Volkswirte für höhere Steuer auf sehr hohe Einkommen

München (dpa) – Deutsche Volkswirte sind laut einer Umfrage mehrheitlich für eine höhere Steuer auf besonders hohe Einkommen. In einer aktuellen Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter 153 Professoren und Professorinnen der Volkswirtschaftslehre sprachen sich 56 Prozent der Befragten für einen höheren Reichensteuersatz auf Einkommen ab 278.000 Euro pro Jahr aus. Eine temporäre Erhöhung des Spitzensteuersatzes, der aktuell bereits bei zu versteuernden Jahreseinkommen ab etwa 59.000 Euro fällig wird, lehnt dagegen eine knappe Mehrheit ab.

Konkret sprachen sich 39 Prozent der befragten Experten für eine dauerhafte Erhöhung des Reichensteuersatzes über die aktuell geltenden 45 Prozent hinaus aus. Mehr als 20 Prozent waren sogar dafür, dauerhaft um mehr als 3 Prozentpunkte nach oben zu gehen. Etwa 17 Prozent waren für eine temporäre Erhöhung – meist im Bereich 1 bis 3 Prozentpunkte. 32 Prozent sprachen sich dafür aus, den Reichensteuersatz unangetastet zu lassen, zwölf Prozent waren für seine komplette Abschaffung. Weiterlesen

Versuchter Einbruch in die Nikolauskirche

Daun. Am 04.12.2022, gegen 11:30 Uhr, stellte der Küster der Nikolauskirche in Daun fest, dass vermutlich in der vergangenen Nacht bisher unbekannte Täter versuchten, durch aufhebeln eines Kellerfensters in das Innere der Kirche zu gelangen. Weiterlesen

Porsche steigt in den Dax auf

Frankfurt/Main (dpa) – Nur wenige Monate nach dem Börsengang steigt der Sportwagenbauer Porsche in den Dax auf. Die Volkswagen-Tochter ersetzt noch vor Weihnachten den Sportartikelhersteller Puma, wie die Deutsche Börse am späten Montagabend mitteilte. Porsche-Finanzchef Lutz Meschke sagte, die schnelle Aufnahme in den Leitindex zeige, dass das Geschäftsmodell von Porsche auch in einem herausfordernden Umfeld robust sei. Die Stuttgarter hatten Ende September einen der größten Börsengänge der deutschen Wirtschaftsgeschichte hingelegt.

Der VW-Konzern hatte über die Notierung von einem Viertel der Porsche-AG-Vorzugsaktien brutto 9,1 Milliarden Euro eingenommen. Darüber hinaus gehen 25 Prozent plus eine Aktie der stimmberechtigten Stammpapiere der Porsche AG an die VW-Dachgesellschaft Porsche SE, die von den Eigentümerfamilien Porsche und Piëch kontrolliert wird.

Bloomberg: Deutlich über dem Wert des Mutterkonzerns

Die Porsche-Aktien waren Ende September zu einem Preis von 82,50 Euro an die Aktionäre ausgegeben worden. In den ersten Tag stützten die beteiligten Investmentbanken noch den Kurs – mittlerweile notiert die Porsche AG aber bei zuletzt 106,05 Euro. Der Börsenwert der Volkswagen-Tochter lag laut Bloomberg mit rund 96,3 Milliarden Euro deutlich über dem Wert des Mutterkonzerns, der 83,5 Milliarden Euro erreicht. Die Autobauer Mercedes-Benz mit 68,8 Milliarden Euro und BMW mit 56,5 Milliarden Euro rangierten deutlich dahinter.

Das Stühlerücken in den Aktienindizes hatte neben Porsche noch für weitere Unternehmen aus Baden-Württemberg Folgen: Durch den Abstieg von Puma in den MDax musste der kriselnde Batteriekonzern Varta seinen Platz dort räumen und stieg in den Neuwerteindex SDax ab. Varta hatte im September seine ursprünglichen Jahresziele kassiert und erwartet jetzt ein Umsatzminus von über zehn Prozent. Zuletzt hatte Varta rund 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

Die Änderungen treten am Montag, 19. Dezember, in Kraft. Sie sind wichtig für Fonds, die Indizes nachbilden. Sie müssen dann entsprechend umschichten.

