Missbrauchsskandal: Experten berichten über Aufarbeitung

Homburg (dpa/lrs) – Experten einer unabhängigen Kommission (UAK) zur Arbeitung des Skandals um sexuellen Missbrauch von Kindern am Universitätsklinikum des Saarlandes ziehen eine erste Bilanz. Knapp drei Monate, nachdem die UAK ihre Arbeit aufgenommen hat, will der Kommissionsvorsitzende Jörg Ziercke am Mittwoch (10.00 Uhr) «über die besonderen Herausforderungen des komplexen Auftrags und erste Erfahrungen berichten».

Die Aufarbeitung soll laut UAK bis Ende 2022 weitgehend abgeschlossen sein. Auch die Beiratsvorsitzende Christine Bergmann und ein ehemals Betroffener werden an einer Pressekonferenz in Saarbrücken teilnehmen.

Im Juni 2019 war bekanntgeworden, dass ein 2016 gestorbener Assistenzarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKS in Homburg von 2010 bis 2014 mehrere Kinder bei Untersuchungen sexuell missbraucht haben soll. Die Staatsanwaltschaft hatte damals wegen 34 Verdachtsfällen ermittelt – das Verfahren aber nach dem Tod des Arztes eingestellt. Die Eltern der betroffenen Kinder waren über Jahre nicht informiert worden: Das erfolgte erst im Sommer 2019.

Der Saar-Landtag hatte im September 2019 einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der kürzlich einen Abschlussbericht zur politischen Bewertung der Vorgänge vorlegte.

 

 

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