Über die Hälfte der Flut-Toten nach ersten Polizeivideos

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Sinzig (dpa/lrs) – Mehr als die Hälfte der mindestens 134 Todesopfer der Ahrflut sind erst nach den ersten Videoaufnahmen eines Polizeihubschraubers gestorben. Im Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe des rheinland-pfälzischen Landtags wurden kürzlich zwei insgesamt 20 Minuten lange Filme eines Helikopters mit Aufnahmen vom 14. Juli 2021 ab 22.15 Uhr an der Ahr unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorgeführt. Sie sollen Szenen von Menschen in höchster Not zeigen und waren erst vor Kurzem mehr als 14 Monate nach dem Hochwasser überraschend aufgetaucht. Weiterlesen

Tropensturm «Noru» erreicht Thailand

Bangkok (dpa) – Der Tropensturm «Noru» hat den Norden Thailands erreicht und in Dutzenden Provinzen zu starken Überschwemmungen geführt. Besonders schlimm betroffen sei die nordöstliche Region Ubon Ratchathani, wo das Wasser teilweise hüfthoch in den Straßen stehe, berichteten thailändische Medien am Donnerstag.

In der Provinz Si Sa Ket starb ein Mann, als ein Baum im Unwetter auf sein Auto stürzte, wie die Nachrichtenseite «The Thaiger» unter Berufung auf die Polizei schrieb. Weiterlesen

Neue Brücken im Ahr-Flutgebiet: Konzept dieses Jahr erwartet

Koblenz (dpa/lrs) – Noch in diesem Jahr soll ein erstes Gestaltungskonzept für den Wiederaufbau zerstörter Brücken im Ahr-Flutgebiet vorliegen. Den Auftrag dafür erhielten nach einer öffentlichen Ausschreibung ein Ingenieurbüro in Düsseldorf und ein Architekturbüro in Neuss, wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz in Koblenz am Donnerstag mitteilte. «Die technischen und hydraulischen Anforderungen an die neuen Brücken sind sehr hoch und müssen gut durchdacht sein. Die Ästhetik darf dabei jedoch nicht zu kurz kommen», erklärte der Leiter des LBM-Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal, Stefan Schmitt. Bei der Sturzflut im Juli 2021 mit mindestens 134 Toten waren auch viele Brücken zerstört worden.

 

 

Einer der heftigsten Hurrikans: Meterhohe Fluten in Florida

«Ian»
Von Julia Naue, Christiane Jacke, Andrej Sokolow und Denise Sternberg, dpa

Cape Coral (dpa) – Hurrikan «Ian» ist mit heftigen Winden, Regen und Sturmfluten auf die Westküste des US-Bundesstaates Florida getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde lag «Ian» am Mittwochnachmittag (Ortszeit) dabei nur knapp unterhalb der Schwelle zur höchsten Hurrikan-Kategorie. Auf seinem Weg ins Landesinnere Floridas schwächte sich der Sturm dann ab.

In der Nacht zum Donnerstag erreichte er Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde. Meteorologen stuften den Hurrikan damit zunächst auf die niedrigste Stärke eins von fünf herab. Weiterlesen

Florida macht sich bereit für Hurrikan «Ian»

Miami/Havanna (dpa) – Der US-Bundesstaat Florida rüstet sich für den gefährlichen Hurrikan «Ian», der auf Kuba bereits große Zerstörung angerichtet hat. «Die Vorhersagen können sich ändern, aber im Moment sagen die Experten, dass dies ein sehr schwerer Hurrikan sein könnte, lebensbedrohlich und mit verheerenden Auswirkungen», sagte US-Präsident Joe Biden am Dienstag (Ortszeit). Das US-Hurrikanzentrum warnte an der Westküste Floridas vor einer lebensbedrohlichen Sturmflut und Orkanböen. Für 2,5 Millionen Menschen galten Evakuierungsanweisungen – zahlreiche Menschen brachten sich in Sicherheit. «Ian» soll voraussichtlich am Mittwochabend (Ortszeit) auf Land treffen.

Der Wirbelsturm bewegte sich am Dienstagabend (Ortszeit) als Hurrikan der Kategorie 3 von 5 auf die Küste Floridas zu. Meteorologen warnten, dass «Ian» über dem warmen Golf von Mexiko an Stärke gewinnen werde und anhaltende Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde erreichen könnte. Es werde zwar erwartet, dass der Hurrikan sich abschwäche, bevor er südlich der Stadt Tampa auf Land treffen werde, sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Weil er sich dann aber im «Schneckentempo» bewege, werde sehr viel Regen in der Küstenregion fallen. Weiterlesen

Taifun «Noru» fordert Tote auf den Philippinen

Manila (dpa) – Der heftige Tropensturm «Noru» hat auf den Philippinen 50.000 Menschen in die Flucht getrieben. Die Zahl der Todesopfer sei bis Dienstag auf acht gestiegen, teilte der Katastrophenschutz mit. Drei Menschen würden vermisst. Besonders schlimm betroffen waren die Provinzen Bulacan, Zambales, Bataan und Quezon auf der Hauptinsel Luzon. Viele Gebiete sind überschwemmt. Erst langsam wird das Ausmaß der Schäden bekannt.

