Haller: Ausschuss soll «apokalyptische Katastrophe» klären

Mainz (dpa/lrs) – Der Landtags-Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe hat nach den Worten seines Vorsitzenden Martin Haller die «große und schwere Verantwortung, die apokalyptische Katastrophe in Rheinland-Pfalz aufzuklären». «Dafür gebe ich mein Bestes», sagte der SPD-Politiker zu Beginn der öffentlichen Sitzung am Donnerstag in Mainz. Die CDU-Fraktion hatte am Tag zuvor Hallers Führung des Ausschusses kritisiert. Die Kritik sei in der nicht-öffentlichen Sitzung am Donnerstag aber kein Thema gewesen, sagte Haller. Der CDU-Partei- und Fraktionschef Christian Baldauf hatte über Haller gesagt: «So wie ich das wahrnehme, hat er den Auftrag, die Regierung zu schützen.» Der CDU-Obmann im Untersuchungsausschuss, Dirk Herber, hatte gesagt: Haller sei als Vorsitzender der «erste Verteidiger der Ampel-Koalition».

Vermisster Bergsteiger am Hochkalter: Eurofighter im Einsatz

Ramsau bei Berchtesgaden (dpa) – Bei der Suche nach dem verunglückten Bergsteiger am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen ist auch ein Eurofighter der Bundeswehr zum Einsatz gekommen.

Der Eurofighter unterstützte am späten Mittwochnachmittag die Retter mit Ortungstechnik und hochauflösenden Luftbildern, teilte das Bayerische Rote Kreuz am Donnerstagmorgen mit. Ebenfalls am Mittwoch war der Rucksack des vermissten 24-Jährigen gefunden worden. Weil der Bereich nach dem Fund des Rucksacks von Wolken umhüllt war, konnten vorerst keine weiteren Bergretter für eine umfassendere Suche zum Einsatzort geflogen werden. Bergretter sollen das Gelände unterhalb des geborgenen Rucksacks nun am Donnerstag absuchen. Weiterlesen

Große Sorge um Nashornbestände – trotz vereinzelter Erfolge

Maputo/Kigali (dpa) – In Mosambik und Ruanda geben Umsiedlungsprojekte Hoffnung für die Nashörner. Nachdem bereits im Juli 19 Breitmaulnashörner nach Mosambik umgesiedelt wurden, leben dort mittlerweile auch wieder Spitzmaulnashörner. Sieben Exemplare seien von Südafrika in den Zinave National Park umgesiedelt worden, teilte die Peace Parks Foundation in dieser Woche mit. Zuvor galten Nashörner in dem Land an der ostafrikanischen Küste rund 40 Jahre lang als ausgestorben.

Auch weiter nördlich in Ruanda erholt sich die Population der Breitmaulnashörner leicht, nachdem die Tiere in dem ostafrikanischen Land zwischenzeitlich ebenfalls als ausgestorben galten. So wurden 30 der bedrohten Tiere vor einem Jahr von Südafrika in den Akagera-Nationalpark in Ruanda umgesiedelt. Nun hat die Gruppe Nachwuchs bekommen. Weiterlesen

Aufnahmen von «James Webb» zeigen Ringe des Neptun

Berlin (dpa) – Eine spektakuläre neue Aufnahme des Planeten Neptun ist mit dem Weltraumteleskop «James Webb» gelungen. Auf dem Bild sind die Ringe des Eisriesen in außergewöhnlicher Deutlichkeit zu sehen, wie die europäische Raumfahrtagentur Esa mitteilte. Auch die Staubbänder um den Planeten herum seien klar zu erkennen.

Eine dünne helle Linie um den Äquator könnte demnach ein Anzeichen für die atmosphärische Zirkulation sein, die Neptuns Winde und Stürme antreibt. Der Nordpol sei für das Teleskop gerade nicht mehr sichtbar. Die Aufnahmen deuteten aber auf eine ungewöhnliche Helligkeit in der Region hin. Weiterlesen

Massenstrandung von Walen: Nur noch 35 Tiere am Leben

Hobart (dpa) – Am Tag nach der Massenstrandung von etwa 230 Grindwalen in einer Bucht der australischen Insel Tasmanien sind Berichten zufolge nur noch 35 Tiere am Leben. Helfer waren am Donnerstag im Einsatz, um die Körper der Meeressäuger mit Wassereimern und nassen Tüchern zu befeuchten. Der Sender «ABC» sprach von einem «Rennen gegen die Zeit». Allein in der Nacht seien fünf weitere Tiere verendet, sagte Brendon Clark vom «Tasmania Parks and Wildlife Service».

Die Grindwale (auch Pilotwale genannt) waren in der abgelegenen Macquarie-Bucht im Westen der Insel gestrandet. Zunächst soll Augenzeugen zufolge noch die Hälfte von ihnen am Leben gewesen sein. Vor genau zwei Jahren waren in der gleichen Bucht 470 Grindwale gestrandet, 111 von ihnen überlebten. Weiterlesen

Industrie hält trotz Energiekrise an Klimazielen fest

Berlin (dpa) – Die deutsche Industrie hält nach Angaben von BDI-Präsident Siegfried Russwurm trotz der Energiekrise an den Klimazielen für 2030 und 2045 fest. «Auch wenn die Energiekrise so ernst ist, dass es in den kommenden Wochen um nichts weniger geht, als das Überleben der Industrie in Deutschland und Europa zu sichern: Klimaschutz muss hohe Priorität behalten», sagte Russwurm vor dem Klimakongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin. In der Klimapolitik dürfe jetzt nicht die Pausentaste gedrückt werden: «Der konsequente Einsatz für Klimaschutz liegt im ureigensten Interesse der Unternehmen.»

