Bewohnerin stirbt bei Brand in Pflegeheim

Saarbrücken (dpa/lrs) – Bei einem Brand in einem Altenpflegeheim in Saarbrücken ist eine 97 Jahre alte Bewohnerin ums Leben gekommen. Zwei Menschen seien am Samstagmorgen durch Rauchgase schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Diese kamen ebenso in eine Klinik wie eine dritte Person, die aufgrund der Aufregung behandelt werden musste, wie ein Sprecher berichtete. Das Feuer war aus auch am Sonntag noch unklarer Ursache ausgebrochen. Der Feuerwehr zufolge standen zwei Zimmer im zweiten Obergeschoss in Vollbrand, Teile des Gebäudes waren verraucht. Einige Personen mussten demnach mit sogenannten Fluchthauben gerettet werden. Weiterlesen

Falsche Polizisten oder Enkel: Mehr Trickbetrüger am Telefon

Mainz (dpa/lrs) – Die Anrufe von Trickbetrügern vor allem bei älteren Menschen haben in Rheinland-Pfalz weiter zugenommen. «In den letzten Jahren mussten sowohl bei dem Fallaufkommen als auch bei der Schadenssumme deutliche Anstiege verzeichnet werden», sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags laut Sprechvermerk. «Die Täter agieren dabei grundsätzlich aus Call-Centern aus dem Ausland und gehen außerordentlich geschickt, penetrant und facettenreich vor» Weiterlesen

822 Menschen über 100 Jahre alt: Glückwünsche von Dreyer

Mainz (dpa/lrs) – 822 Seniorinnen und Senioren sowie 6460 Ehepaare haben im vergangenen Jahr besondere Post von Malu Dreyer erhalten: Die SPD-Ministerpräsidentin gratulierte allen, die 100 Jahre oder älter wurden oder mindestens 60 gemeinsame Ehejahre feierten. Neun Ehepaaren gratulierte die Ministerpräsidentin sogar zum 75. Hochzeitstag, wie die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz in Mainz am Donnerstag mitteilte. Weiterlesen

92-Jähriger stürzt: Mann klettert über Balkon und hilft

Enkenbach-Alsenborn (dpa/lrs) – Das entschlossene Handeln eines Nachbarn hat einen Rentner im pfälzischen Enkenbach-Alsenborn (Kreis Kaiserslautern) aus einer misslichen Situation gerettet. Der 92 Jahre alte Senior war in der Nacht zum Mittwoch in seiner Wohnung gestürzt und rief um Hilfe, wie die Polizei in Kaiserslautern am Donnerstag mitteilte. Der 41 Jahre alte Nachbar hörte das. Weil der 92-Jährige die Wohnungstür nicht öffnete, kletterte der Helfer kurzerhand über den Balkon in die Wohnung und kümmerte sich um den Mann. Nachdem ein anderer Nachbar bereits die Rettungskräfte verständigt hatte, nahm sich laut Polizei schließlich ein Pflegedienst des 92-Jährigen an.

 

Riester auf dem Prüfstand – Rentenpräsidentin will Antworten

Riester-Rente
Von Theresa Münch und Basil Wegener, dpa

Berlin (dpa) – Die Deutsche Rentenversicherung hat die Ampel-Koalition zur Klärung der Zukunft der Riester-Rente aufgefordert.

Verbraucherschützer pochten auf eine grundlegende Neuordnung. Die Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte eine grundlegende Reform des bisherigen Systems der privaten Altersvorsorge angekündigt, aber offengelassen, wie die Menschen künftig konkret vorsorgen können.

«Es gibt Menschen, die sagen: Riester ist für mich eine gute Vorsorge», sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Für diese Menschen lässt der Koalitionsvertrag offen, wie es weitergeht» Der Verbraucherzentrale Bundesverband hält die Riester-Rente nicht für zukunftsfähig. Riester brauche «tatsächlich eine Neuregelung» mit gutem Bestandsschutz, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, der dpa. Weiterlesen

74-Jähriger fährt mit Auto gegen Baum und stirbt in Klinik

Stade (dpa/lni) – Ein 74-jähriger Mann ist mit seinem Auto in Stade gegen einen Baum geprallt und im Krankenhaus gestorben. Nach Angaben der Polizei kam das Auto am Montag von der Fahrbahn ab. Auch Ersthelfer waren vor Ort und versuchten, den Schwerverletzten im Auto wiederzubeleben. Ein Notarzt versorgte ihn ebenfalls. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sei eine medizinische Ursache für den Unfall und den Tod des Mannes wahrscheinlich, heiß es.

