Land baut Beratung zum Umgang mit Energie aus

Mainz (dpa/lrs) – Rheinland-Pfalz baut die Beratung für einen möglichst sparsamen Energieverbrauch der privaten Haushalte aus. Dazu werden insgesamt 600.000 Euro zusätzlich bereitgestellt, wie die Landesregierung nach einem Runden Tisch mit Verbraucherschützern, Kirchen, Gewerkschaften und Sozialverbänden am Mittwoch in Mainz mitteilte. Zusammen mit dem Bund will die Landesregierung dazu beitragen, soziale Härten abzufedern.

«Die steigenden Energiepreise sind eine drängende soziale Herausforderung, die alle Menschen in unserem Land stark umtreibt», sagte Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD). Die Teilnehmer der Runde erwarteten eine länger dauernde Phase der Gasknappheit. Der Bund müsse dafür sorgen, dass das nächste Entlastungspaket vor allem Rentnerinnen und Rentnern, Studierenden und Menschen mit geringem Einkommen zugute komme.

Energieministerin Katrin Eder (Grüne) sagte: «Der Winter und der Herbst werden hart werden.» Es gehe jetzt darum, in jedem Haushalt zu schauen, an welcher Stellschraube noch etwas getan werden könne, etwa die Heizung sinnvoll einzustellen oder Elektrogeräte abzuschalten und nicht im Standby-Betrieb zu lassen. «Wenn es uns gelingen würde, in Privathaushalten zehn Prozent des Energieverbrauchs einzusparen, dann wäre viel erreicht.» Land und Kommunen haben sich in ihrem Bereich eine Einsparung von 15 Prozent als Ziel gesetzt.

An dem Runden Tisch nahmen 25 Vertreter von Organisationen der Zivilgesellschaft teil. Verbraucherschutzministerin Katharina Binz (Grüne) sagte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz weitere Unterstützung zu. Deren Chefin Ulrike von der Lühe sagte: «Die Abrechnungen im nächsten Jahr werden die Menschen besonders hart treffen. Wer es dieses Jahr gerade noch hinkriegt, wird dann Probleme bekommen. Mit den zugesagten zusätzlichen Mitteln werde die Beratungsarbeit verstärkt.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz wird mit zusätzlichen 300.000 Euro unterstützt. Damit soll unter anderem die Energie-Hotline ausgebaut werden, bei der es zuletzt wegen des starken Andrangs zu langen Wartezeiten kam. Ebenfalls 300.000 Euro gehen an ein neues Informations- und Beratungsangebot mit dem Motto «Energiekrise begegnen – Strukturen in der Schuldner- und Insolvenzberatung stärken».

 

 

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