Es dürfe jedoch kein Weiter-so in der Energie- und Klimapolitik geben, mahnte Russwurm. Wirtschaft und Energieversorgung müssten krisenfest und widerstandsfähiger werden. Als existenziell wichtig nannte der BDI-Chef deutlich niedrigere Strompreise. Entlastungen müssten für die gesamte Dauer der Krise gelten – mindestens für zwei Jahre, forderte Russwurm. Zudem müssten alle zur Verfügung stehenden Kraftwerke ans Netz, «um durch Angebotserhöhung die horrenden Preise zu dämpfen – also Steinkohle, Braunkohle und auch alle sicher verfügbaren Kernkraftwerke». Weiterlesen

Atomkraftgegner: «Riss-Reaktor» Neckarwestheim keine Reserve

Neckarwestheim (dpa/lsw) – Atomkraftgegner haben am Mittwoch auf aus ihrer Sicht gefährliche Risse an Röhren im Kernkraftwerk Neckarwestheim 2 hingewiesen. Sie stellten am Mittwoch deswegen die Betriebsgenehmigung des Landesumweltministeriums für den Meiler in Frage. Schon seit Jahren bildeten sich an dünnwandigen Rohren immer neue gefährliche Risse in großer Zahl, warnten sie. Neckarwestheim ist wie Isar 2 von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) als Notreserve vorgesehen. Dieser Plan wird nun womöglich auch aus Baden-Württemberg durchkreuzt. Weiterlesen

Atomkraftgegner warnen vor Rissen im Reaktor Neckarwestheim

Wie gefährlich ist der Atommeiler Neckarwestheim 2? Atomkraftgegner wollen ihn sofort für immer vom Netz nehmen, andere wie Minister Habeck ihn für Notfälle in der Hinterhand behalten. Bringt ein Gerichtsprozess Klarheit?

Neckarwestheim (dpa) – Atomkraftgegner haben am Mittwoch auf aus ihrer Sicht gefährliche Risse an Röhren im Kernkraftwerk Neckarwestheim 2 hingewiesen. Sie stellten deswegen die Betriebsgenehmigung des Landesumweltministeriums für den Meiler in Frage. Schon seit Jahren bildeten sich an dünnwandigen Rohren immer neue gefährliche Risse in großer Zahl, warnten sie. Erst am Montag war bekannt geworden, dass das bayerische Atomkraftwerk Isar 2 wegen eines verschlissenen Ventils repariert werden muss. Weiterlesen

Untersuchungsausschuss befasst sich mit ADD in Flutnacht

Mainz (dpa/lrs) – Der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags zu Flutkatastrophe befasst sich am Donnerstag mit der Rolle der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), die dem Innenministerium unterstellt ist. Zehn Beschäftigte der ADD sind (ab 9.30 Uhr) als Zeugen geladen. Sie sollen vor allem zu der Frage Auskunft geben, wann welche Informationen über die Katastrophe vorlagen und wie die ADD damit umging. Weiterlesen

Suche nach Bergsteiger – Bergwacht findet Wetterballon

Ramsau bei Berchtesgaden (dpa) – Bei der Suche nach einem verunglückten Bergsteiger am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen haben Rettungskräfte einen Wetterballon im tiefen Schnee gefunden. «Da weiß man wenigstens, dass das System funktioniert», sagte ein Sprecher der Bergwacht am Mittwoch. Die Retter sind deshalb optimistisch, auch den vermissten 24-Jährigen zu orten. «Wenn der Notebook oder Handy dabei hat, kann man dann davon ausgehen, dass wir den finden.» Weiterlesen

Wolf oder Hund: Wer reißt mehr Schafe?

Viele Landwirte, die ihre Tiere draußen weiden lassen, fürchten inzwischen den Wolf. Aber kommt die Gefahr nicht auch von wildernden Hunden? Die Sachlage ist kompliziert

Garmisch-Partenkirchen/Augsburg (dpa/lby) – Hund, Wolf, Fuchs – oder gar der Goldschakal? Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat über Gen-Analysen bis zum Frühjahr 2022 sieben Wolfsrisse in Bayern ermittelt, in acht Fällen hatte ein Hund Nutztiere gerissen. Das Monitoringjahr begann am 1. Mai 2021 und endete am 30. April 2022, wie ein Sprecher erläuterte.

Aktuell sorgen Fälle gerissener Tiere im Ammergebirge für Aufsehen. Im Sommer waren dem Landesamt gerissene Schafe gemeldet worden. Die Almbauern und -bäuerinnen hatten daraufhin aus Angst um ihre Herden die Tiere früher als üblich ins Tal geholt.

Zehn tote Tiere wurden ausführlich untersucht. Die Ergebnisse: Ein Hund ist für die Schafsrisse verantwortlich. Allerdings fanden die Expertinnen und Experten in den Proben auch Wolfs-DNA. Das heißt, die Beteiligung des Wolfes kann nicht ausgeschlossen werden. Weiterlesen

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