Kassen-Auswertung: Mehr Krankheitsausfälle im Job 2022

Berlin (dpa) – Bei Krankheitsausfällen von Beschäftigten zeichnet sich nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse für dieses Jahr eine deutliche Zunahme ab. Bis Anfang Dezember lag der Krankenstand als Anteil der Fehltage an allen Arbeitstagen im Schnitt bei 5,14 Prozent, wie die Kasse nach vorläufigen Daten ihrer erwerbstätigen Versicherten ermittelte. Die Fehlzeiten lagen demnach nun schon höher als im gesamten Vorjahr mit einem Anteil von 3,98 Prozent und über dem bisherigen Höchstkrankenstand von 4,25 Prozent im Jahr 2018. Weiterlesen

Kein Schadenersatz für Erkrankte wegen Luftverschmutzung

Luxemburg (dpa) – Wer wegen verschmutzter Luft krank geworden ist, kann vom Staat keinen Schadenersatz verlangen. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg. Die europäischen Richtlinien zur Luftqualität verleihen dem Einzelnen keine Rechte, die zu Schadenersatz führen könnten, wie die Richter mitteilten. Bürgerinnen und Bürger müssen jedoch erreichen können, dass nationale Behörden Maßnahmen für saubere Luft ergreifen. Weiterlesen

Letzte Impfzentren im Saarland schließen vor Weihnachten

Saarbrücken (dpa/lrs) – Die letzten beiden Corona-Impfzentren im Saarland schließen: An diesem Freitag (23. Dezember) seien die Anlaufstellen in Saarlouis und Neunkirchen den letzten Tag geöffnet, teilte das saarländische Gesundheitsministerium in Saarbrücken mit. Gründe seien die auslaufende anteilige Finanzierung durch den Bund und die «stetig niedrigen Impfzahlen». Weiterlesen

Mehr als 2000 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus

Saarbrücken (dpa/lrs) – Die Zahl der Todesfälle durch oder mit einer Corona-Erkrankung im Saarland hat die 2000er-Marke überschritten. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt 2001 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Saarland seit Beginn der Pandemie. Das waren zwei Tote mehr als am Vortag und 9 Tote mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Weiterlesen

Weihnachten mit Maske? – Grippefallzahlen weiterhin hoch

Von Mia Bucher, dpa

Berlin (dpa) – Nach zwei Jahren Weihnachten unter Pandemie-Bedingungen hatten in diesem Jahr viele auf sorgenfreiere Feiertage gehofft. Nun führen jedoch unter anderem die Grippewelle und das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) zu einer hohen Zahl an Atemwegserkrankungen. Auch das Coronavirus mischt weiter mit.

Insgesamt sind rund 9 Millionen Menschen in Deutschland an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankt, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts (RKI) in ihrem Bericht zur vorigen Woche (12.-18.12.) mitteilte. Demnach werden womöglich viele das Bett hüten müssen, anstatt besinnlich unter dem Baum zu sitzen.

Immerhin sei das Niveau der Erkrankungen im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken, berichtete das RKI. Dies sei auf eine abnehmende Krankheitszahl bei Kindern bis zu 14 Jahren zurückzuführen. In den Altersgruppen ab 35 Jahren sei sie dagegen gestiegen. Insgesamt liege die Verbreitung von akuten Atemwegserkrankungen weiterhin sehr deutlich über dem Niveau der Vorjahre zum Höhepunkt schwerer Grippewellen, teilte das RKI mit. Auch schwere Verläufe gebe es weiterhin viele. Die Daten wurden mit Hilfe von Bürger-Angaben geschätzt und umfassen auch leichtere Atemwegserkrankungen.

Pensum für Ärzte wie zu Pandemie-Hochzeiten

Die hohen Zahlen machen sich auch in den Hausarztpraxen bemerkbar: «Das Arbeitspensum, das die Hausärztinnen und Hausärzte und ihre Praxisteams derzeit stemmen müssen, ist vergleichbar mit dem während den Hochzeiten der Corona-Pandemie», erklärte Nicola Buhlinger-Göpfarth, stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes. Hinzu kämen krankheitsbedingte Personalausfälle.

Rund 2,3 Millionen Menschen haben in der dritten Dezemberwoche einen Arzt wegen einer akuten Atemwegserkrankung aufgesucht, berichtete das RKI. Auch diese Zahl liege auf überdurchschnittlich hohem Niveau. Buhlinger-Göpfarth: «Man muss klar sagen: Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten an der Belastungsgrenze.»

Der Großteil der von bestimmten Arztpraxen an das RKI gesandten Proben wies das Grippevirus auf, gefolgt vom Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Nur ein sehr kleiner Teil enthielt das Coronavirus Sars-CoV-2.

Maske tragen wird empfohlen

Generell sei es in dieser Grippewelle für einen Schutz gegen einen schweren Verlauf noch nicht zu spät für eine Impfung, sagte Buhlinger-Göpfarth. Wer möchte, könne sich noch jetzt kurzfristig impfen lassen. Bis ein Impfschutz vollständig aufgebaut ist, dauert es laut RKI 10 bis 14 Tage.

