Tötungsdelikt auf Wittlicher Kirmes: Prozess gegen US-Soldaten beginnt Ende September

Der Richtertisch im Gerichtssaal des US-Militärgerichts auf der US-Air Base Spangdahlem mit US-amerikanischer Flagge.

Spangdahlem/Wittlich. Der verschobene Prozess gegen einen US-Soldaten der Air Base Spangdahlem wegen eines Tötungsdeliktes auf der Wittlicher Säubrennerkirmes beginnt nun am 30. September. Das teilte der Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in der Eifel vergangene Woche mit.

Der Richtertisch im Gerichtssaal des US-Militärgerichts auf der US-Air Base Spangdahlem mit US-amerikanischer Flagge.
Der Richtertisch im Gerichtssaal des US-Militärgerichts auf der US-Air Base Spangdahlem. Foto: Harald Tittel/dpa

Die Verhandlung vor dem Militärgericht sei bis 11. Oktober terminiert. Der Prozess sollte ursprünglich Ende Mai starten. Er war aber wegen mehrerer Fragen, die noch zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu klären seien, verschoben worden. Es gehe auch um die Prüfung zusätzlicher Beweise, hieß es.

Der US-Soldat muss sich nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 28-Jährigen in Wittlich im August 2023 vor einem Militärrichter verantworten. Er wird nach amerikanischem Recht angeklagt wegen sogenannten nicht vorsätzlichen Mordes („unpremeditated murder“), schwerer Körperverletzung mit einer gefährlichen Waffe und Behinderung der Justiz.

Da es sich um einen US-amerikanischen Militärangehörigen handelt, hatte die Staatsanwaltschaft Trier die Strafverfolgung an die US-Behörden abgegeben – wie es das Zusatzabkommen des Nato-Truppenstatuts vorsieht.

Der Angeklagte muss sich in einem allgemeinen Kriegsgerichtsverfahren verantworten: Dies sei der strengste für einen Militärangehörigen vorgesehene Prozess, hatte die Air Base zuvor mitgeteilt. Der Mann sei vorübergehend der Einheit des 726. Lufttransportgeschwaders zugeordnet, das auf dem Boden für die Wartung von Flugzeugen sowie für den Transport von Personen und Fracht zuständig ist. (dpa/lrs/red.)

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