Pandemie-Effekt fällt weg: Zahl der Verkehrstoten steigt

Wiesbaden (dpa) – Das Statistische Bundesamt erwartet für das Jahr 2022 einen deutlichen Anstieg der Verkehrstoten in Deutschland. Ausgehend von den Zahlen für den Zeitraum von Januar bis September rechnet die Behörde für das Gesamtjahr mit einem Anstieg um mehr als 220 Tote im Vergleich zum Vorjahr. Das wären dann etwa 2790 Menschen, die im Straßenverkehr gestorben sind, wie die Behörde am Montag mitteilte. Dies wäre ein Anstieg um rund 9 Prozent.

Allerdings waren in den Corona-Jahren 2020 und 2021 mit 2719 beziehungsweise 2562 im Straßenverkehr Getöteten jeweils neue Tiefststände seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 erreicht worden. Dies lag nicht zuletzt daran, dass nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts in diesen beiden Jahren auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als vor der Pandemie.

Die Zahl der Verletzten wird nach Schätzungen der Statistiker im Gesamtjahr 2022 ebenfalls um rund 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. Das wäre ein Anstieg um etwa 30.000 Menschen auf ungefähr 353.000 verletzte Unfallopfer. Weiterlesen

Klimademonstranten blockieren erneut Straßen

München/Berlin (dpa) – Aktivisten der «Letzten Generation» haben sich erneut in München bei einem Klimaprotest auf einer Straße festgeklebt und den Verkehr blockiert. Neun Menschen klebten sich den Angaben eines Polizeisprechers zufolge am Montag am Karlsplatz auf der Fahrbahn fest. Sie trugen Warnwesten und machten mit Plakaten auf ihre Forderungen aufmerksam. Der Verkehr sei umgeleitet worden, die Behinderungen seien aber «moderat», hieß es.

Auch in Berlin haben Klimademonstranten ihre Blockaden fortgesetzt und zum Wochenstart erneut für Behinderungen im Berufsverkehr gesorgt. Zuerst registrierte die Polizei eine Protestaktion vor dem Hauptbahnhof in der Invalidenstraße mit sieben Menschen. Fünf davon hätten sich an der Fahrbahn festgeklebt, sagte eine Polizeisprecherin. Zuvor hatte die «Berliner Morgenpost» berichtet. Weitere Aktionen folgten an der Wilhelmstraße, Ecke Hallesches Ufer und der Potsdamer Straße, Ecke Varian-Fry-Straße. Dort hatten sich laut Polizei jeweils vier Aktivisten festgeklebt. Weiterlesen

Streifenwagen prallt mit Linienbus zusammen: Fünf Verletzte

Idar-Oberstein (dpa/lrs) – Bei einem Zusammenstoß eines Streifenwagens mit einem Linienbus sind in Idar-Oberstein fünf Menschen verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen war das Polizeifahrzeug am Sonntagvormittag auf einer Einsatzfahrt unterwegs, wie die Polizei am frühen Abend mitteilte. Im Bereich der B41/Otto-Decker-Straße sei der Streifenwagen bei Rot in die Kreuzung eingefahren und dort mit dem Linienbus zusammengeprallt, für den die Ampel zu diesem Zeitpunkt Grün zeigte. Der Streifenwagen krachte durch den Zusammenprall gegen eine Betonmauer und blieb erst nach etwa 75 Metern stehen, wie es hieß. Der Busfahrer und ein Fahrgast sowie drei Polizisten hätten leichte Verletzungen in Form von Schleudertraumata davongetragen. Den Schaden bezifferten die Ermittler auf etwa 85 000 Euro. Der Streckenabschnitt war für rund zwei Stunden gesperrt.

Weiter Finanzstreit ums 49-Euro-Ticket

Frankfurt/Main/Berlin (dpa) – Um die Finanzierung des geplanten 49-Euro-Tickets für den Nahverkehr in ganz Deutschland schwelt weiter Streit. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warnte vor einer Reduzierung des Angebots an Zügen und Bussen, sollte es nicht ausreichend vom Bund gegenfinanziert werden.

«Was nicht passieren darf, ist, dass man Verkehrsleistungen abbestellt, das wäre der klimapolitische Totalschaden in unserem Land», sagte EVG-Chef Martin Burkert der Deutschen Presse-Agentur. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) machte vorerst keine weiteren Zusagen. Er warb trotz teils noch offener Finanzfragen für einen Start des neuen Angebots.

Wissing sagte der «Welt am Sonntag»: «Niemand weiß heute exakt, was die Einführung des 49-Euro-Tickets im nächsten Jahr genau kosten wird.» Das werde man erst 2024 wissen. «Dann wollen wir ohnehin über das Ticket und die weitere Entwicklung mit den Ländern reden.» Deshalb sollten sich jetzt «alle an die Arbeit machen» und einen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz für eine Einführung zügig umsetzen. Das «Deutschlandticket» für Busse und Bahnen im Nahverkehr mit einem Einführungspreis von 49 Euro im Monat soll im neuen Jahr kommen und an die beliebten 9-Euro-Tickets aus dem Sommer anknüpfen. Der Starttermin ist noch offen, die Länder streben den 1. April an. Weiterlesen

