Atomkraftgegner: «Riss-Reaktor» Neckarwestheim keine Reserve

Neckarwestheim (dpa/lsw) – Atomkraftgegner haben am Mittwoch auf aus ihrer Sicht gefährliche Risse an Röhren im Kernkraftwerk Neckarwestheim 2 hingewiesen. Sie stellten am Mittwoch deswegen die Betriebsgenehmigung des Landesumweltministeriums für den Meiler in Frage. Schon seit Jahren bildeten sich an dünnwandigen Rohren immer neue gefährliche Risse in großer Zahl, warnten sie. Neckarwestheim ist wie Isar 2 von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) als Notreserve vorgesehen. Dieser Plan wird nun womöglich auch aus Baden-Württemberg durchkreuzt.

«Würde auch nur eines der rund 16 000 Rohre aufgrund eines solchen Risses bersten, abreißen oder brechen, wäre dies bereits ein nur schwer zu beherrschender Kühlmittelverluststörfall», heißt es in einer Mitteilung der Anti-AKW-Organisation .ausgestrahlt und dem Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN). Dieser könne bis zur Kernschmelze im «Riss-Reaktor» führen. Der Betreiber EnBW sei Nachweise für Vorkehrungen, um eine Leckage aus den Röhren sicher ausschließen zu können, bislang schuldig geblieben.

Nach dem Willen Habecks sollen die Meiler Isar 2 und Neckarwestheim von Januar bis Mitte April als Notreserve bereitstehen, um Strom zu produzieren, wenn der Winter hart und der Energieverbrauch hoch ist. Nachdem aber Isar 2 nun repariert werden muss und dann nur noch einmal hochgefahren werden kann, ist der Plan auf der Kippe. Über die Genehmigung für den Betrieb von Neckarwestheim werde der Verwaltungsgerichtshof Mannheim am 14. Dezember verhandeln

 

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