Union: Ahr-Flut wird Thema in Bundestagsausschuss

Berlin (dpa/lrs) – Die Bewältigung der tödlichen Ahr-Flut wird nach Unions-Angaben am kommenden Mittwoch Thema im Tourismusausschuss des Bundestages. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) solle zum Stand des Wiederaufbaus und der staatlichen Koordination befragt werden. Die tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, Anja Karliczek, teilte am Freitag mit: «Im Ahrtal sind die Schäden gerade für den dort erheblichen Wirtschaftszweig Tourismus enorm. Obwohl ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind, sind die Menschen enttäuscht von den staatlichen Hilfen vor allem in Rheinland-Pfalz.» Viele Flutopfer beklagen schleppende Auszahlungen. Die Formulare hierfür sind umfangreich und nötige Gutachter oft lange ausgebucht. Weiterlesen

Säcke brennen in Müllwagen

Trier (dpa/lrs) – Mehrere Säcke haben sich in einem Müllwagen in Trier selbst entzündet. Am Freitagmorgen sei es zu einem Knall und zu Rauch im Container des Wagens gekommen, teilte die Polizei mit. Der Fahrer habe das Fahrzeug anschließend in einen sicheren Bereich gesteuert und den Containerinhalt ausgeleert. Mithilfe von Feuerwehrleuten wurden die brennenden Müllsäcke gelöscht. Laut Polizei war die Brandursache zunächst unklar. Falsch entsorgter Müll könne ein möglicher Auslöser sein, hieß es. Die Polizei appellierte daher, Gegenstände wie Batterien, Akkus sowie leicht entzündliche Stoffe nicht im Hausmüll oder Gelben Sack zu entsorgen.

 

 

Staatssekretär Manz muss wieder in Untersuchungsausschuss

Mainz (dpa/lrs) – Umwelt-Staatssekretär Erwin Manz (Grüne) soll am 7. Oktober zum dritten Mal vom Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe des rheinland-pfälzischen Landtags befragt werden. Dabei werde es um das hydrologische Gutachten gehen, das die Staatsanwaltschaft Koblenz in Auftrag gegeben hatte, kündigte der Ausschussvorsitzende Martin Haller (SPD) am Freitagmorgen zu Beginn der öffentlichen 28. Sitzung in Mainz an. Weiterlesen

Der Herbst beginnt trocken, bevor ein Wetterumschwung naht

Offenbach (dpa) – Der kalendarische Herbst beginnt in Deutschland mit trockenem Wetter. Am Freitagmorgen kann es vor allem im Osten und Süden gebietsweise Frost in Bodennähe geben, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte.

Vereinzelt ist demnach auch leichter Luftfrost möglich. Im Nordwesten müssen sich die Menschen zu Tagesbeginn auf dichtere Wolkenfelder einstellen, aber auch die Sonne soll sich laut Vorhersage blicken lassen. Es bleibt meist trocken.

Zum kalendarischen Herbstanfang greifen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zunehmend Ausläufer von Tiefdruckgebieten auf Deutschland über. Die Folge: viele Wolken und Regen. Spätestens am Wochenende stelle sich dann landesweit ein Wetterumschwung ein. Dann zeige sich der Herbst von seiner ungemütlichen Seite. Weiterlesen

Hunderte Wal-Kadaver sollen ins Meer geschafft werden

Hobart (dpa) – Nach dem Tod von etwa 200 Grindwalen an einem Strand in Tasmanien sollen die meisten Tierkadaver ins offene Meer geschafft werden. Der Verwesungsprozess der riesigen Meeressäuger an Land sei zu langsam, zitierte der australische Sender ABC einen Behördensprecher.

Als vor genau zwei Jahren schon einmal Hunderte Wale in der gleichen Bucht an der Westküste gestrandet waren, hatten die Einsatzkräfte die meisten toten Tiere an dem Strand gelassen. Damals hätten die Behörden auf eine natürliche Verwesung gehofft, «aber das geschah nicht in einem zufriedenstellenden Zeitrahmen», sagte Brendon Clark vom «Tasmania Parks and Wildlife Service». Die Folge: Vom Ocean Beach ging damals ein schrecklicher Gestank aus. Weiterlesen

Wetterumschwung zum Herbstbeginn – viele Wolken und Regen

Offenbach (dpa) – Das zuletzt vielerorts sonnige Spätsommerwetter ist erst einmal vorbei. Denn zum kalendarischen Herbstanfang am Freitag greifen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zunehmend die Ausläufer von Tiefdruckgebieten auf Deutschland über. Die Folge: viele Wolken und Regen. «Am Wochenende stellt sich landesweit ein Wetterumschwung ein. Der Herbst zeigt sich dann von seiner kühlen, nassen und ungemütlichen Seite», sagte ein DWD-Meteorologe am Donnerstag in Offenbach.

