Bündnis will mehr Förderung von Umschulungen – Geflohene integrieren

Alterung, Digitalisierung und Klimaschutz krempeln die Wirtschaft um – dazu jetzt noch die Kriegsfolgen in der Ukraine. Eine «Allianz der Chancen» aus Firmen und Gewerkschaften will dazu beitragen, möglichst viele Jobs zu erhalten. Die Erwartungen an die Politik sind hoch. 

Berlin/Hannover (dpa) – Ein Netzwerk aus 35 großen Unternehmen, Gewerkschaften und Institutionen fordert mehr Anstrengungen in der Weiterbildung von Arbeitnehmern und eine Aufwertung betrieblicher Ausbildungsgänge in Deutschland. Die «Allianz der Chancen» zog nach ihrer Gründung 2021 nun eine erste Zwischenbilanz in Berlin. Sie richtete sich dabei auch an die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Weiterlesen

Taliban schließen Mädchen weiter von Sekundarschule aus

Kabul (dpa) – Entgegen ihrer Zusage haben die militant-islamistischen Taliban Mädchen in Afghanistan den Besuch weiterführender Schulen verwehrt.

Bis auf Weiteres bleibe Schülerinnen ab der 7. Klasse die Teilnahme am Unterricht untersagt, teilte das Bildungsministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Bachtar mit. Zunächst solle für Mädchen eine Schuluniform entworfen werden, die sich nach den Werten der islamischen Scharia sowie der afghanischen Kultur und Tradition richte. Im Land selbst und international wurde Kritik laut.

Die Taliban hatten zuvor angekündigt, unter Auflagen dürften mit Beginn des neuen Schuljahres am Mittwoch auch Mädchen weiterführender Schulen ab der 7. Klasse wieder am Unterricht teilnehmen. Für die Rückkehr von Schülerinnen ab zwölf Jahren und Lehrerinnen müssten allerdings bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehöre, dass Mädchen den islamischen Hidschab tragen und in separaten Gebäuden von weiblichen Lehrkräften unterrichtet werden müssten. Weiterlesen

Aktionswoche: Medienkompetenz soll nicht mit Schule enden

Mainz (dpa/lrs) – Rheinland-Pfalz bereitet zum dritten Mal eine Woche der Medienkompetenz vor. Mit «digitalen Stammtischen», Thementagen und weiteren Angeboten soll vor allem der Umgang mit Informationen aus dem Internet im Mittelpunkt stehen. Ein Schwerpunkt der Aktionswoche vom 4. bis 10. Juli ist die Erwachsenenbildung. Weiterlesen

Schule für Kriegsflüchtlinge: «Wir müssen Kindern helfen»

Berlin (dpa) – Bildungspolitiker in den Ländern schätzen, dass etwa die Hälfte der in Deutschland ankommenden Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine Kinder und Jugendliche sind, die früher oder später in Schulen oder Kitas unterkommen.

Es gebe bisher keine verlässlichen Daten, sagte der Chef der neuen Taskforce der Kultusministerkonferenz (KMK) für das Thema, Hans Beckmann (SPD), der Deutschen Presse-Agentur. Beim ersten Treffen der Expertengruppe am Freitag hätten Ländervertreter aber eine solche Schätzung abgegeben. Er kündigte Abfragen in den Schulen an. Weiterlesen

Pädagoginnen aus Trier mit Lehrkräftepreis ausgezeichnet

Trier (dpa/lrs) – Zwei Lehrerinnen aus Trier sind mit dem Deutschen Lehrkräftepreis ausgezeichnet worden. Simone Bast und Ruth Wallerath von der Berufsbildenden Schule Gestaltung und Technik in Trier hätten in der Kategorie «Unterricht innovativ» den dritten Platz belegt, teilten die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband als Träger des Wettbewerbs mit. Sie hatten sich mit ihren Schülern im Rahmen eines Projekts unter anderem mit dem Thema Künstliche Intelligenz und autonomes Autofahren beschäftigt.

