Prien: Vorwurf der Durchseuchung ist «schlicht falsch»

Kiel (dpa) – Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Karin Prien, hat den Vorwurf einer «Politik der Durchseuchung» an den Schulen zurückgewiesen.

«Wir setzen immer noch auf strikte Hygiene-Maßnahmen, auf Testpflicht, auf Masken. Der Vorwurf ist schlicht falsch», sagte die CDU-Politikerin der «Welt». Vertreter der Schüler-Initiative «WirWerdenLaut» hatten der Politik in einem offenen Beschwerdebrief einen «Durchseuchungsplan» vorgeworfen und eine Aussetzung der Präsenzpflicht, kleinere Lerngruppen, PCR-Pooltests und Luftfilter in allen Schulen gefordert. Weiterlesen

Unwetterwarnung: Schulbesuch freigestellt

Saarbrücken (dpa) – Wegen einer aktuellen Wetterwarnung stellt das Bildungsministerium im Saarland den Schulbesuch in den nächsten beiden Tagen frei. «Bei extremen Witterungsverhältnissen entscheiden grundsätzlich die Erziehungsberechtigten am Morgen, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist», teilte das Ministerium am Mittwoch in Saarbrücken mit. Volljährige Schüler entschieden selbst. Wer dem Unterricht fernbleibe, müsse die Schule benachrichtigen, hieß es. Weiterlesen

Eltern sollen bei Sturm über Schulbesuch entscheiden

Mainz (dpa/lrs) – Wenn Sturmböen den Weg zur Schule in den nächsten Tagen zu gefährlich machen, sollen Eltern ihre Kinder nach eigenem Ermessen zu Hause behalten. Diese Empfehlung gab am Mittwoch das rheinland-pfälzische Bildungsministerium.

«Bei extremen Witterungsverhältnissen entscheiden grundsätzlich die Erziehungsberechtigten am Morgen, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist», erklärte das Ministerium. Volljährige Schülerinnen und Schüler könnten dies selbst entscheiden. In beiden Fällen müsse die Schule benachrichtigt werden. «Die Sicherheit geht immer vor, deshalb sollten Eltern sich ständig über die aktuellen Straßen- und Witterungsverhältnisse erkundigen und dann abwägend entscheiden», riet das Ministerium. Weiterlesen

Weitere Grundschulen erhalten Fachkräfte für Gesundheit

Mainz (dpa/lrs) – Nach guten Erfahrungen mit Gesundheitsfachkräften in den ersten vier Schuljahren soll das Projekt auf insgesamt 20 Grundschulen ausgeweitet werden. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) nannte am Dienstag «weniger Fehlzeiten, bessere Lernvoraussetzungen und Bildungserfolge» als positive Ergebnisse des 2018 an zwei Mainzer Grundschulen gestarteten Modellprojekts. Nun kommen Schulen in Worms, Alzey und Ludwigshafen dazu.

Die Fachkräfte für Schulgesundheit leisten erste Hilfe bei Not- oder Unfällen, geben Medikamente, unterstützen chronisch erkrankte Schülerinnen und Schüler und sind Ansprechpersonen auch in psychischer Not. Gerade während der hohen Belastung durch die Corona-Pandemie habe sich gezeigt, dass die Fachkräfte die Gesundheitssituation an den Grundschulen verbesserten, sagte Hubig. Weiterlesen

KMK-Präsidentin Prien deaktiviert ihren Twitter-Account

Kiel (dpa) – Nach Wirbel über eine Äußerung auf Twitter hat die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, ihren Account in dem Dienst vorläufig deaktiviert.

«Ich nehme mir einige Wochen Zeit, um darüber nachzudenken, ob und wie ich Twitter als Medium weiter zur Kommunikation nutze», begründete die CDU-Politikerin am Montag diesen Schritt. Bei ihren Terminen im Land, in den Schulen, mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Interessen erlebe sie eine andere Kultur. «Auch kritisch und mit anderen Vorstellungen von den richtigen Lösungen, aber zivilisiert und mit Respekt im Umgang und an guten Lösungen interessiert» Wer sie erreichen wolle, dem stehe sie weiter über viele Wege zur Verfügung.  Weiterlesen

Schule muss wegen stechenden Geruchs geräumt werden

Ludwigshafen (dpa/lrs) – Wegen eines stechenden Geruchs in einer Schule ist die Feuerwehr Ludwigshafen zu einem Gefahrstoffeinsatz ausgerückt. Beim Eintreffen sei das Gebäude bereits geräumt gewesen, teilten die Einsatzkräfte am Montag mit. 32 Schülerinnen und Schüler klagten demnach über Augen- und Atemwegsreizungen und wurden ärztlich behandelt. Mithilfe umfassender Messungen und Luftproben konnte die Ursache des Geruchs schließlich dem Technikraum im Untergeschoss zugeordnet werden, wie es hieß. Die Schulverwaltung beauftragte eine Servicefirma. Sie soll nun die schadhafte Technik ermitteln.