Die ersten Vorboten des nahenden Wetterumschwungs zeigen sich demnach bereits am Freitag im Nordosten Deutschlands. Dort ziehen immer dichtere Wolkenfelder auf und verdecken die Sonne. Nur im Süden und Osten gibt es noch einen ungetrübten Blick auf den blauen Himmel. Im Südwesten erreichten die Temperaturen sogar noch 22 Grad. Weiterlesen

Über 80 enthauptete Tauben im Saale-Holzland-Kreis entdeckt

Dornburg-Camburg (dpa/th) – In Dornburg-Camburg (Saale-Holzland-Kreis) sind mehr als 80 tote Tauben auf einem Feld entdeckt worden. Wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstag sagte, werde gegen unbekannt wegen unsachgemäßer Entsorgung von Tierkadavern ermittelt. Drei der insgesamt 87 enthaupteten Tauben, die am Sonntag im Ortsteil Hirschroda gefunden worden waren, seien noch beringt gewesen. Der Besitzer der Tiere habe angegeben, dass die Tauben vor mehr als einem Jahr entflogen seien, als ein Habicht Jagd auf die Vögel gemacht habe. Weiterlesen

Lewentz sagt erneut im U-Ausschuss Flutkatastrophe aus

Mainz (dpa/lrs) – Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz muss an diesem Freitag (17.00 Uhr) zum zweiten Mal im Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe des rheinland-pfälzischen Landtags aussagen. Die Abgeordneten wollen wissen, wann welche Informationen in seinem Haus vorlagen und wie sich der SPD-Politiker dazu verhalten hat. Nach Auffassung der CDU-Opposition hat der Minister bisher verschleiert, was er im vergangenen Sommer wann über die Flut mit mindestens 135 Toten wusste. Zudem hätte er nach Ansicht der CDU in der Katastrophe «das Lagezentrum aufsuchen und Führung zeigen müssen».

Außerdem geht es um die Frage, ob die dem Innenministerium unterstellte Landesbehörde für Katastrophenschutz – die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) – in der Flutnacht die Einsatzleitung hätte übernehmen müssen. Der Leiter des ADD-Referats Brand- und Katastrophenschutz, Heinz Wolschendorf, hatte dazu am Donnerstagabend im Untersuchungsausschuss gesagt: «Wenn ich eine zentrale Einsatzleitung wähle, muss ich irgendwas zentral entscheiden können.» Dies sei aber in einer Flächenlage wie der Flutkatastrophe «Unsinn», auch wenn es juristisch möglich sei. Weiterlesen

ADD-Mitarbeiter: Hatten in Flutnacht kein Lagebild

Mainz (dpa/lrs) – In der Flutnacht versuchten sie vergeblich Hubschrauber für Menschen in größter Not zu organisieren – hatten aber kein Bild vom Ausmaß der Katastrophe im Ahrtal. So schilderten mehrere Beschäftigte der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) die Nacht in der Landesbehörde in Trier. Erst am Abend des nächsten Tages sei ihm klar gewesen, dass es ein «katastrophales Ereignis» im Ahrtal gegeben habe, berichtete der Leiter der ADD-Koordinierungsstelle, Fabian Schicker, am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags. Das gesamte Ausmaß der Katastrophe sei ihm erst Stück für Stück über mehrere Tage bewusst geworden.

ADD-Sachbearbeiter Thomas Friedrich aus der am frühen Abend der Flutnacht einberufenen Koordinierungsstelle sagte, ihm sei am Mittag des nächsten Tages – also am Donnerstag (15. Juli) – aus den Nachrichten klar geworden, dass die Lage im Kreis Ahrweiler eskaliert war. Sein Kollege Bernd Dochow antwortete auf die Frage, wann ihm persönlich klar geworden sei, dass die Lage eskalierte und er es mit einer nie da gewesenen Katastrophe zu tun hatte: «Am Freitag.» (16. Juli). Weiterlesen

Eder spricht sich für landesweiten Hitzeaktionsplan aus

Mainz (dpa/lrs) – Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder hat sich für einen landesweiten Hitzeaktionsplan ausgesprochen.Die Grünen-Politikern verwies am Donnerstag im Ausschuss für Klima, Energie und Mobilität des Landtages in Mainz unter anderem auf den zurückliegenden heißen Sommer, das Thema Wasserknappheit und auf Hitzebelastungen vor allem für vorbelastete und ältere Menschen.

Die Zahl hitzebedingter Krankheitstage steige, Hitzestress und Trockenheit machten Lebewesen in Gewässern zu schaffen, der Wald gerate in eine «immense Stresssituation» und werde so anfälliger für Schädlinge sowie Sturmschäden. «All das macht einen landesweiten Hitzeaktionsplan sinnvoll und notwendig», sagte Eder nach einem Sprechvermerk in dem Ausschuss. Weiterlesen

Gericht: Klettern auf Holzstämmen ist eigenes Risiko

Zweibrücken (dpa/lrs) – Wer im Wald auf einen Stapel gelagerter Holzstämme klettert, tut dies auf eigene Gefahr. Der Bewirtschafter des Waldes hafte hierfür nicht, teilte das Oberlandesgericht in Zweibrücken am Donnerstag seinen Beschluss mit (Az. 1 U 258/21). Geklagt hatte ein Hundebesitzer, dessen Tier auf die Holzstämme geklettert war. Dabei verfing sich die Leine. Um den Hund zu befreien, kletterte der Mann ebenfalls auf den Stapel. Dabei geriet ein Stamm ins Rollen, der Mann wurde eingeklemmt und verletzt. Er verklagte die Gemeinde Hinterweidenthal in der Südwestpfalz, das Landgericht wies die Klage ab. Auch seine Berufung war nicht erfolgreich. Laut Gericht müssen die Holzstämme zwar so gelagert werden, dass sie etwa bei Wind oder Regen nicht abrollen oder verrutschen – aber nicht so, dass sie gefahrlos betreten werden können.

 

 

 

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