Zurück zur Normalität? Schwieriger Neustart für Veranstalter

Freizeit
Von Serhat Koçak, dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Live-Konzerte, Festivals am Wochenende – vor der Corona-Pandemie gehörte das zum Alltag vieler Menschen. Im Frühjahr 2020 stellte das Virus alles auf den Kopf. Besonders hart traf es Konzert- und Eventveranstalter. Im März 2020 war die Branche eine der ersten, die ihre Arbeit einstellen musste. Im laufenden Jahr war sie eine der letzten, die sie fast unbeschränkt wieder aufnehmen durfte.

Für Veranstalterinnen und Veranstalter ist das Wiederanlaufen des Geschäfts nach zwei Jahren Zwangspause ein Segen: ausgebuchte Hallen, volle Stadien, Messen wie gewohnt. «Tatsache ist, dass die Live-Branche mit Vehemenz zurückgekehrt ist und eine bisher nie gekannte Folge von Konzerten mit fantastischer Resonanz über die Bühne gegangen ist», sagte Marek Lieberberg, Geschäftsführer von Live Nation GSA, der Deutschen Presse-Agentur. Als Veranstalter sei man zwar in der Verantwortung, die Entwicklung zu beobachten und gegebenenfalls Test- und Maskenpflicht wieder einzuführen. Doch solange es keine behördlichen Lockdowns gebe, würden Live-Veranstaltungen fortgesetzt, sagte Lieberberg. Weiterlesen

BDI-Chef: Auf Schlimmstes vorbereiten und Bestes hoffen

München (dpa) – Industriepräsident Siegried Russwurm hält eine völlige Einstellung der russischen Gaslieferungen für nicht ausgeschlossen. «Die Entscheidung liegt bei einem Mann im Kreml», sagte Russwurm am Freitag vor einem Spitzengespräch der deutschen Wirtschaft mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in München auf Anfrage. «Man muss sich vorbereiten aufs Schlimmste, aufs Beste hoffen und die Krise nicht herbeireden.»

Die Gasversorgung wird eines der Hauptthemen des traditionellen Treffens von Kanzler und den vier Spitzenverbänden der Wirtschaft auf der Münchner Handwerksmesse sein. Am Montag wird die Pipeline Nord Stream durch die Ostsee für eine schon vor Monaten angekündigte Wartung abgeschaltet. Die Befürchtung ist, dass die russische Seite die Lieferungen nach dem Abschluss der Wartung nicht mehr aufnehmen könnte.

Ist stabile Versorgung gefährdet?

Besonders in Süddeutschland mit seinen großen Industriestandorten gibt es Sorgen, dass bei einer Einstellung der russischen Lieferungen der Druck im deutschen Gasnetz nicht mehr ausreichen könnte, um eine stabile Versorgung zu gewährleisten. «Das kann durchaus sein», sagte Russwurm dazu. «All diese Notfallregelungen, wie mit Gasmangel umzugehen ist, sind für lokale Störungen gemacht worden. Was bei einem grundsätzlichen Gasmangel in diesem Gasnetz passiert, da gibt’s keine Erfahrungswerte.»

Russwurm regte darum an, kurzfristige Ersatzlösungen zu prüfen: «Wir tun in Bayern gut daran, zu überlegen, ob’s nicht auch andere Verbindungen gibt, die man relativ kurzfristig noch ertüchtigen kann, zum Beispiel Verbindungen nach Norditalien.» Vielleicht sei das LNG-Terminal in Triest der bessere Einspeisepunkt als über Leitungen aus Belgien und den Niederlanden.

Mit Nachbarn abstimmen

Auswirkungen hat die Stabilität der deutschen Gasversorgung nach Russwurms Worten auch auf Nachbarländer: «Man muss das Ganze im europäischen Kontext sehen», sagte der BDI-Cef. «Unsere Nachbarn im Süden und im Osten, die Österreicher, Tschechien, die hängen teilweise an unseren Leitungen, und wir in Bayern umgekehrt lose an den italienischen.» Was immer in Deutschland entschieden werde, müssen mit den Nachbarn abgestimmt werden.

Gastgeber des Spitzengesprächs ist der Zentralverband des Deutschen Handwerks, neben dem BDI nehmen noch die Spitzen von Arbeitgeberverband und Deutschem Industrie- und Handelskammertag teil. Das Treffen auf der Handwerksmesse fand zuletzt 2019 mit Scholz‘ Amtsvorgängerin Angela Merkel (CDU) statt. In den vergangenen beiden Jahren war das Treffen coronabedingt ausgefallen.

 

 

 

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Eurobike: Umzug nach Frankfurt ist Quantensprung fürs Rad

Frankfurt/Main (dpa) – Für die Fahrrad-Messe Eurobike ist der Umzug nach Frankfurt ein «Quantensprung». «Wir wollten in den urbanen Raum, und das ist uns hier gelungen», sagte der Geschäftsführer des Veranstalters Fairnamic am Donnerstag auf dem Messegelände.