«Noru», der auf den Philippinen «Karding» genannt wird, war am Sonntagabend (Ortszeit) in dem südostasiatischen Inselstaat auf Land getroffen. Die Böen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von 240 Kilometer pro Stunde. Zeitweise wurde der Sturm als «Supertaifun» eingestuft. Er hat sich jedoch seit Montag abgeschwächt und die Philippinen am Dienstag verlassen. Weiterlesen

Hurrikan «Ian» gewinnt an Stärke

Miami (dpa) – DDer Hurrikan «Ian» gewinnt an Stärke und nimmt Kurs auf Kuba und den US-Bundesstaat Florida. Der Wirbelsturm erreichte nach Angaben des US-Hurrikanzentrums am Montagabend (Ortszeit) eine Stärke der Kategorie 2 von 5.

Bis Dienstag werden auf Kuba «lebensbedrohliche Sturmfluten, Orkanböen, Sturzfluten und mögliche Erdrutsche» erwartet. Der Hurrikan soll dann möglicherweise mit Stärke 4 weiter in Richtung Westküste Floridas ziehen. Dort warnen die Meteorologen ab dem Mittwoch vor Sturmfluten – das Risiko sei zwischen den Städten Fort Myers und Tampa am größten. Es werden ab dem späten Dienstagabend (Ortszeit) Winde in Orkanstärke erwartet. Weiterlesen

Wegen Tropensturms Hunderte Flüge zu den Kanaren gestrichen

Las Palmas de Gran Canaria (dpa) – Über die Touristen-Inseln der Kanaren ist ein Tropensturm hinweggefegt und hat den Flugverkehr stark beeinträchtigt. Mehr als 250 Flüge zu den Inseln im Atlantik vor der Westküste Afrikas sowie zwischen den Inseln wurden gestrichen, wie der spanische Flughafenbetreiber Aena mitteilte.

Am Montagmorgen begann sich die Lage etwas zu entspannen. Allerdings saßen noch viele Passagiere an Flughäfen der zu Spanien gehörenden Inseln fest. Auf der Internetseite von Aena waren Flüge als gestrichen oder stark verspätet aufgeführt. Weiterlesen

Hunderttausende in Puerto Rico weiter ohne Strom

San Juan (dpa) – Eine Woche nach dem Durchzug des Hurrikans «Fiona» in Puerto Rico ist bei Hunderttausenden Menschen die Stromversorgung noch nicht wieder hergestellt worden. Rund 44 Prozent der Anschlüsse hatten am Sonntag weiterhin keinen Strom, wie aus einem Tweet des Stromanbieters Luma Energy hervorging.

Nach Angaben der Wasserbehörde AAA war bei 19 Prozent der Anschlüsse die Wasserversorgung noch nicht wieder hergestellt. Manche Menschen seien noch von der Außenwelt abgeschnitten, sagte der Chef des Katastrophenschutzes, Nino Correa, in einem Facebook-Video. Weiterlesen

Deutschland erhöht Fluthilfe für Pakistan

Augsburg (dpa) – Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan sollen weitere Unterstützung aus Deutschland erhalten. Nachdem Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze kürzlich Mittel in Höhe von 13 Millionen Euro zugesagt hatte, erhöht ihr Ministerium die Hilfen nun um weitere 26 Millionen Euro, wie die «Augsburger Allgemeine» berichtet. «Die Situation in Pakistan entwickelt sich zur Katastrophe nach der Katastrophe», sagte die SPD-Politikerin und beklagte, die Überschwemmungen hätten die «Entwicklungserfolge der letzten Jahre in kürzester Zeit zunichte gemacht». Weiterlesen

Wirbelsturm «Fiona» richtet in Kanada schwere Schäden an

Halifax (dpa) – Mit heftigen Regenfällen und Sturmfluten hat Wirbelsturm «Fiona» entlang Kanadas Ostküste schwere Schäden angerichtet. In einigen Gebieten wurde der Notstand ausgerufen. Hunderttausende Menschen waren ohne Strom. Der kanadische Premier Justin Trudeau kündigte rasche Hilfe für die betroffenen Regionen an. Auch das Militär sollte bei den Aufräumarbeiten eingesetzt werden.

Stark betroffen war etwa der Küstenort Port aux Basques in der Provinz Neufundland und Labrador, wo mehrere Häuser von hohen Wellen weggerissen wurden. Die Polizei hatte die Bewohner zuvor angewiesen, Gefahrenzonen zu verlassen. Der Bürgermeister des Ortes, Brian Button, sprach in einem Facebook-Video von einer «Kriegszone». Überall gäbe es Bilder der Zerstörung. Weiterlesen

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