Die Einsparung von Gas erhöht das Risiko einer Legionellen-Infektion

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über den kommenden Winter. Die Nachfrage nach der Einsparung von Gas ist derzeit gewaltig. Während manche Eigentümer bereits die Warmwassertemperatur gesenkt haben, warnen die örtlichen Behörden aufgrund des Risikos einer Vermehrung der Legionellen davor. Doch was ist wirklich dran?

Warum die Warmwassertemperatur nicht zu niedrig sein sollte

Das Umweltbundesamt schreibt vor, dass die Warmwassertemperatur mindestens 55 Grad betragen sollte. Ist die Temperatur niedriger, droht die Gefahr, dass sich unerwünschte Keime und Bakterien vermehren und dadurch gravierende Krankheiten auslösen können.

Die Sorge vor hohen Nachzahlungen ist berechtigt

Neuesten Nachrichten zufolge hat der aktuelle Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck angekündigt, dass im folgenden Jahr mit Nachzahlungen im vierstelligen Bereich zu rechnen sei.

Ob es letztendlich wirklich so teuer wird, lässt sich allerdings noch nicht vorhersagen. Er verspricht jedoch, dass die Preise anschließend wieder etwas senken könnten. Sicher ist jedoch, dass die Gaspreise wohl nie wieder so günstig sein werden, wie es bisher der Fall gewesen ist.

Zusätzlich sollen sich auch die Strompreise verdoppeln, was zur Folge hat, dass es in den nächsten Monaten zu immensen Preissteigerungen in den meisten Branchen kommen wird. Der deutsche Bürger muss somit damit rechnen, dass in Kürze noch weniger vom Nettogehalt übrig bleiben wird.

Eine Infektion mit Legionellen kann schwerwiegende Folgen haben

In der Regel stellt es kein Problem dar, Leitungswasser zu trinken. Verschluckt man sich jedoch dabei, besteht die Gefahr, dass das Wasser in die Lunge gelangt. Sind in dem lebensnotwendigen Gut eine erhöhte Anzahl an Legionellen zu finden, können diese Krankheiten auslösen.

Im Badezimmer ist die Gefahr, sich mit Legionellen zu infizieren, besonders hoch. Der Grund dafür ist der Wasserdampf. Wird dieser eingeatmet, haben die stäbchenförmigen Bakterien die Chance, gravierende Schäden im Organismus anzurichten.

Neben dem gut zu behandelnden Pontiac-Fieber können Betroffene sich mit der gefürchteten Legionärskrankheit infizieren. Diese kann im schlimmsten Fall einen tödlichen Verlauf mit sich bringen. Daher ist unbedingt dazu zu raten, den Wasserdampf möglichst nicht einzuatmen.

Bleibt die Warmwassertemperatur von über 55 Grad bestehen, ist das Risiko einer Infizierung deutlich weniger hoch. Folglich raten sowohl die Behörden als auch die Versorger davon ab, diese nicht zu senken, da die Legionellen sich sonst drastisch vermehren können.

Lösung: Wasseranalyse durch zertifiziertes Labor

Eine Wasseranalyse gibt Aufschluss über die Kolonie-bildenden Einheiten je 100 ml Wasser. Wird der Grenzwert überschritten, erhöht sich die Gefahr, sich mit Legionellen zu infizieren. Um sie abzutöten, ist allerdings eine Erhöhung des Warmwassers erforderlich. Denn die Bakterien sterben erst ab einer Temperatur von über 70 Grad ab.

Daneben gibt es zahlreiche Wassertests, die sich online bestellen lassen. Der Verbraucher entnimmt dafür eine Probe und sendet diese an ein zertifiziertes Labor an. Bereits nach wenigen Tagen erhält er das Prüfungsergebnis, indem sich feststellen lässt, wie es um das Wasser in den Rohrleitungen aktuell bestellt ist.

Interessant dabei zu wissen ist, dass nicht nur Legionellen eine Gefahr darstellen, sondern auch zahlreiche Schwermetalle. Besonders davon betroffen sind Altbauten, in denen Bleirohre verbaut wurden.

Allerdings ist man auch bei Neubauten nicht automatisch vor unerwünschten Schwermetallen geschützt. In diesem Fall gilt es ein besonderes Augenmerk auf die verbauten Kupferleitungen in den vier Wänden zu legen.

 

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