Schwangerenberatung als Brücke zum Gesundheitswesen

Die besondere Bedeutung der Schwangerschaftskonflikt- und Schwangerschaftsberatung hob Familienministerin Malu Dreyer in Mainz hervor. Anlass ist die aktuelle Landesförderung von rund 4,8 Millionen Euro, die in diesen Tagen den Trägern der Beratungsstellen bereitgestellt wird. Damit fördert das Land Rheinland-Pfalz 50 Beratungsstellen der Schwangerschaftskonfliktberatung und 31 Beratungsstellen der katholischen Schwangerschaftsberatun

Das Land trägt die Hälfte der Fachpersonalkosten für Psychologen, Therapeuten, Sozialpädagogen und andere Fachkräfte in den Beratungsstellen. Die Kommunen steuern 30 Prozent der Kosten bei. „Die Geburt eines Kindes bedeutet neben Freude und Glück auch ein hohes Maß an Verantwortung. Werdenden Müttern umfassende Unterstützung und professionellen Rat anzubieten, wird als sehr positiv erlebt. Gemeinsam wird nach Möglichkeiten gesucht, um Schwierigkeiten zu überwinden und Probleme zu lösen“, unterstrich Dreyer.

„Das Land sieht sich in der Verantwortung, eine soziale und wohnortnahe Infrastruktur der Schwangerschaftsberatung zu fördern, die Frauen und Familien rund um das Thema Schwangerschaft und Familienplanung vertraulich berät“, so die Familienministerin. Im Mittelpunkt der Weiterlesen

Familienministerium legt Folgeprogramm für Mehrgenerationenhäuser auf

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt auch in Zukunft auf die Erfahrung und Kompetenz aller Engagierten in den Mehrgenerationenhäusern. Vor allem die neuen Themen "Alter und Pflege" sowie "Integration und Bildung" sollen das Profil der Mehrgenerationenhäuser schärfen. Die aktuelle Förderperiode war von vorneherein auf fünf Jahre angelegt und läuft für die ersten Häuser Ende 2011 aus. 

"Die engagierte und erfolgreiche Arbeit der Ehrenamtlichen in den Mehrgenerationenhäusern muss weitergehen", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. "Das Konzept hat sich bewährt – jetzt werden wir es in die Zukunft tragen." 

Pflege und Integration Schwerpunkte des neuen Förderprogramms 

Das Folgeprogramm wird im Jahr 2011 öffentlich ausgeschrieben. Auch in Zukunft wird der generationenübergreifende Ansatz die Arbeit der Häuser prägen. Unerlässlich ist außerdem die Unterstützung der Kommunen. Diese ist ein entscheidender Indikator dafür, ob und wie die Mehrgenerationenhäuser im kommunalen Angebot verankert sind. Daher sollen die Kommunen eine stärkere Rolle als Weiterlesen

Alte Frauen…

Ich steh’ am Fenster, wer will die Sicht mir verbauen ?
In der Tat, eine Gruppe älterer Frauen.
Egal worüber sie reden und klönen,
sie sprechen gern in leiseren Tönen.
Wenn treff’ ich beim Wandern, beim flotten Bergauf ?
Wer macht um den Sportplatz den Dauerlauf?
Du kannst deinen Augen ruhig trauen:
Es ist eine Truppe älterer Frauen.
Wenn treff’ ich frühmorgens auch schon beim Schwimmen ?
Wer macht Gymnastik, versucht sich zu trimmen ?
Landauf, landab in unseren Gauen:
Es sind die zähen, die älteren Frauen.
Wer liebt das Theater und pflegt die Kultur ?
Wen trifft man oft in Museen nur ?
Mögen sich Männer gern’ Fußball anschauen,
wo ich hingeh’ sind interessierte, ältere Frauen.
Für die Enkel nehmen sie sich gerne Zeit,
kein Weg dahin ist ihnen jemals zu weit.
Ihren freien Tag lassen sie sich jedoch nicht verbauen:
Sie kriegen alles geregelt, die älteren Frauen.
Wer Weiterlesen

Zentimeter-Striche

Wenn die Enkel mich besuchen, werden sie immer gemessen. So zwischendurch beim Spielen höre ich dann plötzlich: „Oma, wir haben ja noch nicht gemessen.“ „Na, dann aber schnell an den Türrahmen und bitte ohne Schuhe, Hände an die Hosennaht, wie ein Soldat.“ Im Null Komma Nichts steht Leon da. „Oma, kann ich wieder meinen Namen dazu schreiben?“ „Na klar, aber erst mal ein Buch auf den Kopf und einen Strich machen. Hui, da sind ja wieder ein, zwei Zentimeter hinzugekommen“, freue ich mich. Leon guckt hin: „Bin ich jetzt schon größer als Laurin?“ „Na, mal sehen. Ich glaube, jetzt seid ihr beide gleich groß“, schätze ich zuversichtlich. „Nur noch eine Zuckerstulle heute Abend, dann hast du es bestimmt geschafft!“ Sie können mir glauben, der Türrahmen ist bestens geeignet, um das Wachstum festzuhalten. Meine Töchter wurden an derselben Stelle gemessen. Ohne Metermaß wurden einfach nur Striche am Türrahmen gemacht. Die durften Weiterlesen