 

 

CSU fordert kostenlose Girokonten für Rentner

Berlin (dpa) – Die CSU-Landesgruppe im Bundestag fordert ein kostenloses Konto für Seniorinnen und Senioren.

«Die aktuelle Inflation und gleichzeitig steigende Kontogebühren treffen insbesondere Rentner», heißt es in einem der dpa vorliegenden Beschluss-Entwurf für eine zweitägige Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag, die an diesem Donnerstag in Berlin beginnt. «Hier wollen wir gezielt entlasten und Rentnerinnen und Rentner unterstützen», heißt es in dem Vorstoß weiter, über den die «Bild am Sonntag» zuerst berichtete. Weiterlesen

Umfrage: SPD-Vorsprung vor Union schrumpft

Berlin (dpa) – Zum Jahreswechsel ist der Vorsprung der SPD vor der Union in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa geschrumpft.

CDU und CSU können sich im «Sonntagstrend» für «Bild am Sonntag» gegenüber der Vorwoche um einen Prozentpunkt verbessern und kommen nun auf 24 Prozent. Die Sozialdemokraten liegen bei 27 Prozent – damit bleiben sie stärkste Kraft, büßen aber einen Punkt ein. Weiterlesen

Seniorenbeirat der Stadt Daun wünscht frohe Weihnachten

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2021 war für uns alle eine große Herausforderung, die Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise waren weiter spürbar. Doch wir sind hoffnungsvoll, dass 2022 ein umso besseres Jahr wird. Wir bedanken uns herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in diesem Jahr und freuen uns auf die weitere enge Zusammenarbeit mit Ihnen! Weiterlesen

Besuche im Pflegeheim um und an Weihnachten – Die häufigsten Fragen und Antworten

Dürfen Angehörige ihre Lieben über oder nach Weihnachten aus dem Pflegeheim nach Hause holen?

Ulrike Kempchen: Selbstverständlich dürfen Pflegeheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohner die Feiertage bei ihren Angehörigen verbringen. Sie dürfen die Einrichtung uneingeschränkt verlassen und zurückkehren, es sei denn es gibt eine konkrete Quarantäneanordnung, die für sie gilt. In einzelnen Bundesländern, etwa in Rheinland-Pfalz, ist lediglich vorgesehen, dass wiederkehrende Bewohnerinnen oder Bewohner häufiger als ohnehin üblich auf das Corona-Virus getestet werden.

Müssen Betroffene nach einem Besuch zu Hause in Quarantäne?

Kempchen: Eine Quarantäne nach einem Aufenthalt außerhalb der Einrichtung ist nicht automatisch notwendig, sondern nur dann, wenn ein konkreter Verdachtsfall besteht. Allerdings stellt eine Quarantäne einen massiven Eingriff in die Grundrechte des Einzelnen dar und hat aus gutem Grund besonders hohe Hürden. Die Auswirkungen sozialer Isolation in Pflegeheimen sind gravierend und müssen dabei mit bedacht werden.
Zur Sicherheit aller empfehlen wir, dass sich alle Beteiligten vor und während der Besuche regelmäßig testen, auf Krankheitssymptome achten, Kontakte minimieren, Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln einhalten und im Zweifel eher vorsichtig sind.

Wird ein Bürgertest für den Besuch im Pflegeheim anerkannt?

Kempchen: Der Gesetzgeber hat zum einen den Einrichtungen den Auftrag gegeben, Tests anzubieten, und zum anderen den Nachweis eines negativen Testergebnisses für den Besuch vorgeschrieben. Das meint aber nicht, dass nur der Test in der Einrichtung zum Eintritt berechtigt. Auch das Ergebnis eines aktuellen Bürgertests ist ausreichend. Das ist auch deswegen interessant, weil die Einrichtung oftmals kein Zertifikat ausstellt und Getestete das Ergebnis nicht andernorts nutzen können. Eine Ausnahme stellt das Land Baden-Württemberg dar. Dort müssen Ungeimpfte in Regionen mit hoher Inzidenz einen PCR-Test vorlegen.