 

 

 

Leitlinien erarbeitet: Land führt Informatik ab Klasse 7 ein

Saarbrücken (dpa/lrs) – Im Saarland werden ab dem Schuljahr 2023/24 alle Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschulen und Gymnasien ab Klassenstufe 7 verpflichtend zwei Stunden Informatikunterricht erhalten. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) und Informatik-Professorin Verena Wolf stellten am Dienstag in Saarbrücken die Leitlinien vor, die nun in konkrete Lehrpläne umgesetzt werden sollen. Weiterlesen

Schüler sollen kompetent mit Stress umgehen lernen

Mainz (dpa/lrs) – Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz sollen lernen, selbstständig und kompetent besser mit Stress und psychischen Belastungen klarzukommen. «Unsere Schülerinnen und Schüler sollen wissen, wie sie Anzeichen von Stress und psychischen Problemen erkennen und bewältigen und sich bei Bedarf die adäquate Hilfe suchen können», kündigte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Dienstag in Mainz an. «Unser Ziel ist es, in den kommenden vier Jahren ein Schulprogramm zu entwickeln, das sich nachhaltig positiv auf die mentale Gesundheitskompetenz unserer Schülerinnen und Schüler auswirkt und flächendeckend in ganz Rheinland-Pfalz einsetzbar ist.» Weiterlesen

Lesekompetenz von Viertklässlern «alarmierend» gesunken

Dortmund (dpa) – Während der Corona-Pandemie haben die Lesefähigkeiten von Viertklässlern in Deutschland nach einer neuen Studie gravierend abgenommen.

Unter insgesamt fast 4300 getesteten Grundschülern wiesen Kinder der vierten Klassen 2021 nach gut einem Jahr pandemiebedingter Einschränkungen eine «substanziell geringere» Lesekompetenz auf als Viertklässler 2016. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung der Universität Dortmund (IFS) hervor. Im Durchschnitt fehle den Kindern ein halbes Schuljahr.  Weiterlesen

Programm soll die psychische Gesundheit von Schülern stärken

Mainz (dpa/lrs) – Besser mit Stress umgehen und die mentale Gesundheit stärken – das ist das Ziel eines neuen Schulprogramms in Rheinland-Pfalz. Das Bildungsministerium, das Leibniz-Institut für Resilienzforschung und die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten dabei zusammen. Der Name des Projekts, das zunächst an einigen Schulen erprobt wird lautet: BEWARE – Bewusstsein. Aufklärung. Resilienz.

Die Einzelheiten stellen Ministerin Stefanie Hubig (SPD) und Michèle Wessea vom Leibniz-Institut an diesem Dienstag (10.00 Uhr) digital in Mainz vor. «Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, dass psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen ein wachsendes Phänomen sind, dem sich auch die Schulgemeinschaft annehmen muss», heißt es in der Ankündigung.

 

 

Mehr als 2000 angehende Lehrkräfte im Referendariat

Mainz (dpa/lrs) – An den Studienseminaren in Rheinland-Pfalz werden zurzeit 2052 angehende Lehrerinnen und Lehrer auf den Schuldienst vorbereitet. Von ihnen wollen 715 an einer Grundschule unterrichten, wie das Bildungsministerium in Mainz auf Anfrage mitteilte. 642 streben das Lehramt an Gymnasien an. Danach folgen die berufsbildenden Schulen (273), Realschulen plus (240) und Förderschulen (182). Weiterlesen

Ukraine-Flucht: Hilferuf aus Berlin – Kooperation mit Airbnb

Lübeck/Berlin (dpa) – Kinder und Jugendliche, die auf der Flucht vor der russischen Kriegsgewalt nach Deutschland kommen, sollen möglichst schnell in die Schulen integriert werden.

Die Kultusminister der Länder und Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) waren sich bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag in Lübeck einig, gemeinsam zu handeln. «Wir sind gefordert, den Menschen, die zu uns kommen, schnell Hilfe zu geben», sagte Stark-Watzinger. Es sei ein wichtiges Signal, in dieser Situation eine Taskforce zu gründen und pragmatisch zusammenzuarbeiten.

Stark-Watzinger und die Präsidentin der KMK, die schleswig-holsteinische Kultusministerin Karin Prien (CDU) kündigten an, nach Deutschland geflüchtete ukrainische Lehrer einzubinden. Man habe ein starkes Signal der Zusammenarbeit von Bund und Ländern gesendet. «Ich glaube, das ist der Situation nur angemessen.» Prien sagte, dass man digitalisierte ukrainische Lehrwerke einsetzen wolle. «Wir werden uns gemeinsam darum bemühen, die Rechte an diesen Lehrwerken so zu sichern, dass wir sie verwenden können.» Weiterlesen

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