Nach 29 Ausgaben in Friedrichshafen am Bodensee findet die internationale Messe vom 13. bis 17. Juli erstmals in Frankfurt statt. Sie wird begleitet von verkehrspolitischen Veranstaltungen und einem Mitmachprogramm im öffentlichen Raum. «Wir wollen Frankfurt zur Fahrradhauptstadt Deutschlands machen», sagte Veranstaltungsmanagerin Katja Richarz. Weiterlesen

Mobilfunkmesse MWC bleibt bis mindestens 2030 in Barcelona

Barcelona (dpa) – Die wichtigste Mobilfunkmesse MWC wird bis mindestens 2030 weiter in Barcelona stattfinden. Darauf einigten sich der Branchenverband GSMA mit der Stadt Barcelona und den zuständigen lokalen Organisationen, wie die GSMA am Montag mitteilte. Weiterlesen

Designerin zeigt Wintermode auf Fashion Week

Frankfurt/Main (dpa) – Unter dem Motto «Weltgewand(t)» hat die Designerin Anja Gockel auf der Frankfurt Fashion Week ihre neue Wintermode vorgestellt. Bei der Show auf der großen Terrasse des Hotels Frankfurter Hof präsentierten die Models eine harmonische Kollektion mit kraftvollen, erdigen Farben.

«Für mich ist die Vielfalt die Einheit», hatte Gockel vorab gesagt. Mit dem Motto wage sie «eine Utopie – eine Welt in Frieden und Freiheit – ein Plädoyer für Verstädndnis und Vielfalt der Menschen und ihren unverwechselbaren Kulturen», sagte die Mainzerin. Weiterlesen

Airbus-Rüstungschef: Müssen widerstandsfähiger werden

Luftfahrt
Von Carsten Hoffmann, dpa

Berlin (dpa) – Engpässe in den weltweiten Lieferketten treffen nach Airbus-Angaben zunehmend auch die Flugzeugbauer.

Der Rüstungschef des europäischen Luftfahrtkonzerns, Michael Schöllhorn, plädiert für verstärkte Anstrengungen der Branche, sich dafür zu wappnen. «Die Behinderung wird spürbar», sagte Schöllhorn, der auch Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) ist, der Deutschen Presse-Agentur vor der am Mittwoch beginnenden Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA). Airbus sieht dort gute Perspektiven für seinen Großraum-Transporter Beluga und präsentiert unter anderem auch seinen Kampfjet Eurofighter. Weiterlesen

Bundesregierung will klimaneutralen Luftverkehr voranbringen

Berlin (dpa) – Die Bundesregierung will einen klimaschonenderen Luftverkehr voranbringen.

Angesichts langer Entwicklungszeiten in der Branche sei es wichtig, neue Technologien jetzt anzugehen, machte die Luftfahrtkoordinatorin der Regierung, Anna Christmann (Grüne), am Dienstag bei der Vorlage eines Papiers der beteiligten Ressorts deutlich. Verkehrs-Staatssekretär Oliver Luksic (FDP) betonte, die Luftfahrt sei ein Schlüsselsektor für Deutschland. Für den Weg hin zu klimaneutralem Fliegen sei es wichtig, dass der Staat Leitplanken setze. Weiterlesen

Didacta: Noch viel zu tun bei Digitalisierung in Schulen

Köln (dpa) – Bei der Digitalisierung in Schulen bleibt nach Ansicht des Bildungsverbandes Didacta noch viel zu tun.

Zwar habe das Thema mit dem Distanzunterricht während der Corona-Pandemie gezwungenermaßen einen großen Schub bekommen – jedoch hake es noch in vielen Bereichen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Reinhard Koslitz. Die Digitalisierung ist einer der Schwerpunkte bei der internationalen Bildungsmesse Didacta, die am Dienstag in Köln startet. Weiterlesen

Vor Verkaufsverbot: Ansturm auf Verpackungs-Register

München (dpa) – Aus Angst vor drohenden Verkaufsverboten werden sich ausländische Onlinehändler etwa aus China oder den USA erstmals in großer Zahl an den Kosten für Entsorgung und Recycling ihrer Verpackungen in Deutschland beteiligen.

Vor der ab 1. Juli geltenden Verschärfung des Verpackungsgesetzes melden sich Tag für Tag an die 3500 Unternehmen im Verpackungsregister an, wie dessen Vorständin Gunda Rachut am Donnerstag berichtete. «Ich glaube, dass die Kurve in den nächsten vier Wochen noch einmal deutlich nach oben geht.» Sehr stark vertreten sind nach Worten der Juristin Onlinehändler aus China und den USA. Weiterlesen

Hannover Messe im Mehrfach-Krisenmodus

Industrie
Von Jan Petermann, Christopher Weckwerth und Mia Bucher, dpa 

Hannover (dpa) – Wenn nicht jetzt, wann dann? Die großen Themen der Hannover Messe 2022 – Klimaschutz, Energieeffizienz, Digitalisierung – waren auch dem Bundeskanzler lange bekannt.

Dass in diesem Jahr aber gleich mehrere aktuelle Krisen einschließlich eines Krieges in Europa auf dem wichtigsten Industrietreffen mit verarbeitet werden müssen, hätten sich vor einigen Monaten selbst die Veranstalter nicht vorstellen können. Olaf Scholz betonte: Der Wandel muss rasch kommen. «Die Pandemie und der Krieg nehmen der industriellen Transformation nichts von ihrer Dringlichkeit», sagte er zur Eröffnung. Weiterlesen

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