 

 

Prien: Test und Masken in Schulen allmählich beenden

Berlin (dpa) – Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Karin Prien, fordert Lockerungen der Corona-Maßnahmen an Schulen. «Wir müssen raus aus einer Kultur der Angst an den Schulen», sagte die schleswig-holsteinische CDU-Bildungsministerin der «Bild»-Zeitung.

Wenn ab Mitte Februar, Anfang März geöffnet werde, müsse auch an Schulen gelockert werden. «Sport und Musikunterricht muss wieder in vollem Umfang stattfinden. Das Testen muss schrittweise enden. Spätestens Ende März reichen wahrscheinlich auch zwei Tests pro Woche» Schrittweise müsse die Testpflicht zur «Testmöglichkeit» werden. Auch die Maskenpflicht müsse nach und nach fallen, zuerst im Klassenraum am Platz, dann im Gebäude.  Weiterlesen

Sicherer mit Filter? Debatte über das Lüften an Schulen

Pandemie
Von Jörg Ratzsch, dpa

Berlin (dpa) – Der folgende Dialog ist typisch für die Debatte: «Was machen eigentlich die Luftfilter für Klassenräume? Mein Kind friert», schrieb Twitter-Nutzer oder -Nutzerin «kohondterfay» vor wenigen Tagen. 

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) Karin Prien (CDU) antwortete: «Und genau da liegt das Problem: hat Ihnen tatsächlich jemand weiß gemacht, dass Luftfilter das Lüften ersetzen?»

Prien, die schleswig-holsteinische Bildungsministerin und diesjährige KMK-Präsidentin, und ihre Kolleginnen und Kollegen in den Ländern betonen immer wieder, dass es auf keinen Fall mehr zu großen Schulschließungen kommen soll. In der politischen Debatte wird ihnen dann aber vorgehalten, sie hätten Schulen für durchgehenden Präsenzunterricht nicht sicher genug gemacht. Ein immer wiederkehrender Vorwurf dabei: Es fehlen Luftfilter. Weiterlesen

KMK-Präsidentin spricht nach Beschwerdebrief mit Schülervertretern

Berlin (dpa) – Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Karin Prien (CDU), hat sich nach einem Brandbrief von Schülern über die Corona-Lage an Schulen mit der Bundesschülerkonferenz und Schülervertretern aus den Ländern ausgetauscht. Das Gespräch sei «intensiv und sehr konstruktiv» gewesen, sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin am Dienstag im Anschluss.

«Mir ist extrem wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler gehört werden und wir uns regelmäßig miteinander austauschen. Die Schülerinnen und Schüler fordern zu Recht ein, rechtzeitig gehört zu werden. Auch bemängeln sie eine häufig zu späte Kommunikation. Hier müssen wir alle besser werden», sagte Prien, die in diesem Jahr die KMK als Präsidentin führt. Weiterlesen

Rund 150 Schulleiterstellen derzeit nicht besetzt

Hannover (dpa/lni) – Rund 150 Schulleiterstellen sind derzeit in Niedersachsen nicht besetzt. Das sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bei einer Online-Pressekonferenz am Mittwochabend. In Niedersachsen gibt es rund 3000 Schulen.

Nach Angaben eines Ministeriumssprechers wird die Zahl der unbesetzten Stellen nicht mit einem Stichtag erhoben, weshalb ein Vergleich zu früheren Zeiten schwierig sei. Die Zahl von rund 150 nicht besetzten Stellen sei jedoch ein eher niedrigerer Stand. Demnach fehlen im ländlichen Raum verstärkt Schulleiter. Wenn ein Schulleiter fehlt, kann dies etwa kommissarisch durch einen Stellvertreter aufgefangen werden.

Tonne stellte zudem das sogenannte Berufsbild Schulleitung vor. Darin sind den Angaben zufolge Aufgaben und Tätigkeiten von Schulleiterinnen und Schulleitern festgehalten – also etwa eine Art Leitbild für diesen Beruf. Darin geht es darum, welche Kompetenzen bei Schulleitern als wichtig erachtet werden.

 

Antriebslos, verängstigt, überfordert: Schüler leiden unter Pandemie

Von Elke Richter, dpa

Die Pandemie hinterlässt ihre Spuren auch in den Schulen. Lehrkräfte berichten von vielen Kids, deren psychische Probleme so groß sind, dass sie professionelle Hilfe bräuchten. Die gibt es oft nicht. Doch schon etwas mehr Normalität könnte viel bewirken. 

München (dpa/lby) – «Don’t let me down», lass mich nicht im Stich, bittet die Schulband, als Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Mittwoch die Aula der Marieluise-Fleißer-Realschule in München betreten. Natürlich nur als Einblendung auf der Leinwand, zusammengeschnitten aus Videoaufnahmen, schließlich dürfen die Jugendlichen seit zwei Jahren nicht mehr gemeinsam musizieren. Weggefallene Hobbys, Vereinsamung, Versagensängste durch Lernrückstände – viele Schülerinnen und Schüler leiden noch immer unter den Folgen der Pandemie. Weiterlesen

Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Eifelzeitung E-Paper Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen