Sechs Monate nach dem Hochwasser: Arbeiter-Samariter-Bund mit eigenem Stützpunkt und neu errichteten Strukturen an der Seite der Menschen

Ahrweiler/ Mainz. Vor einem halben Jahr brachte das Hochwasser Zerstörung und Leid ins Ahrtal. Seitdem hat sich jedoch viel getan: Behelfsunterkünfte wurden errichtet und bezogen, Gebäude, Straßen und Infrastruktur wurden wiederhergestellt und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist mit seinem Stützpunkt in Heimersheim fester Ansprechpartner vor Ort.

Helfereinsatz Auslieferungen
Bewohnerin einer Behelfsunterkunft in Bad Neuenahr

Und nicht nur im Ahrtal leistet der ASB Hochwasserhilfe. Auch in dem stark von der Flut betroffenen Trierer-Stadtteil Ehrang baut dieser derzeit eine Unterstützungs- und Begegnungsstätte auf.

In Heimersheim erhalten in dem vom Stützpunkt bereitgestellten Wintertreff rund 300 Betroffene und ehrenamtliche Helfer täglich eine warme Mahlzeit. Hier sind – soweit es die Pandemie wieder zulässt – für die Zukunft auch regelmäßige gesellschaftliche Aktivitäten geplant.

Weiterhin nutzen rund 500 Haushalte die vom ASB mitbetriebene Baustoffausgabe, welche vom Holz zum Heizen und Werkzeugen bis hin zu Baumaterialien alles bereithält und mittlerweile auch Menschen aus anderen Teilen Ahrweilers beliefert.

Neben den ständigen Auslieferungen von Hilfsgütern, Werkzeugen und weißer Ware, im Hochwassergebiet konnte der ASB noch vor Weihnachten mit Partnern und 220 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zwei Behelfsunterkünfte in Dernau und Bad Neuenahr-Ahrweiler bezugsfertig machen. Die Bewohnerinnen und Bewohner der insgesamt 59 Wohneinheiten werden auch weiterhin vom ASB betreut, ebenso wie die Bewohner der 64 Mobilheime im Stadtgebiet Bad Neuenahr.

Seit Eröffnung hat die Hilfsorganisation ihren Stützpunkt in der Bachstraße 18, in Heimersheim weiter ausgebaut. Mittlerweile sind hier zwölf hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie sieben Aushilfen beschäftigt. „Es ist uns wichtig, den Menschen im Ahrtal zu zeigen, dass wir auch in den nächsten Monaten und Jahren als Hilfsorganisation fest an ihrer Seite stehen werden“, so

Landesgeschäftsführer Stefan Rheinheimer. „Das Angebot wird sich weiterhin flexibel und dynamisch den aktuellen Bedarfen anpassen und zukünftig beispielsweise auch um weitere pädagogische Unterstützungsangebote und Beratungsleistungen für Kinder, Jugendliche, Familien und Menschen mit besonderen Bedürfnissen ergänzt werden.“

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