Kann die ganze Familie ins Heim kommen?

Kempchen: Die Anzahl der Personen, die gleichzeitig zu Besuch kommen können, hängt von der jeweiligen Landesverordnung ab. Zahlenmäßige Einschränkungen gibt es aber nur in wenigen Bundesländern. In Brandenburg dürfen derzeit nur zwei Besucherinnen oder Besucher pro Tag empfangen werden; in Mecklenburg-Vorpommern ist die Anzahl an den lokalen Inzidenzwert gekoppelt.

Ist ein Besuch mit den Enkelkindern geplant, sollte man genau nachschauen, denn teilweise gibt es für Besuche von Kindern besondere Regeln. Wir empfehlen kurz vorher noch einmal in der aktuellen Corona-Verordnung nachzusehen und im Vorfeld mit der Einrichtung in Kontakt zu treten und Kontakte zu reduzieren sowie die allgemeinen Hygieneregeln zu beherzigen.

Gelten im Zimmer Maskenpflicht und Mindestabstand?

Kempchen: Einige Corona-Verordnungen schreiben aktuell eine Maskenpflicht auf dem Zimmer der Bewohnerin bzw. des Bewohners vor. Auch finden sich dort teilweise verbindliche Regelungen für einen Mindestabstand. Es gibt in manchen Verordnungen aber auch sogenannte Soll-Vorschriften. Das meint eine eindrückliche Empfehlung, die man berücksichtigen sollte, aber nicht zwingend ist. Zudem gelten Ausnahmetatbestände für alle, die aufgrund von Behinderung oder Pflegebedarf Probleme mit diesen Regeln haben. In früheren Verordnungen war dies nicht so und es gab massive Probleme. Beispielsweise hatten viele Menschen mit Demenz Probleme ihre Angehörigen mit Maske zu erkennen und konnten Abstandsregeln nicht begreifen. Hier hilft es nur, sich im Vorfeld genau über die aktuell gültigen Bestimmungen zu informieren, etwa unter https://www.biva.de/corona-im-pflegeheim/besuchseinschraenkungen-in-alten-und-pflegeheimen-wegen-corona/

Was kann man tun, wenn in der Einrichtung andere Regeln gelten, die den Verordnungen widersprechen?

Kempchen: Es kann im Einzelfall sein, dass für eine Einrichtung besondere Regeln gelten. Allerdings nur dann, wenn eine zuständige Behörde, etwa das Gesundheitsamt oder die Heimaufsicht, einschränkende Maßnahmen lokal angeordnet hat. Man sollte sich daher bei den örtlichen Behörden über die aktuellen Bestimmungen in der betreffenden Einrichtung erkundigen.

Wir hören aber immer wieder auch von Einrichtungen, die eigenmächtig strengere Regeln umsetzen. Bei solchen Problemen ist wiederum die Heimaufsicht der richtige Ansprechpartner, denn zu ihren Aufgaben gehört auch, die Würde und Selbstbestimmtheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen.
An Weihnachten wird man aber in den meisten Behörden niemanden antreffen. Daher gilt der Rat: Rechtzeitig den Kontakt zur Heimleitung suchen und sich über die konkreten Anforderungen zu informieren. Dann kann man sich darauf einstellen und ggf. Ungereimtheiten vorab klären.

Sollte man nicht eher auf Weihnachtsbesuche im Pflegeheim verzichten?

Kempchen: Auch wenn Besuche momentan mit besonderen Schwierigkeiten verbunden sind, gilt es gerade jetzt seine Angehörigen im Pflegeheim zu besuchen. Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner waren ohnehin die Hauptleidtragenden der Pandemie und sollten nicht das zweite Weihnachten in Folge allein verbringen. Unter Beachtung der gegebenen Regelungen und allgemeinen Schutzvorschriften sind Besuche und auch Feiern zu Hause möglich.

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