So hat es auch funktioniert…

Neuigkeiten aus unserer Region, unserem Land, ja der ganzen Welt erfahren wir heute in Minutenschnelle aus dem Internet. Wichtige Meldungen können ausgedruckt werden, so dass wir sie schwarz auf weiß zum Nachlesen oder Aufbewahren haben.
Vor rund 60 Jahren dachten wir nicht einmal im Traum an eine derartige Nachrichtenübermittlung. Zwar informierte uns die Tageszeitung (nicht jede Familie konnte eine solche abonnieren) über Regionales und das Weltgeschehen, doch was für uns Dorfbewohner hier und heute wirklich wichtig war, das verkündete der örtliche „Ausscheller“.

Der Letzte, der diese Dienstleistung bis Ende der Siebziger des 20. Jahrhunderts gewissenhaft in Keilberg für uns erbrachte, war Vinzens Stegmann. Den „Schellenmann“ kannten selbst alle Kinder im Ort.

Jeden Morgen erkundigte er sich in der Gemeindekanzlei, ob es einen Auftrag für ihn gab. Weniger Wichtiges konnte schon einmal einen Tag aufgeschoben werden. Wesentliche Nachrichten erlaubten keinen Aufschub. Dann zog Vinzens durch alle Straßen Keilbergs, schwang unermüdlich die „Dorfglocke“ und Weiterlesen

Angebot für Opfer sexueller Gewalt

Bonn/Trier. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat einen Zwischenbericht ihrer Hotline für Opfer sexueller Gewalt vorgelegt. Danach wurden von März bis Mitte Oktober dieses Jahres 3.431 Gespräche am Telefon geführt und 213 Internet-Beratungen in Anspruch genommen. 22.845 Menschen informierten sich über das Angebot unter www.hilfe-missbrauch.de. Grundlage des Zwischenberichts sind 1.325 Basis-Erhebungsbögen sowie 245 Zusatzerhebungsbögen mit statistischen Daten zu den Beratungen am Telefon und im Internet. Die bundesweite Hotline ist ein Angebot der Lebensberatung im Bistum Trier im Auftrag der DBK.

Laut Auswertung haben 664 Nutzer der Hotline Sexualdelikte thematisiert, die im kirchlichen Umfeld stattfanden. 432 davon wurden durch Priester oder Ordensleute begangen. 393 Sexualdelikte wurden benannt, die nicht im kirchlichen Umfeld verübt wurden. Täter waren hier beispielsweise Lehrer in staatlichen Schulen und Internaten, Familienangehörige oder Verantwortliche im Verein. 16,1 Prozent aller Opfer gaben an, einmal missbraucht worden zu sein. 69,8 Prozent seien mehrmals und 14,1 Prozent andauernd missbraucht worden. Rund 97 Prozent Weiterlesen

Kristina Schröder: “Für eine wirksame Integration brauchen wir klare Regeln.”

In den letzten Monaten ist eine intensive Diskussion, insbesondere über Gewaltphänomene bei jungen männlichen Migranten geführt worden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend legt jetzt zwei aktuelle Studien vor, in denen das Rollenverständnis muslimischer Jugendlicher, ihre Einstellung zu Gewalt und Präventionsmöglichkeiten untersucht werden.

"Es gibt keine Entschuldigung für Gewalt – egal, warum sie entsteht und vom wem sie ausgeht", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder. "Wir müssen offen und ohne Tabus über die Probleme in der Integration reden, mit denen viele Menschen in ihrem Alltag konfrontiert sind. Die heute vorgelegten Studien belegen: Entscheidend für die Lösung dieser Probleme sind klare Regeln, eine wirksame Prävention und die frühe Förderung von Kindern und Jugendlichen."

Die Studie "Jugendliche Migranten – muslimische Jugendliche. Gewalttätigkeit und geschlechterspezifische Einstellungsmuster" wurde von der Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Sonja Haug erstellt. Haug skizziert in ihrer Untersuchung individuelle Faktoren für eine erhöhte Gewaltbereitschaft junger Migranten. Als Weiterlesen

Einigung über Bundesfreiwilligendienst vorgestellt

Berlin. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, und die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und FDP im Bundestag, Ingrid Fischbach und Miriam Gruß haben am vergangenen Donnerstag die Pläne für den neuen Bundesfreiwilligendienst vorgestellt.

