ukraine liegen, zwingen die deutsche Bauwirtschaft zu Konsequenzen.
Dazu gehören nach Einschätzung des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) die verstärkte Nutzung heimischer Rohstoffe, die häufigere Wiederverwendung von Baumaterialien und eine Diskussion um Freihandelszonen. «Der russische Angriff auf die Ukraine hat deutlich mehr Auswirkungen auf die deutsche Bauwirtschaft, als man das vermutet hat», sagte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa der Deutschen Presse-Agentur. Weiterlesen
Nach Förderstopp fordern Unternehmen Schadenersatz
Hamburg (dpa) – Nach dem Hin und Her bei der Wohnungsbauförderung durch die Bundesregierung fordern die großen Wohnungsunternehmen im Norden Schadenersatz.
Durch das Vorgehen von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei der «Bundesförderung für effiziente Gebäude» sei der Bau von mehr 2000 bezahlbaren Wohnungen bedroht, sagte ein Sprecher des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) am Montag.
Die Mitgliedsunternehmen hätten rund 52 Millionen Euro an Förderzuschüssen verloren, die für weit fortgeschrittene Projekte eingeplant gewesen seien. Der Verband habe den Firmen deshalb Schadensersatzklagen nahegelegt. Weiterlesen
Millionenförderung für ländlichen Raum im Saarland
Saarbrücken (dpa/lrs) – Das Saarland erhält in der kommenden Förderperiode von 2023 bis 2027 rund 56 Millionen Euro aus dem europäischen Fördertopf für Landwirtschaft und ländlichen Raum (ELER). Dies sei mehr als das Doppelte der bisherigen Jahrestranche und gehe auf Verhandlungserfolge bei den Agrarministerkonferenzen zurück, sagte Umweltminister Reinhold Jost (SPD) am Dienstag. Mit Bundes- und Landesmitteln bedeute das ein Gesamtbudget von 131 Millionen Euro. Weiterlesen
DIW-Chef: Enteignungen kontraproduktiv für Wohnungsmarkt
Berlin (dpa) – Nach dem Berliner Volksentscheid über die Enteignung großer Wohnungsunternehmen hat der Präsident der Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, vor negativen Konsequenzen für den Wohnungsmarkt gewarnt.
«Enteignungen wären nicht nur wirtschaftlich schädlich, sondern sie wären mit Blick auf das Wohnungsangebot und die Mieten kontraproduktiv», sagte er der Funke Mediengruppe. Weiterlesen