Nordex-Kurs um fast ein Fünftel eingebrochen

Frankfurt/Hamburg/Rostock (dpa) – Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex hat nach einer Gewinnwarnung erheblich an Wert verloren. Die Papiere des Unternehmens rutschten am Frankfurter Finanzmarkt auf den tiefsten Stand seit August 2020 ab, ihr Kurs büßte zwischenzeitlich knapp 20 Prozent ein.

Nordex-Aktien waren damit abgeschlagenes Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax. Einige Branchenbeobachter zeigten sich vom Ausmaß des Verlusts überrascht. Weiterlesen

Asien hängt europäische Schiffbauer weiter ab

Hamburg (dpa) – Europas Werften geraten aus Sicht der deutschen Schiffbauer immer weiter gegenüber der asiatischen Konkurrenz ins Hintertreffen.

Von einem Auftragsvolumen von rund 30 Milliarden Dollar (28 Mrd Euro) hätten Reeder aus der EU im vergangenen Jahr 57 Prozent nach Südkorea und 38 Prozent nach China vergeben; in der EU sei nur ein Prozent davon gelandet, berichtet der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM). «Europa hat nach zwei schwachen Jahren noch mal an Boden verloren bei den neuen Aufträgen», sagt VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken. Ähnlich sehen die Verhältnisse beim rund vier Milliarden Euro großen Auftragsvolumen deutscher Reeder aus. Weiterlesen

MV-Werften: Potenzieller Käufer für «Global One» springt ab

Wismar (dpa/mv) – Der schwedische Reedereikonzern Stena AB hat nach Angaben der MV-Werften kein Interesse mehr am Weiterbau des zur Insolvenzmasse der Gruppe gehörenden Kreuzfahrtschiffes «Global One». Der einzige Kunde, der für das Schiff zu haben gewesen sei, habe am Wochenende abgesagt, sagte Insolvenzverwalter Christoph Morgen am Montag bei einer Pressekonferenz am Werftstandort in Wismar. Zuvor hatte es eine Mitarbeiterversammlung gegeben. Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) anfügte, ist damit die geplante Verlängerung der Transfergesellschaft für 1500 ehemalige Werft-Beschäftigte weiter ungewiss, diese läuft Ende Juni aus. Ursprünglich wollte die Landesregierung bis zum Monatsende eine Entscheidung über eine Verlängerung treffen. Weiterlesen

Einigung im Streit um Klimastiftung

Schwerin (dpa) – Der Vorstand der umstrittenen Klimastiftung MV um Ex-Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) macht den Weg frei für eine Auflösung der Stiftung.

Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Einigung mit dem dreiköpfigen Stiftungsvorstand am Dienstag mitteilte, wird der Vorstand voraussichtlich Ende September geschlossen die Ämter niederlegen. Zuvor soll der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb der Stiftung geordnet abgewickelt werden, der den Bau der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 2 unterstützt hatte. Weiterlesen

Mehr berufliche Orientierung im Ganztagsangebot von Schulen geplant

Schwerin (dpa/mv) – Morgens Unterricht, nachmittags Handwerk: Mit Ganztagsangeboten an Schulen wollen die Handwerks- und Handelskammern junge Menschen für ihre Berufe gewinnen. Dadurch soll die berufliche Orientierung bei der Ganztagsbetreuung künftig eine größere Rolle spielen, wie das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch mitteilte. Neben den Handwerks- und Handelskammern traten auch die Steuerberaterkammer sowie das Bildungswerk der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern der «Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen» bei. Weiterlesen

Klimastiftung MV: Bezüge zu Nord Stream 2 streichen

Schwerin (dpa) – Die Klimastiftung Mecklenburg-Vorpommern will alle Bezüge zu Nord Stream 2 aus ihrer Satzung streichen. Das sagte Stiftungsvorstand Erwin Sellering am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir wollen deutlich machen, dass die Stiftung nicht mehr das Geringste mit Nord Stream 2 zu tun hat.» Zuvor hatte die «Welt am Sonntag» berichtet. Die Stiftungsaufsicht muss demnach die Satzungsänderung noch genehmigen. Weiterlesen

Karlsruhe für verpflichtende Bürgerbeteiligung bei Windparks

Karlsruhe (dpa) – Menschen in der Nachbarschaft von Windparks profitieren künftig möglicherweise häufiger vom finanziellen Ertrag. Das Bundesverfassungsgericht gab grünes Licht für gesetzliche Regelungen, die Anlagenbetreiber verpflichten, betroffene Anwohner und Kommunen am Projekt zu beteiligen.

