Bislang rund 250 Keuchhusten-Fälle in Rheinland-Pfalz

Ein Impfbuch in Nahaufnahme mit markierten Feldern.

Koblenz/Mainz. Die Zahl der Keuchhusten-Fälle in Rheinland-Pfalz ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes wurden bis zum 8. Juni 250 Fälle von Keuchhusten gemeldet. Im vergangenen Jahr waren es im selben Zeitraum 72 Fälle.

Ein Impfbuch in Nahaufnahme mit markierten Feldern.
Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

„Während der Covid-19-Pandemie waren die Fallzahlen von Keuchhusten – wie auch die fast aller anderer Infektionskrankheiten – aufgrund der ausgeprägten Hygienemaßnahmen sehr niedrig“, teilte das Amt mit. So wurden etwa für das gesamte Jahr 2020 135 Fälle in Rheinland-Pfalz gemeldet, 2021 und 2022 waren es sogar nur 55 beziehungsweise 66 Fälle.

Kein Anstieg im Vergleich zu Zeiten vor der Pandemie

„Die bislang beobachteten Fallzahlen für 2024 sind vergleichbar mit dem vorpandemischen Zeitraum 2014-2019“, hieß es. Im Vergleich dazu beobachte man in Rheinland-Pfalz keinen Anstieg von Keuchhusten. So gab es den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre etwa 2017 mit 802 gemeldeten Keuchhusten-Fällen. Auch von der Kinderklinik der Unimedizin in Mainz heißt es, bislang sei keine Häufung von Keuchhusten aufgefallen.

Deutschlandweit sind in diesem Jahr bislang deutlich mehr Menschen an Keuchhusten erkrankt als im Vergleichszeitraum der Vorjahre. Bis Mitte Mai wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) rund 4500 Fälle gemeldet. 2023 waren es im gleichen Zeitraum nur etwa 1500 Fälle. Das saarländische Gesundheitsministerium hatte angesichts der steigenden Zahlen kürzlich zur Impfung gegen die Krankheit aufgerufen.

Trockener Husten und Erkältungssymptome

Keuchhusten (Pertussis) wird durch Bakterien ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, hauptsächlich beim Niesen, Husten oder Sprechen. Die Keuchhusten-Erkrankung beginnt den Angaben zufolge oft mit leichten Erkältungssymptomen, wie Schnupfen oder Husten. Danach folgt der typische starke trockene Husten, der von Atemnot und Erbrechen nach Hustenanfällen begleitet werden kann.

Besonders gefährlich ist die Krankheit für Säuglinge, bei denen sie tödlich verlaufen kann. Nach Angaben des RKI verläuft die Erkrankung bei Jugendlichen und Erwachsenen sowie den meisten geimpften Kindern oft lediglich als lang andauernder Husten. Die Stiko empfiehlt gegen Keuchhusten eine Impfung. (dpa/lrs)

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