"Mit dem Bundesfreiwilligendienst haben wir ein überzeugendes Konzept erarbeitet, mit dem wir die Freiwilligendienste in Deutschland stärken und den Wegfall des Zivildienstes zumindest teilweise kompensieren können", erklärte Bundesministerin Kristina Schröder. "Der neue Freiwilligendienst ist eine Einladung an Menschen jeden Alters, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. Davon profitieren nicht nur wir alle, sondern auch die Freiwilligen selbst. Ich bin daher optimistisch, dass in Zukunft viele Menschen – und im Gegensatz zum Zivildienst nicht nur junge – dieses attraktive Angebot annehmen werden."

"In den letzten Wochen und Monaten haben wir intensiv an der Frage gearbeitet, was der Wegfall des Zivildienstes für unser Land und unsere Gesellschaft bedeutet, und welche Konsequenzen wir ziehen müssen", sagte Ingrid Fischbach. "Die Suche nach einer Weiterlesen

CARE: Frauenhandel muss gestoppt werden

Bonn. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am Donnerstag, den 25. November fordert CARE Deutschland-Luxemburg eine stärkere Vernetzung von internationalen Staaten, Polizei und lokalen Organisationen, um den Handel mit Frauen zur Zwangsprostitution einzudämmen. „Frauenhandel ist ein grausames Verbrechen, das gestoppt und geahndet werden muss. Weltweit werden Frauen respektlos wie Ware gehandelt, auch in Deutschland landen sie in Bordellen und auf dem Straßenstrich“, so Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg.

CARE arbeitet auf dem Balkan zusammen mit lokalen Organisationen, die gegen den Handel mit Frauen kämpfen. „Frauenhandel ist ein lukratives Geschäft, organisiert von kriminellen Netzwerken. Diese Menschenhändler arbeiten professionell über Landesgrenzen hinweg“, so Mara Radovanovic von der CARE-Partnerorganisation LARA in Bosnien-Herzegowina. Oftmals fallen auf dem Balkan Roma-Mädchen in die Hände der Kriminellen. „Vor allem junge, hübsche Roma-Mädchen sind betroffen.

Sie werden ausgebeutet, missbraucht, ihrer Seele beraubt. Dann werden sie in andere Länder gebracht, auch nach Westeuropa Weiterlesen

Vernetzt – Leben in der Medienwelt

Ludwigshafen/Trier.Leben in Sozialen Netzwerken, permanenter Handy-Einsatz oder starke On­line-Präsenz – viele Eltern, Lehrkräfte und Erzieher/innen stehen dem Medi­enverhalten ihrer Kinder und Jugendlichen skeptisch gegenüber, können oft nicht einschätzen, welcher Nutzen oder auch welche Gefahren sich hinter der Mediennutzung ihrer Sprösslinge verbirgt.

Das Forum Medienkompetenz Rheinland-Pfalz hatte sich daher in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, mit konkreten Informationen von medienkundigen Re­ferenten Eltern und Lehrer über das Medienverhalten der „vernetzten Jugend“ zu informieren, sie in die medial vernetzte Lebenswelt der Heranwachsenden hineinzuführen.

„Das Forum Medienkompetenz ist eine Veranstaltungsreihe, die – inzwischen schon zum zwölften Mal – Eltern und Lehrern Perspektiven aufzeigen möchte, wie Medien und Online-Dienste pädagogisch begleitet und sinnvoll genutzt werden können“, erläuterte Manfred Helmes, Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK), bei der Begrüßung der zahlreichen Teil­nehmer. Gemeinsam mit den Partnern aus dem MedienKompetenzNetzwerk (MKN) Trier, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie der medien+bildung.com habe man hier im Weiterlesen

Sprachförderung ausbauen – Tests sehen Kinder unter Druck

Region. Die geplante finanzielle Unterstützung des frühkindlichen Sprachunterrichtes durch den Bund, kommentiert die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Raab wie folgt:

"Wir sind in Rheinland-Pfalz vor fünf Jahren mit unserem Programm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" gestartet und betrachten die angekündigten Fördermittel als Ergänzungen zu unsere bisherigen Anstrengungen. Wir haben bereits die Herkulesaufgabe angenommen, und die ersten Erfolge sind in unserem Land sichtbar: In Rheinland-Pfalz haben Kinder aus anderen Herkunftsländern bessere Chancen, einen qualifizierten Abschluss zu machen als in anderen Ländern".

Der Einführung von Sprachtests ab vier Jahren steht Raab kritisch gegenüber: "Kinder müssen auch Kinder bleiben. Tests und Leistungsnachweise üben unnötigen Druck aus, die Dokumentationsbögen der Erzieherinnen und Erzieher erfassen spielerisch das Sprachvermögen der Kinder. Diesen Weg sollten wir weiter beschreiben".

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