Nächste Fluggesellschaft verlässt den Hahn

Hahn. Qatar Airways verlässt zu Beginn des Winterflugplans am 27. Oktober 2013 den Nachtflughafen Flughafen Frankfurt-Hahn und fliegt zukünftig vom Rhein-Main Flughafen in Frankfurt, so die neueste Meldung der „Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn.“ Begründung für den Weggang von Qatar Airways sind nach Ansicht der Bürgerinitiative nicht die Querelen am Flugplatz Hahn oder die weltweite Wirtschaftslage.
Vielmehr dürfte die Verlagerung der Qatar Frachtflüge nach Rhein-Main an generellen Problemen liegen, die bei sogenannten „Split Operations“ auftreten.  Damit sind die Kostentreibenden Reibungsverluste  gemeint, die entstehen, wenn die Frachtabwicklung über zwei räumlich getrennte Flughäfen erfolgt, wie sie am Hahn fast schon zwingend notwendig ist.Das sind übrigens die gleichen Probleme die letztendlich auch schon für den Weggang von Emirates Sky Cargo und Etihad Cargo verantwortlich sind.Die entscheidende Ursache für diese Probleme dürfte die Lage des Flughafens Hahn im strukturschwachen Hunsrück sein, weit weg von wirtschaftlichen Zentren, den industriellen Produktions-standorten und den damit verbundenen Waren- und Personenströmen. Diese wettbewerbsnachteilige Problematik kann offensichtlich auch nicht durch den uneingeschränkten Nachtflug aufgewogen werden und lässt sich weder durch weitere steuerfressende Investitionen in die Flughafeninfrastruktur, noch durch vollmundige Durchhalteparolen der Politik kompensieren. Sie ist der entscheidende Wettbewerbsnachteil des Hahn und damit ursächlich für die an Insolvenz grenzenden Defizite, so die Bürgerinitiative in ihrer Meldung.

Wann kommen die Massenentlassungen bei der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH?

Angesichts dieser immer dramatischeren Rückschläge kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH Massenentlassung von Mitarbeitern bei der Arbeitsagentur anmelden muss. Denn auf Dauer wird die Öffentlichkeit nicht tolerieren, dass es trotz des dramatischen Einbruchs im Passagier- und im Frachtbereich bei der Flughafens Frankfurt-Hahn keinerlei Entlassungen geben soll. Und dies während gleichzeitig im übrigen öffentlichen Dienst gnadenlos die Stellen zusammengestrichen und immer mehr Aufgaben auf immer weniger Mitarbeiter verteilt werden?

Hartes Sparprogramm in Rheinland-Pfalz, außer am Flughafen Frankfurt-Hahn?

Noch unverständlicher ist das ans Manische grenzende Festhalten der Verantwortlichen an den Arbeitsplatzzahlen des Flughafens Frankfurt-Hahn GmbH angesichts der Blut, Schweiß und Tränen-Ankündigungen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihres Finanzministers Carsten Kühl, die die Bürger wegen leerer Kassen auf zukünftig harte Zeiten vorbereiten.
Oder liegt dieses sture Weiterso am Hahn an der Angst, die politische Verantwortung für das wirtschaftliche Scheitern des von allen Landespolitikern vollmundig beschworenen Vorzeige Konversionsprojektes Nachtflughafen Hahn zu übernehmen? Nach dem Scheitern des Jahrhundertprojektes Nürburgring wäre diese Haltung sicherlich nicht ganz unverständlich.  Quelle: Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn

 

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