RKI-Chef Wieler wirbt weiter für Isolation und Masken

Berlin (dpa) – Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, wirbt angesichts der unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern weiter für eine Isolation von Corona-Infizierten und für das Tragen von Masken. Inwieweit dies umgesetzt werde, sei «letztlich eine politische Entscheidung», sagte Wieler der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Dienstag).

Dank der Masken bleibe die Zahl der Atemwegserkrankungen insgesamt im Rahmen. «Momentan fällt auf, dass sich immer mehr Menschen mit der Grippe anstecken. Deshalb denke ich, dass es im Winter keine reine Corona-Welle geben wird, sondern dass eine Reihe von Atemwegsinfektionen parallel um sich greifen.» Dank Impfstoffen und Medikamenten sei die Ausgangslage im Kampf gegen Corona aber besser als zuvor. Weiterlesen

EVG droht zur Tarifrunde «hitziges Frühjahr» an

Frankfurt/Berlin (dpa) – Der Deutschen Bahn und weiteren Verkehrsbetrieben stehen in diesem Winter schwierige Tarifverhandlungen ins Haus. «Die Erwartungshaltung unter den Kolleginnen und Kollegen ist riesig: Es muss mindestens ein Inflationsausgleich her – und zwar mit dauerhaften Erhöhungen in den Tabellen», sagte der neue Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, der Deutschen Presse-Agentur. Eine exakte Forderung hat die EVG noch nicht festgelegt. An diesem Montag (5. Dezember) hat eine Mitgliederbefragung begonnen.

Bei den im Februar in Frankfurt startenden Verhandlungen will der EVG-Chef schnell Klarheit gewinnen und im Fall eines Arbeitskampfes mit einer anderen Gewerkschaft zusammenarbeiten, die ebenfalls für die öffentliche Infrastruktur wichtig ist. Burkert sagte: «Da zeitgleich auch Verdi für den öffentlichen Dienst verhandelt, kann ich mir abgestimmte Aktionsformen sehr gut vorstellen. Statt eines heißen Herbstes könnten wir ein hitziges Frühjahr erleben.» Weiterlesen

«Trümmerfeld» auf A5: Lkw schiebt Leitplanke auf Gegenspur

Muggensturm (dpa) – Ein Lastwagenfahrer hat auf der Autobahn 5 bei Rastatt einen schweren Unfall mit drei Verletzten und insgesamt mindestens neun demolierten Fahrzeugen verursacht. Der Autotransporter habe am Montagabend die Mittelleitplanke durchbrochen und sie auf die Gegenspur geschoben, sagte ein Sprecher der Polizei Karlsruhe. Ein Auto krachte daraufhin in die Leitplanke, ein Transporter fuhr auf. Mindestens sechs weitere Fahrzeuge seien danach in das «Trümmerfeld aus Straßeneinrichtungs- und Fahrzeugteilen» gefahren, sagte der Sprecher. Der Fahrer des Lastwagens und zwei Menschen in einem Auto erlitten leichte Verletzungen.

Für die Bergungsarbeiten wurde die A5 Fahrtrichtung Norden komplett gesperrt, in Richtung Süden blieb nur eine der drei Spuren befahrbar. Die Polizei suchte mit einem Hubschrauber nach Autos, die im Dunkeln womöglich von der Straße geschleudert worden waren – fand aber keines. Am frühen Dienstagmorgen war die A5 um den Unfallort dann jeweils wieder auf zwei Fahrstreifen befahrbar. Alle Fahrstreifen sollen im Laufe des Tages wieder freigegeben werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 250 000 Euro.

Lauterbach: Krankenhäusern geht es «gar nicht gut»

Berlin (dpa) – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will heute grundlegende Reformvorschläge zur Zukunft der Krankenhäuser in Deutschland vorstellen. Erklärtes Ziel ist, die Versorgung stärker von finanziellem Druck zu lösen.

