Dax am Mittag schwächer – Flatexdegiro stürzen ab

Frankfurt/Main (dpa) – Für den Dax ist es am Montag etwas bergab gegangen. Um die Mittagszeit verlor der deutsche Leitindex 0,49 Prozent auf 1458,01 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann zuletzt 0,06 Prozent auf 26.198,58 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,27 Prozent auf 3967,32 Punkte nach unten.

Am deutschen Aktienmarkt stand der Online-Broker Flatexdegiro im Fokus. Nach der am Wochenende bekanntgewordenen Gewinnwarnung und der Kritik der deutschen Finanzaufsicht Bafin, die bei einer Sonderprüfung Mängel in der Organisation und der Unternehmensführung festgestellt hatte, brach der Aktienkurs bis zu 38 Prozent ein. Zuletzt lagen die Papiere noch mit 27 Prozent im Minus und blieben abgeschlagenes Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax. Weiterlesen

Bundeskanzler unterstützt Plan für grünen Stahl im Saarland

Berlin/Saarbrücken (dpa/lrs) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält die geplante Investition von 3,5 Milliarden Euro für grünen Stahl im Saarland für richtig. «Die Bundesregierung unterstützt gemeinsam mit der saarländischen Landesregierung dieses Vorhaben, das europaweit Vorbildcharakter hat», sagte Scholz der Saarbrücker Zeitung. «Damit sichern wir Arbeitsplätze, schützen das Klima und fördern den ökologischen Umbau der Industrie.»

Die Saar-Stahlindustrie hatte zuvor Investitionen von 3,5 Milliarden Euro für die Umstellung hin zu klimaneutralem Stahl beschlossen. Das teilten die Stahl-Holding-Saar (SHS), Saarstahl, die Dillinger Hüttenwerke und die Montan-Stiftung-Saar am Freitag mit. Ab 2027 sollten im Saarland jährlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen «grüner» Stahl produziert und 4,9 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Der Kanzler sprach auch bundesweit von großen Investitionen in die Transformation. «Ein wichtiger Baustein ist der Umbau der Stahlindustrie hin zu klimaneutraler Produktion», sagte Scholz. Es gehe in Deutschland um viele Zehntausend gut bezahlte Arbeitsplätze.

Auch bei den Weihnachtsgeschenken wird dieses Jahr gespart

Stuttgart (dpa) – Angesichts der hohen Inflation und knapper Kassen wollen viele Menschen in diesem Jahr einer Umfrage zufolge auch an den Weihnachtsgeschenken sparen.

«Vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern geht es aktuell vor allem darum, irgendwie über die Runden zu kommen. Schenklaune will da nicht so richtig aufkommen», fasste der EY-Handelsexperte Michael Renz das Ergebnis einer im November durchgeführten repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung unter mehr als 1000 Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland zusammen. Weiterlesen

Energiekosten: Viele Händler prüfen verkürzte Öffnungszeiten

Mainz (dpa/lrs) – In Rheinland-Pfalz denken derzeit viele Händler mit Blick auf ihre massiv gestiegenen Energiekosten über Einschränkungen bei den Ladenöffnungszeiten nach. Einige Unternehmen haben diesen Schritt bereits getan und öffnen später oder schließen früher, wie der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Rheinland-Pfalz, Thomas Scherer, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Vereinzelt werde auch darüber nachgedacht, einen Tag komplett die Eingangstüren geschlossen zu halten. Dabei gehe es vor allem um den Montag als den umsatzschwächsten Tag. «Es könnte sein, dass der Montag ein großer Schließtag im Handel wird», sagte er weiter. Weiterlesen

Waffenhersteller Heckler & Koch steigert Gewinn kräftig

Oberndorf (dpa) – Der Waffenhersteller Heckler & Koch wirtschaftet deutlich profitabler als zuvor. In den ersten drei Quartalen des Jahres schnellte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Prozent auf 29,1 Millionen Euro in die Höhe, wie die Firma in Oberndorf mitteilte. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 226 Millionen Euro.

Unter anderem Lieferungen von Sturmgewehren nach Litauen, Lettland, Norwegen und in die USA ließen die Kasse klingeln. «Die operative Fähigkeit unserer Firma kommt nun voll zur Geltung», sagte Firmenchef Jens Bodo Koch. Man sei für die Deckung der steigenden Nachfrage in Folge des Ukraine-Kriegs gut aufgestellt. Weiterlesen

Außenhandel schwächelt im Oktober

Von Friederike Marx, dpa

Wiesbaden (dpa) – Eine nachlassende Nachfrage aus dem Ausland dämpft die Geschäfte deutscher Exportunternehmen. Die Ausfuhren «Made in Germany» sanken im Oktober den zweiten Monat in Folge gegenüber dem Vormonat, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. «Der deutsche Exportmotor ruckelt merklich», sagte Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), am Freitag. «Hohe Inflationsraten und eine straffe Geldpolitik in wichtigen Absatzmärkten dämpfen die internationale Nachfrage.» Auch der Außenhandelsverband BGA ist besorgt.

«Die tendenzielle Stagnation der letzten Monate geht nun in einen leichten Rückgang über», sagte Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). «Insbesondere die Schwäche bei den Importen deutet an, dass der Außenhandelsmotor anfängt zu stottern.» Weiterlesen

Dax etwas fester – Anleger warten auf US-Jobdaten

Frankfurt/Main (dpa) – Am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger am Freitag auf die für die US-Geldpolitik wichtigen monatlichen Jobdaten gewartet. Der Dax arbeitete sich nach einem zähen Start bis zum Mittag in die Gewinnzone vor. Er notierte zuletzt mit plus 0,31 Prozent bei 14.535,48 Punkten. Damit reduzierte sich der Wochenverlust auf nur noch wenige Punkte.

