Schweitzer spricht auf digitalem Zukunftsforum über Projekte und Engagement im ländlichen Raum

„Der ländliche Raum bietet viel Potential. Trotzdem müssen wir den Herausforderungen begegnen, die der demografische Wandel mit sich bringt. Hierfür ist es enorm wichtig, frühzeitig Strukturen und Schnittstellen zu schaffen, gerade in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz“, betonte Sozialminister Alexander Schweitzer. „Wir setzen bereits gute Impulse, von denen viele Menschen profitieren. Aber natürlich wollen wir das noch ausbauen.“

Auf dem „Zukunftsforum für Ländliche Entwicklung“, das in diesem Jahr digital stattfand, sprach Schweitzer über rheinland-pfälzische Pionierprojekte, in denen sich Menschen generationenübergreifend engagieren: So hob er die sogenannten DigiBos, Digital-Botschafterinnen und –botschafter hervor, die älteren Menschen dabei helfen, die Hürde zu digitalen Medien zu überwinden. Inzwischen gebe es mehr als 330 DigiBos in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz, die durch die Vermittlung digitaler Kompetenzen sowohl die digitale als auch soziale Teilhabe älterer Menschen fördern.

Auch die Landesinitiative Neue Nachbarschaften werde sehr gut angenommen. Diese bündelt Nachbarschaftsinitiativen aller Art mit dem Ziel, Erfahrungen auszutauschen und so die gesellschaftliche Teilhabe auch im höheren Alter zu ermöglichen. Bei dem Projekt Gemeindeschwesterplus wiederum werden hochbetagte Menschen unterstützt, die weiter zu Hause in ihrem Wohnort leben. Mehr als 40 hauptamtliche Fachkräfte sind aktuell in Rheinland-Pfalz aktiv. Ziel sei es, in der aktuellen Legislaturperiode, das Modell der Gemeindeschwesterplus auszubauen und flächendeckend anzubieten.

„Wir haben in den vergangenen Jahren wirksame Projekte initiiert und unterstützen und fördern diese mit Landesmitteln. Doch nur gemeinsam können wir viel bewirken, gerade im ländlichen Raum. Denn eine ganz wichtige Rolle nehmen Bürgerinnen und Bürger ein, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren“, sagte Schweitzer.

Da Ehrenamt Anerkennung verdiene, habe man neben dem jährlich stattfindenden Ehrenamtstag in Rheinland-Pfalz einen eigenen Preis für vorbildliches Engagement etabliert. „Aber trotzdem sollte uns bewusst sein, dass das Ehrenamt immer auch das Hauptamt braucht,“ so Schweitzer abschließend.

 

 

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