Dafür soll die bisherige Vergütung über Pauschalen für Behandlungsfälle entscheidend verändert werden, wie der SPD-Politiker bereits angekündigt hatte. Empfehlungen dazu hat eine Expertenkommission der Bundesregierung erarbeitet. Ein erstes Gesetzespaket, das unter anderem mehr Geld für Kinderkliniken vorsieht, hatte der Bundestag kürzlich beschlossen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft forderte ein Gesamtkonzept für eine Reform. «Das ständige Herauslösen von Einzellösungen bringt mehr Verwerfungen als Fortschritt im System», sagte Vorstandschef Gerald Gaß, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zuerst müsse auch die Finanzierungslücke bei Betriebs- und Investitionskosten der Kliniken geschlossen werden, ehe eine Umverteilung der Mittel starte. Weiterlesen

Bundeswehrverband mahnt Lambrecht zum schnellen Handeln

Hamburg (dpa) – Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, André Wüstner, hat die in der Kritik stehende Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) zu schnellen und konsequenten Entscheidungen ermahnt. «Wir haben keine Zeit», sagte Wüstner am Montagabend in den ARD-«Tagesthemen».

Die Herausforderungen für die Bundeswehr im Bereich Personal, Material und Infrastruktur seien gewaltig, und Geschwindigkeit sei «das Gebot der Stunde». Er fügte hinzu: «Die Zeitenwende muss endlich spürbar werden.» Weiterlesen

Engpässe bei Medikamentenversorgung auch in Rheinland-Pfalz

Mainz (dpa/lrs) – Von den deutschlandweiten Engpässen bei der Versorgung mit Fiebersäften, Hustenmitteln, Blutdrucksenkern, Magensäureblockern und anderen Medikamenten sind auch Apotheken in Rheinland-Pfalz betroffen. Das sagte der Vizepräsident der Landesapothekenkammer, Thomas Christmann, der Deutschen Presse-Agentur. Kunden schauten ihn mitunter erst einmal verständnislos an, wenn es ein bestimmtes Arzneimittel nicht gebe, berichtete er. Aktuell bestehe beispielsweise ein «Riesenproblem» bei der Versorgung mit dem Standard-Antibiotikum Amoxicillin, das gegen vielerlei Infektionen eingesetzt wird. Weiterlesen

Zug schrammt an Bahnübergang ein Auto

Koblenz (dpa/lrs) – In Koblenz ist ein Zug mit einem Auto kollidiert. Der Wagen geriet am Montagabend ins Gleisbett und konnte nicht mehr rechtzeitig weiterfahren, wie die Polizei in Koblenz mitteilte. Ein nahender Zug bremste rechtzeitig ab, weshalb es nur zu einem «minimalen Zusammenstoß» kam, hieß es. Es gab keine Verletzten. Den Angaben zufolge wurde die Zugstrecke zwischenzeitlich gesperrt. Zuvor hatte die «Rhein-Zeitung» darüber berichtet.

Viele Fragen nach tödlicher Schulweg-Attacke

Illerkirchberg (dpa) – Im Fall des Angriffs auf zwei Schülerinnen in Illerkirchberg bei Ulm stehen die Ermittler erst am Anfang ihrer Arbeit. «Jetzt ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei, weshalb es zum Angriff auf die beiden Mädchen kam und ob der Tatverdächtige und die beiden Mädchen sich vorher kannten», teilten die Behörden mit.

Der Fall könnte eine politische Dimension bekommen, weil ein 27-jähriger Asylbewerber aus Eritrea als tatverdächtig gilt. Mehrere AfD-Politiker gingen darauf schon gestern ein.

Der Beschuldigte hatte die Jugendlichen nach bisherigen Erkenntnissen auf der Straße vermutlich mit einem Messer angegriffen. Eine 14-Jährige musste noch am Tatort wiederbelebt werden, bevor sie in eine Klinik gebracht wurde. Dort starb sie Stunden später. Eine Obduktion der Leiche soll Hinweise auf die genaue Todesursache geben. Eine 13-Jährige sei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Weiterlesen

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