Im MDax griffen die Anleger etwa bei Immobilientiteln kräftig zu, was dem Index der mittelgroßen Unternehmen ein Plus von 1,16 Prozent auf 26.256,43 Prozent bescherte. Auf europäischer Bühne blieb die Kauflust eher gebremst, der EuroStoxx 50 legte um 0,10 Prozent auf 3.988,66 Zähler zu. Weiterlesen

Kriegsfolgen: Handwerksbetriebe machen weniger Umsatz

Berlin (dpa) – Drei von fünf Handwerksbetrieben sind einer Umfrage zufolge im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg von Umsatzausfällen betroffen. Das ergab eine Befragung, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit den Handwerkskammern und den Fachverbänden des Handwerks zwischen dem 22. und 28. November 2022 unter mehr als 3000 Handwerksbetrieben durchgeführt hat.

Am häufigsten betroffen ist den Ergebnissen zufolge das Lebensmittelhandwerk – 80 Prozent der Betriebe gaben an, sinkende Umsätze zu haben. Im Kfz-Bereich sowie bei privaten Dienstleistungs- und Gesundheitsgewerken sind es jeweils rund 70 Prozent. Laut der Hälfte aller Befragten sind die Rückgänge darauf zurückzuführen, dass Kundinnen und Kunden weniger kaufen. Jeder vierte Betrieb gab als Ursache an, dass durch gestiegene Beschaffungs- und Energiekosten Aufträge storniert wurden. Hierbei waren Mehrfachantworten möglich. Weiterlesen

Umschulen und ausbilden, statt kündigen und suchen

Von Christof Rührmair, dpa

München (dpa) – Die deutsche Industrie steckt mitten in der digitalen Transformation. Siemens reagiert mit einer neuen Digitalisierungsakademie auf die sich verändernden Anforderungen an seine Mitarbeiter, wie der Konzern am Freitag mitteilte. In der «SiTecSkills Academy» sollen deutschlandweit 19 regionale Trainingszentren Kompetenzen für den «digitalen Wandel im Arbeitsumfeld» schärfen. Damit will Siemens die «Beschäftigungsfähigkeit» seiner Mitarbeiter sichern – also dafür sorgen, dass sie auch in Zukunft das können, was das Unternehmen braucht.

«Mit gezieltem Up- and Reskilling können wir sicherstellen, dass die Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets auf dem neuesten Stand sind», sagt Judith Wiese, die im Siemens-Vorstand unter anderem für Personalthemen und Nachhaltigkeit zuständig ist. Das sichere auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

«In passgenaue Fort- und Weiterbildung zu investieren, ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch aus Unternehmenssicht sinnvoller, da wir auf bereits bestehendem Know-how unserer Mitarbeitenden aufsetzen können», sagt Wiese. «Damit bieten wir einen Mehrwert für alle: die Menschen, das Unternehmen und unsere Gesellschaft.» Weiterlesen

ALDI darf Altmühltaler Mineralbrunnen erwerben – Schwarz-Gruppe darf Erfurter Teigwaren übernehmen

Bonn. Das Bundeskartellamt hat den Erwerb der MSGB GmbH, der Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH und der Vitaqua GmbH durch die ALDI Vertical Value Management II GmbH freigegeben. Bereits am 4. Oktober hatte das Bundeskartellamt zudem den Erwerb der Erfurter Teigwaren GmbH durch die Schwarz-Gruppe (u.a. Lidl und Kaufland) freigegeben.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Wenn große Einzelhandelsketten Hersteller von Lebensmitteln übernehmen, stellt sich aus wettbewerblicher Sicht stets die Frage, ob eine Abschottung der Märkte zum Nachteil anderer Produzenten oder anderer Händler droht. Sowohl Altmühltaler als auch die Erfurter Teigwaren GmbH sind in ihren Segmenten bedeutende Hersteller von Handelsmarken in Deutschland. Dennoch haben wir im Ergebnis für beide Bereiche feststellen können, dass es auch nach den Übernahmen ausreichende Alternativen im Markt geben wird. Das gilt sowohl für die anderen Mineralwasser- bzw. Nudelhersteller, die auf andere Handelsunternehmen ausweichen können, als auch für die anderen Händler, die auf andere Hersteller als Bezugsquellen für ihre Handelsmarken zurückgreifen können.“ Weiterlesen

Waffenhersteller Heckler & Koch steigert Gewinn kräftig

Oberndorf (dpa) – Der Waffenhersteller Heckler & Koch wirtschaftet deutlich profitabler als zuvor. In den ersten drei Quartalen des Jahres schnellte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Prozent auf 29,1 Millionen Euro in die Höhe, wie die Firma in Oberndorf mitteilte. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 226 Millionen Euro.

Unter anderem Lieferungen von Sturmgewehren nach Litauen, Lettland, Norwegen und in die USA ließen die Kasse klingeln. «Die operative Fähigkeit unserer Firma kommt nun voll zur Geltung», sagte Firmenchef Jens Bodo Koch. Man sei für die Deckung der steigenden Nachfrage in Folge des Ukraine-Kriegs gut aufgestellt. Weiterlesen

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