Die Karlsruher Richterinnen und Richter begründen ihre Entscheidung mit wichtigen Gemeinwohlzielen wie dem Klimaschutz und einer gesicherten Stromversorgung. (Az. 1 BvR 1187/17)

Geklagt hatte ein Windenergie-Unternehmen wegen einer bundesweit bislang einmaligen Regelung in Mecklenburg-Vorpommern. Weiterlesen

35-Jähriger nach Überholmanöver schwer verletzt

Altheide (dpa/mv) – Bei einem riskanten Überholmanöver ist ein Autofahrer auf der Landesstraße 21 bei Altheide (Vorpommern-Rügen) schwer verletzt worden. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte, scherte der 35-jährige Fahrer nach dem Überholen am Dienstag zu früh mit dem Wagen ein und kollidierte mit dem anderen Auto. Der Wagen des  35-Jährigen schleuderte in den Graben und blieb auf dem Dach liegen. Der Mann kam in ein Krankenhaus nach Rostock, die Insassen des anderen Autos blieben unverletzt. Die zu dieser Zeit viel befahrene Straße nahe Ribnitz-Damgarten blieb vorübergehend zur Bergung gesperrt. Beide Autos mussten geborgen werden.

 

 

Altmaier: Hatte Kritik an Nord-Stream-Stiftung signalisiert

Berlin (dpa) – Mecklenburg-Vorpommern hat sich 2021 entschieden, den Bau der Ostsee-Gasleitung Nord Stream 2 mit der nun umstrittenen Stiftung abzusichern, obwohl der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nach eigenen Angaben Bedenken hatte.

Altmaier (CDU) war vor der Entscheidung von seinem damaligen Landeskollegen Harry Glawe (CDU) und dem seinerzeitigen Schweriner Energie- und heutigen Innenminister Christian Pegel (SPD) konsultiert worden – mit dem Ergebnis, «dass das Projekt bei mir damals auf Bedenken stieß», wie Altmaier der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Ich hatte von dem Vorhaben bereits einige Tage vor den Telefonaten erfahren und daher ausreichend Zeit, mich mit allen politischen Aspekten auseinanderzusetzen und mir eine Meinung zu bilden.» Weiterlesen

Schwesig erntet Spott für Vergleich mit Willy Brandt

Schwerin (dpa) – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist fest entschlossen, trotz anhaltender Kritik an ihrem früheren Russland-Kurs im Amt zu bleiben und zieht dabei historische Parallelen zu Willy Brandt.

In einer Sitzung der SPD-Landtagsfraktion am Montag verglich sie nach Angaben von Teilnehmern ihre Situation mit der des ehemaligen SPD-Bundeskanzlers Willy Brandt. Der sei seinerzeit für seine Ostpolitik stark kritisiert worden, habe das aber durchgestanden. Über die Fraktionssitzung und Schwesigs Einlassungen hatten zuerst der NDR berichtet. Weiterlesen

Klingbeil nimmt Schwesig wegen Nord Stream 2 in Schutz

Berlin (dpa) – SPD-Chef Lars Klingbeil hat die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, gegen Kritik an ihrem jahrelangen Einsatz für die Gas-Pipeline Nord Stream 2 in Schutz genommen.

Unter anderem wird der SPD-Politikerin vorgeworfen, eine maßgeblich mit Geld aus russischen Gasgeschäften finanzierte Klimaschutz-Stiftung gegründet zu haben. «Manuela Schwesig hat selbst öffentlich erklärt, dass aus heutiger Sicht die Gründung der Stiftung ein Fehler war», sagte Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur. «Sie hat als Ministerpräsidentin auf der Grundlage eines Beschlusses agiert, der parteiübergreifend im Landtag in Mecklenburg-Vorpommern getroffen wurde.» Weiterlesen

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