Auto kracht in Gegenverkehr: Mann lebensbedrohlich verletzt

Billigheim-Ingenheim (dpa/lrs) – Bei einem Zusammenstoß zweier Autos nahe Barbelroth (Landkreis Südliche Weinstraße) sind drei Menschen verletzt worden, darunter ein 18-Jähriger schwer. Der junge Mann krachte am Sonntag mit seinem Wagen auf der Gegenspur in ein entgegenkommendes Auto, wie ein Polizeisprecher sagte. Feuerwehrkräfte befreiten den Schwerverletzten aus seinem Wagen. Sein Gesundheitszustand sei «kritisch». Eine 39-Jährige und ihr 14-jähriger Sohn wurden im anderen Auto leicht verletzt. Alle drei kamen ins Krankenhaus. Die Landstraße war im Zeitraum der Bergungsarbeiten voll gesperrt. Zur Unfallursache wird nun ermittelt.

Schneefall und Glättegefahr auch in kommender Nacht

Offenbach (dpa/lrs) – Nicht nur niedrige Temperaturen, auch Schneefall und Glätte haben die Menschen im Saarland und in Rheinland-Pfalz am Montag in den Wochenstart begleitet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gab es von der Eifel bis zum Westerwald teils kräftigen Schneefall, der teilweise bis in tiefe Lagen ging. Erst im Verlauf des Vormittags solle das Tief nach Norden abziehen. Der Neuschnee sei ein bis fünf Zentimeter hoch, in Staulagen seien auch bis zehn Zentimeter möglich. Auch in der Nacht zum Dienstag müsse vor allem in Eifel und Hunsrück sowie Westerwald oberhalb von 400 Metern mit Glättegefahr durch geringen Schnee oder gefrierenden Sprühregen gerechnet werden, hieß es am Montag. Weiterlesen

Zug erfasst Mann: Schuld des Lokführers ausgeschlossen

Lambsheim (dpa/lrs) – Nach einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Radfahrer und einem Zug in Lambsheim (Rhein-Pfalz-Kreis) schließt die Polizei einen technischen Defekt aus. Außerdem treffe auch den Lokführer nach derzeitigen Erkenntnissen keine Schuld, teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und Polizei am Donnerstag mit. Weiterlesen

Auto stößt frontal mit Laster zusammen: 19-Jähriger stirbt

Koblenz (dpa/lrs) – Ein 19-jähriger Autofahrer ist auf der regennassen Bundesstraße 49 in den Gegenverkehr geraten und tödlich verunglückt. Er sei am Donnerstag gegen 13.30 Uhr zwischen Koblenz und Neuhäusel von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei am Abend mit. Er stieß im Gegenverkehr mit einem Lastwagen zusammen. Der 19-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Die Bundesstraße musste etwa vier Stunden rund um die Unfallstelle voll gesperrt werden. Der tödlich Verunglückte stammte aus dem Westerwaldkreis.

Sozialverband VdK mahnt barrierefreie Bushaltestellen an

Mainz (dpa/lrs) – Seit dem 1. Januar müssen Busbahnhöfe und Bushaltestellen barrierefrei sein. Immer noch gebe es aber vielfach Hindernisse für Menschen mit Behinderung wie hohe Bordsteine beim Zugang oder Stufen beim Einstieg, kritisierte der Sozialverband VdK zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung an diesem Samstag. Vielfach fehlten an Bushaltestellen in Rheinland-Pfalz auch Leitlinien für Blinde, oder Bewegungsflächen für das Fahren im Rollstuhl seien viel zu beengt.

«Die Kommunen müssen ihrer Verpflichtung endlich nachkommen und den barrierefreien Ausbau beschleunigen», heißt es in einem Brief des Landesverbandsvorsitzenden Willi Jäger an die Staatskanzlei, Ministerien, Landtagsfraktionen sowie kommunalen Spitzenverbände. Das Land müsse die finanziellen Mittel dafür aufstocken und im geplanten Nahverkehrsplan klare Vorgaben machen. «Der Stichtag ist bereits verstrichen, jetzt muss dringend gehandelt werden», forderte Jäger. Weiterlesen

Zug erfasst Mann: Schuld des Lokführers ausgeschlossen

Lambsheim (dpa/lrs) – Nach einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Radfahrer und einem Zug in Lambsheim (Rhein-Pfalz-Kreis) schließt die Polizei einen technischen Defekt aus. Außerdem treffe auch den Lokführer nach derzeitigen Erkenntnissen keine Schuld, teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und Polizei am Donnerstag mit. Weiterlesen

Mann entzieht sich mehrmals vergeblich Polizeikontrolle

Speyer (dpa/lrs) – Ein betrunkener Mann hat mehrmals vergeblich versucht, in Speyer einer Polizeikontrolle zu entkommen. Beamte hatten den 46 Jahre alten Mann in der Nacht zum Mittwoch überprüfen wollen, weil er mit einer Stirnlampe in ein geparktes Auto leuchtete, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Obwohl sie ihm ihre Dienstausweise zeigten, glaubte der Mann nicht, dass zivile Polizisten vor ihm standen. Bei seinem ersten Versuch, sich der Kontrolle zu entziehen, wurde er gefesselt und durchsucht. Dabei fanden die Beamten zu dem Auto passende Schlüssel. Weiterlesen

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