Ist ein sorgenfreies Zusammenkommen an Weihnachten angesichts hoher Infektionszahlen von Atemwegserkrankungen überhaupt möglich? «Wer jetzt insbesondere vor den Weihnachtsfeiertagen eine Ansteckung vermeiden will, der kann sich durch das Tragen einer Maske in Innenräumen gut schützen», urteilte Buhlinger-Göpfarth.

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Ausgezeichnete Versorgung von schwerverletzten Patienten

Unfallchirurgie am Klinikum Mutterhaus rezertifiziert und zum regionalen Traumazentrum aufgestuft

Die Unfallchirurgie am Klinikum Mutterhaus ist erstmals zum regionalen Traumazentrum aufgestuft worden. Dr. med. Markus Rick (rechts), Leitender Unfallchirurg, und Mohammad Mazloum, Oberarzt in der Unfallchirurgie, freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung. Foto: Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen

Das Klinikum Mutterhaus ist durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erneut geprüft und erfolgreich rezertifiziert worden. Das bislang auf lokaler Ebene zertifizierte Traumazentrum am Klinikum Mutterhaus wurde in diesem Jahr als regionales Traumazentrum ausgezeichnet. Weiterlesen

EU-Gericht weist Klagen gegen deutsche Corona-Beihilfen ab

Luxemburg (dpa) – Die deutschen Modeunternehmen Breuninger und Falke haben im Streit über deutsche Milliardenhilfen für Firmen vor dem Gericht der EU eine Niederlage erlitten. Die Richter in Luxemburg wiesen am Mittwoch die Klagen gegen eine Genehmigung der Corona-Beihilfen durch die EU-Kommission ab.

Der Beschluss der Kommission, mit dem die Hilfen genehmigt wurden, verstoße weder gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit noch gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung, hieß es. Gegen das Urteil kann vor dem Europäischen Gerichtshof vorgegangen werden. Weiterlesen

Städtetag bittet Ärzte um längere Öffnungszeiten

Berlin (dpa) – Der Deutsche Städtetag hat angesichts der Überfüllung von Kliniken an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte appelliert, ihre Praxen länger geöffnet zu halten. «Bitte prüfen Sie, Ihre Praxen auch noch nach 18.00 Uhr, am Samstag und Sonntag und an den Feiertagen offen zu halten», sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Kinderkliniken, die Notfallambulanzen der Krankenhäuser und die Rettungsdienste arbeiteten «am Limit». Es sei zu befürchten, dass sich die schon jetzt sehr kritische Lage über Weihnachten und Silvester weiter zuspitzen werde. Weiterlesen

Weiterer Anstieg: Fast fünf Millionen Pflegebedürftige

Wiesbaden (dpa) – Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt weiter stark an: Ende 2021 waren laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 4,96 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Im Dezember 2019 hatte die Zahl der Pflegebedürftigen erst bei 4,13 Millionen gelegen.

Der Anstieg von 20 Prozent innerhalb eines Jahres hat allerdings auch mit einer Gesetzesänderung zu tun, wie das Amt am Mittwoch in Wiesbaden erklärte. 2017 war der Begriff Pflegebedürftigkeit weiter gefasst worden, seither werden mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft als zuvor. Außerdem wurden dem Amt zufolge rund 160.000 Personen mit Anspruch auf Leistungen nach dem Pflegegrad 1 bisher nicht erfasst – auch darauf ist ein Teil des Anstiegs zurückzuführen, wie die Statistiker erklärten. Weiterlesen

Rettungswagen verkeilt sich unter Brücke – drei Verletzte

Beim Unfall eines Rettungswagens in Haren (Landkreis Emsland) sind drei Menschen leicht verletzt worden. Der 26-jährige Fahrer habe auf der Einsatzfahrt am Dienstagabend die Höhe einer Brücke falsch eingeschätzt, sagte ein Polizeisprecher. Das entsprechende Verkehrszeichen habe er zu spät bemerkt. Als er unter der Brücke durchfahren wollte, kam es zur Kollision mit der Fahrzeugdecke. Der Fahrer sowie eine 22-jährige Sanitäterin im Wagen wurden dabei leicht verletzt. Der 84 Jahre alte Patient, der zunächst nur zur Überprüfung von Gesundheitswerten in eine Klinik gebracht werden sollte, erlitt leichte Verletzungen. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt.

 

Anhaltender Medikamentenmangel erwartet

Berlin (dpa) – Hausärzte und Apotheker rechnen trotz der angekündigten Gegenmaßnahmen mit einem anhaltenden Medikamentenmangel in den kommenden Monaten. «Die jetzt diskutierten Maßnahmen werden in der hausärztlichen Versorgung kurzfristig nur bedingt helfen», sagte Nicola Buhlinger-Göpfarth, stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, der «Rheinischen Post».

«Die Lieferengpässe sind in den Hausarztpraxen sehr deutlich zu spüren. Die Hausärztinnen und Hausärzte müssen inzwischen sehr viel Zeit investieren, um, sofern dies überhaupt möglich ist, Medikationen umzustellen.» Weiterlesen

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